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  • 1. FC Union Berlin wird zum sportlichen Aufbaugegner für Borussia Dortmund

    1. FC Union Berlin wird zum sportlichen Aufbaugegner für Borussia Dortmund


    Beim Blick auf die Anzeigetafel nach Spielende konnte man aus Sicht des 1. FC Union Berlin nichts Positives erkennen. Was im sechsten Bundesliga-Auswärtsspiel bei Borussia Dortmund gut begann, endete in einer 0:6 (0:2)-Klatsche, die am Ende nur noch schmerzte und bei der die Eisernen zum Aufbaugegner für zuvor einen angeschlagenen Gegner wurden. Im Kampf um den Klassenerhalt wird das beim Blick auf die bislang gute Tordifferenz doppelt bitter. Doch erst einmal muss dieses 0:6 schnell aus den Köpfen der Spieler.

    Steffen Baumgart und Niko Kovac erst seit wenigen Wochen im Amt

    Von diesem Ergebnis war im Vorfeld nicht auszugehen: Dortmunds Geschäftsführer tippte im Vorfeld auf einen knappen 2:1-Sieg. Im Duell Borussia Dortmund gegen den 1. FC Union Berlin stand eher das Aufeinandertreffen zweier Trainer, die die jeweiligen Vereine noch gar nicht so lange betreuen, im Fokus. Steffen Baumgart ist im Vergleich zu als Niko Kovac, der erst Anfang Februar in Dortmund von Nuri Sahin übernommen hat, immerhin seit Jahresbeginn in Köpenick schon etwas länger für seine Mannschaft verantwortlich. Beide eint, über das Spiel vom Samstagabend hinaus, die Aufgabe, an ihren jeweiligen Standorten die Vorgaben zu erfüllen.

    Hier wie dort fehlte den Verantwortlichen unter den vorherigen Trainern die Stabilität über die Saison hinweg, vor allem aber stimmten die Ergebnisse nicht. Bei den Eisernen war die Welt nach dem 2:1-Hinspielsieg gegen den BVB noch in Ordnung, ehe sich dreieinhalb Wochen später die sportliche Lage drehte. Aus Sicht der damals unterlegenen Borussen kristallisierte sich hingegen diese Niederlage keineswegs als Ausrutscher heraus, sondern war nur eine von vor der Partie insgesamt neun Pleiten, welche die Dortmunder nach den anderen Ergebnissen vom Nachmittag vor dem Anpfiff auf den zwölften Platz der Bundesliga abrutschen ließen.

    Fünfmal hatten die Eisernen bislang in der Bundesliga in Dortmund gespielt – noch nie hatten sie dort gewinnen, nicht mal ein Unentschieden erzielen können. Der Zeitpunkt, diese Null-Punkt-Statistik etwas aufzuhübschen, schien bei all den Problemen, die die Gastgeber in den vergangenen Wochen und Monaten zeigten, so gut wie nie zu sein. Das schien auch Steffen Baumgart so zu sehen, weshalb er gegenüber den Vorwochen personell wenig änderte. Drei positionsgetreue Wechsel nahm der Union-Trainer im Vergleich zur Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach vor: Der Ex-Dortmunder Tom Rothe rückte für den verletzten Robert Skov in die Startelf, Lucas Tousart kam für Janik Haberer und András Schäfer für Tim Skarke.

    Andrej Ilic (l.) stand zum zweiten Mal in Folge in der Startelf des 1. FC Union Berlin.

    Andrej Ilic (l.) stand zum zweiten Mal in Folge in der Startelf des 1. FC Union Berlin.Moritz Eden/City-Press

    Das hieß auch, dass Andrej Ilic zum zweiten Mal in Folge im Sturm von Beginn an auf dem Platz stand. „Ich glaube, dass er, was Fleiß und Intensität angeht, viel mitgebracht hat. Viele Sachen, die wir erwarten, gerade das Anlaufen, macht er gut. Wenn du jemanden suchst, der trifft, dann hat er die letzten beiden Spiele getroffen. Und daran werden Stürmer gemessen“, sagte der Trainer vor der Partie zu seiner Entscheidung am Mikrofon von Sky.

    Der Fokus der Unioner, das war schnell zu erkennen, lag aber nicht primär auf der Offensive, sondern auf der defensiven Stabilität, die in der Vorwoche in der ersten Hälfte gegen die Borussia aus Mönchengladbach punktuell nicht zu sehen war und für die Gegentore sorgte. So nutzte Baumgart also die Anlauffähigkeiten von Ilic und Sturmpartner Benedict Hollerbach, wenn sich der Ball in der Dortmunder Hälfte befand. War die Kugel über die Mittellinie gelangt, positionierten sich die Mittelfeld- und Abwehrreihen kompakt vor dem eigenen Strafraum und ließen praktisch keine Räume zu.

    Ein zentraler Torschuss von Pascal Groß nach Flanke des Ex-Unioners Julian Ryerson, der für Frederik Rönnow kein Problem war, geriet so in der siebten Minute im Prinzip zur ersten und lange Zeit einzigen Chance. Das Konzept der Köpenicker ging auf: Serhou Guirassy, der praktisch nicht in das Spiel eingebunden wurde, zog sich in der 20. Minute sogar bis in den Mittelkreis zurück, um mal überhaupt den Ball zu berühren. Die Unzufriedenheit des Dortmunder Stürmers war in dessen Gesten in Richtung seiner Mitspieler deutlich zu erkennen.

    Steffen Baumgart und die in Rot und Weiß gekleideten 3000 mitgereisten Union-Fans konnten im Prinzip zufrieden sein. Es brauchte einen Fehler oder in diesem Fall eher eine Fehlerkette, als die Eisernen in der 25. Minute mehrfach die Chance hatten, einen harmlosen Angriff konsequenter zu klären, aber den Ball immer wieder einem Dortmunder in den Fuß spielten. Am Ende landete das Spielgerät bei Ryerson, der auf der rechten Seite ein paar Meter lief, danach auf das Tor schoss und somit Diogo Leite ins Spiel brachte: Der Union Verteidiger wollte den im Prinzip ungefährlichen Schuss klären, fälschte den Ball aber ins eigene Tor unhaltbar für Rönnow ab.

    Auf Pech in dieser Szene folgt nur vier Minuten später etwas Glück, als Maximilian Beier auf Vorlage von Karim Adeyemi die Latte traf. Der BVB wirkte kurzzeitig zielstrebiger, aber die Eisernen ließen sich davon nur kurz beeindrucken und kehrten schnell zur erfolgreichen Linie vor dem 0:1 zurück. Das wirkte optisch nicht sonderlich schön, aber stellte die Dortmunder in einer schwierigen Phase vor eine schwierige Aufgabe. Und in der bekamen die Gastgeber vor der Pause ein zweites Mal Unterstützung der Gäste. Eine Flanke wurde eigentlich geklärt, weil aber Wooyeong Jeong den Ball im Zweikampf an der rechten Außenlinie prompt wieder herschenkte, konnte Pascal Groß flanken und Guirassy, der in der ersten Hälfte nur 15 Ballkontakte hatte, aus Nahdistanz locker zum 2:0 einköpfen (40.).

    Serhou Guirassy (r.) köpft aus kurzer Distanz zum 2:0 für Borussia Dortmund ein.

    Serhou Guirassy (r.) köpft aus kurzer Distanz zum 2:0 für Borussia Dortmund ein.Moritz Eden/City-Press

    Defensiv zwei Fehler, die zu Gegentoren führten, stand in der ersten Hälfte offensiv im Prinzip nur ein Torschuss von Hollerbach gegenüber. Das aber war für Steffen Baumgart kein Grund, um personelle und taktische Änderungen vorzunehmen. Und dieses Vertrauen schien sich erst einmal positiv auf die Leistung seiner Spieler auszuwirken. Die probierten direkt nach dem Seitenwechsel offensiv etwas mehr, konnten dabei aber keine gefährlichen Abschlüsse kreieren.

    Borussia Dortmund macht es nach der Pause deutlich

    Das optische Mini-Hoch aber war im einsetzenden Regen von Dortmund schnell verflogen. Der BVB erlangte mehr und mehr die Kontrolle über Gegner und Spiel. Nach dem eingangs erwähnten Spielstand aber sah es dennoch lange nicht aus. Bis zur 74. Minute hielten die Unioner das 0:2, doch in der Schlussphase ging die Mannschaft von Steffen Baumgart unter. Dann aber traf Guirassy noch dreimal und Beier schraubte das Ergebnis gar auf 6:0 für die Dortmunder.

    Durch eigene Fehler hatten die Köpenicker den BVB in der ersten Hälfte auf die Siegerstraße gebracht und in der Schlussphase dafür gesorgt, dass sich die Dortmunder den Frust der Vorwochen von der Seele schossen. Frustriert und konsterniert gingen stattdessen die Eisernen erst zu ihren Fans und anschließend in die Kabine. Die Niederlage jedoch muss schnell aus den Köpfen. Denn: Im Kampf um den Klassenerhalt muss der Fokus mit Beginn der neuen Woche auf das Heimspiel gegen Holstein Kiel gerichtet werden.



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  • Borussia Dortmund – 1. FC Union Berlin | 23. Spieltag | Spielbericht | Highlights

    Borussia Dortmund – 1. FC Union Berlin | 23. Spieltag | Spielbericht | Highlights


    Ein torhungriger Serhou Guirassy hat Borussia Dortmund den erhofften Befreiungsschlag beschwert: Angeführt von ihrem Viererpacker (40., 75., 80., 83.) besiegt der BVB Union Berlin mit 6:0 (2:0). Diogo Leite bricht den Bann der Schwarzgelben per Eigentor (25.), Maximilian Beier (89.) setzt dem Sieg die Krone auf.

    Borussia Dortmund stand vor dem Heimspiel gegen 1. FC Union Berlin unter Druck. Mit nur acht Siegen aus 22 Spielen brauchte der BVB dringend eine Trendwende in der Bundesliga. Die Bühne war bereitet für ein spannendes Duell im Signal Iduna Park, bei dem Serhou Guirassy zum großen Protagonisten werden sollte.

    Dortmund übernimmt die Kontrolle

    Serhou Guirassy erzielt per Kopf das 2:0 für Borussia Dortmund kurz vor der Halbzeit – INA FASSBENDER

    Serhou Guirassy sollte die zweiten 45 Minuten dann noch klarer prägen. Der Stürmer zeigte eine beeindruckende Leistung und erzielte drei weitere Tore. In der 75. Minute traf er nach Vorlage von Groß zum 3:0. Nur fünf Minuten später (80.) erhöhte er auf 4:0, diesmal nach Zusammenspiel mit Maximilian Beier und Carney Chibueze Chukwuemeka. Sein vierter Treffer folgte in der 83. Minute – erneut war Groß der Vorbereiter. Den Schlusspunkt setzte Beier in der 89. Minute zum 6:0-Endstand – wieder war Groß mit einer perfekten Flanke ausschlaggebend, der Mittelfeldmann war der zweite entscheidende Akteur der Partie. 

    Spieler des Spiels: Serhou Guirassy

    Serhou Guirassy gab die meisten Torschüsse aller Spieler ab (8), die Hälfte davon war drin – erstmals in der Bundesliga gelang ihm ein Viererpack, darunter war nach der Pause ein lupenreiner Hattrick in nur acht Minuten.

     

    Dortmunder Spieler, darunter Giovanni Reyna, feiern gemeinsam den Kantersieg gegen Union Berlin – INA FASSBENDER

    Bundesliga Match Facts
    xGoals: Dortmund 5,42 – Union Berlin 0,9
    Schnellster Spieler: Maximilian Beier (BVB), 34,05 km/h
    Tor mit der geringsten Torwahrscheinlichkeit: 2:0 von Serhou Guirassy (BVB), 85 Prozent
    Most Pressed Player: Karim Adeyemi (BVB), 21 Mal unter Gegnerdruck
    Beste Pass Effizienz: Marcel Sabitzer (BVB), +3,08

    Fantasy Heroes: Serhou Guirassy (Borussia Dortmund, 605 Punkte), Pascal Groß (Borussia Dortmund, 515 Punkte), Maximilian Beier (Borussia Dortmund, 312 Punkte)



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  • PLAYER RATINGS | Borussia Dortmund 6-0 Union Berlin

    PLAYER RATINGS | Borussia Dortmund 6-0 Union Berlin


    Borussia Dortmund thrashed Union Berlin 6-0 to secure Niko Kovac’s first Bundesliga win as Dortmund head coach.

    For the first time in a very long time, Dortmund actually looked like a functioning and potentially good footballing team. The hosts were on top for the majority of the first half as Union never really troubled them when going forward, but it did take Dortmund until the 25th minute when they were able to break the deadlock. Former Eisener Julian Ryerson’s effort was diverted into the net by Diogo Leite before Dortmund won the ball back in Union’s final third and a Pascal Groß cross was met at point-blank range by Serhou Guirassy to make it 2-0.



    Union didn’t improve after the break and Dortmund continued to be the better side but the first 30 minutes of the second half were rather quiet. Then the goals started to flood in, Guirassy would complete his hat-trick within five minutes first scoring from a reverse pass from Groß before adding a tap-in from a Maximilian Beier cutback, then he would add a fourth for himself and a fifth for Dortmund after heading in another Groß cross. The former Brighton midfielder was not done there either as he would then assist Beier with another cross for the sixth for Dortmund.

    A big win for Dortmund, not just in terms of goals scored but performances as well. Guirassy continued to show why he is one of Die Schwarzgelben’s most important players, Beier and Groß (more on him later) also put in great performances as both have struggled in their first seven months at the club. Elsewhere, Carney Chukwuemeka made a very positive first Bundesliga appearance with a pre-assist (or hockey assist if you are North American) for Guirassy’s third goal, after the stale performances of Julian Brandt and Giovanni Reyna, the Chelsea loanee looks like a breath of fresh air in the position and could be a real asset to Dortmund for the remainder of the season as they look for a revival.

    Union on the other hand, after a brief uptick under Steffen Baumgart, do not look any better under the Rostock native compared to under his predecessor Bo Svensson. The only positive for them is Holstein Kiel, Heidenheim, Bochum and Hoffenheim are worse than them.

    As things stand, Dortmund are five points off of the European places.

    Borussia Dortmund XI:

    Gregor Kobel (5), Julian Ryerson (6), Emre Can (5), Nico Schlotterbeck (5), Ramy Bensebaini (5), Marcel Sabitzer (5), Pascal Groß (9), Maximilian Beier (7) Giovanni Reyna (4), Karim Adeyemi (6), Serhou Guirassy (8)

    Others: Carney Chukwuemeka (6), Daniel Svensson (6), Jamie Gittens (-), Salih Özcan (-), Yan Couto (-)

    Union Berlin XI:

    Fredrick Ronnow (3), Josip Juranovic (4), Danilho Doekhi (4), Diogo Leite (4), Tom Rothe (5), Lucas Tousart (5), Rani Khedira (5), Woo-Yeong Jeong (5) Andras Schäfer (5), Benedict Hollerbach (5), Andrej Ilic (5)

    Others: Janik Haberer (5), Laszlo Benes (5), Marin Ljubicic (5), Tim Skarke (5), Leopold Querfeld (-)

    GGFN Man of the Match: Pascal Groß (9)

    You: How did Serhou Guirassy not get the man of the match after scoring four goals?

    Me: Without Groß, Guirassy wouldn’t have had the chance to score those goals.

    There have been doubts surrounding the physical attributes of the 33-year-old in recent weeks. While his speed may still be an issue, his technical quality is not. Groß was everywhere, the midfielder was not restricted to a central position and was allowed to drift across the pitch. This is where he made the most difference, in particular when he would drift out to either flank which then gave him the space to play in these crosses that proved so deadly.

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  • Borussia Dortmund – 1. FC Union Berlin: Union Berlin verliert hoch bei Dortmund – Bundesliga

    Borussia Dortmund – 1. FC Union Berlin: Union Berlin verliert hoch bei Dortmund – Bundesliga


    Borussia Dortmund kannte mit seinem hoffnungslos unterlegenen Gegner keine Gnade und trug einen 6:0-Erfolg davon.

    Was viele voraussagten, trat letztlich auch ein: Der Gastgeber wurde der Favoritenrolle gerecht. Das Hinspiel hatte der 1. FC Union Berlin knapp für sich entschieden und mit 2:1 gewonnen.

    Die 81.365 Zuschauer erlebten mit, wie Diogo Leite das falsche Tor „anvisierte“ und seinen eigenen Torhüter überwand. Ehe der Schiedsrichter Bastian Dankert die Protagonisten zur Pause bat, traf Serhou Guirassy zum 2:0 zugunsten von Dortmund (40.). Mit der Führung für den BVB ging es in die Halbzeitpause. In der 57. Minute stellte Union Berlin personell um: Per Doppelwechsel kamen László Bénes und Janik Haberer auf den Platz und ersetzten Rani Khedira und Lucas Tousart. Mit einem schnellen Hattrick (75./80./83.) zum 5:0 schockte Guirassy den Gast. Gleich drei Wechsel nahm Borussia Dortmund in der 85. Minute vor. Serhou Guirassy, Marcel Sabitzer und Julian Ryerson verließen das Feld für Jamie Bynoe-Gittens, Salih Özcan und Yan Couto. Den Vorsprung von Dortmund ließ Maximilian Beier in der 89. Minute anwachsen. Letztlich feierte der BVB gegen Union nach einer überzeugenden Darbietung einen verdienten Heimsieg.

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    Bei Borussia Dortmund präsentierte sich die Abwehr angesichts 38 Gegentreffer immer wieder wackelig. Allerdings traf die Offensive dafür auch gerne ins gegnerische Tor (43). Dortmund machte in der Tabelle einen Schritt nach vorne und steht nun auf dem zehnten Platz. Der BVB verbuchte insgesamt neun Siege, fünf Remis und neun Niederlagen.

    Zu mehr als Platz 13 reicht die Bilanz des 1. FC Union Berlin derzeit nicht. Im Sturm von Union Berlin stimmt es ganz und gar nicht: 21 Treffer konnte er in dieser Saison erst erzielen. Sechs Siege, sechs Remis und elf Niederlagen hat Union derzeit auf dem Konto. Für den 1. FC Union Berlin sprangen in den letzten fünf Spielen nur vier Punkte heraus.

    Borussia Dortmund stellt sich am Samstag (15:30 Uhr) beim FC St. Pauli vor, einen Tag später und zur selben Zeit empfängt Union Berlin Holstein Kiel.

    Dieser Artikel wurde automatisch von unserem Partner Retresco anhand von Spieldaten erstellt.

    SPM



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  • Borussia Dortmund schlägt Union Berlin 6:0

    Borussia Dortmund schlägt Union Berlin 6:0


    Nicht nur Freude, Bewunderung und Hochstimmung schwangen mit, als das Stadion nach 85 Minuten den Namen des Tageshelden brüllte, auch eine ordentliche Portion Erleichterung lag in der Luft. Serhou Guirassy wurde ausgewechselt, nachdem er vier Tore zu einem erstaunlichen 6:0-Sieg des BVB gegen Union Berlin beigetragen hatte. Zu einem Erfolg, der das Potenzial zu einem Dortmunder Wendepunkt haben könnte.

    „Weltklasse“, sagte Trainer Niko Kovac schlicht über den viermaligen Torschützen, „Serhou hat eine Riesenshow heute abgeliefert“, ergänzte Sportdirektor Sebastian Kehl. Und die TV-Bilder von der Tribüne zeigten ein enthemmt wirkendes Lachen des Klubchefs Hans-Joachim Watzke, dessen schmallippiges Sorgengesicht in den vergangenen Wochen zu einem Symbol der Krise geworden war.

    Aber ganz so leichtgängig wie das Endergebnis nahelegt, war auch dieses Spiel nicht gewesen. Bis zum dritten Treffer eine Viertelstunde vor dem Ende war in vielen Momenten abermals das unsichere Grundbefinden dieser tief gefallenen Mannschaft erkennbar: Der Spielaufbau holperte, mitunter fehlte Ruhe am Ball, die Flügelspieler Karim Adeyemi und Maximilian Beier versuchten wieder viel, machten aber auch viele Fehler. Zumindest Beier könnte am Ende jedoch eine Art Durchbruch gelungen sein, weil er das 4:0 vorbereitet (80.) und das 6:0 (89.) selbst erzielt hatte. Die Selbstverständlichkeit, die Spitzenmannschaften in besseren Phasen ausstrahlen, fehlte allerdings, bis Guirassy sich in seinen Schlussphasen-Rausch hineinspielte und Union sich aufgab.

    Ein echter Fortschritt beim BVB

    Der Energieeinsatz stimmte jedoch schon zu Beginn, alle Spieler erledigten die notwendigen Arbeitsschritte mit hoher Intensität und zumindest bei Berliner Ballbesitz ohne große Fehler. Das ist ein echter Fortschritt gegenüber der Niederlage von Bochum aus der Woche zuvor gewesen. Außerdem hatten die Dortmunder wieder einmal das Spielglück, das in der Bundesliga zuletzt oft gefehlt hatte.

    Als Julian Ryerson einen eigentlich verunglückten Schuss aus großer Distanz abgab, lenkte der grätschende Diogo Leite den Ball zum 1:0 ins eigene Tor (25.). Pascal Groß, der insgesamt vier Treffer vorbereitete, schlug eine schöne Flanke zum 2:0, das Guirassy köpfte (42.), und lieferte Asissts zum 3:0 (75.) und zum 5:0 (83.) des Angreifers aus Guinea sowie zu Beiers 6:0. Das Stadion jubelte, Kehl sagte: „Die Zuschauer hat man lange nicht so euphorisch gesehen, so emotional und ein Stück weit einfach gelöst.“

    Traf vier Mal: Dortmund-Stürmer Serhou Guirassy
    Traf vier Mal: Dortmund-Stürmer Serhou GuirassyAFP

    Wäre der BVB nicht der BVB, ließe sich nun mutmaßen, dass damit tatsächlich der Durchbruch gelungen sein könnte, auf den alle Dortmunder in den ersten Partien mit dem neuen Trainer Kovac vergeblich gewartet haben. Aber Borussia Dortmund ist ein Klub, der seit Jahren unberechenbar zwischen den Extremen hin- und herschwankt. Zur jüngeren Geschichte dieser Mannschaft würde es passen, wenn sie sich am kommenden Wochenende beim FC St. Pauli doch wieder niederkämpfen ließe.

    Um das zu verhindern, entschloss Kovac sich, seinen Spielern zwei Tage frei zu geben. Sie sollen diesen Sieg genießen und nach zwei hochintensiven Wochen erstmal entspannen können. Es gelte, „einfach die Leichtigkeit wieder reinzukriegen“, hatte der Sportgeschäftsführer Lars Ricken bereits vor der Partie gesagt, weil viele Spieler unter einer „Unsicherheit“ litten, „schwere Beine hätten“ und „teilweise blockiert“ seien. Die Befreiung aus diesem Zustand ist das vorrangige Ziel, solange der BVB in der unteren Tabellenhälfte herumdümpelt.

    Union war nun ein passender Gegner, um einen großen Schritt in diese Richtung zu gehen. Seit dem vergangenen November, als der SC Freiburg 4:0 besiegt wurde, hatte das Team in der Bundesliga kein Heimspiel mehr gewonnen, diese dunkle Serie ist nun beendet. Am Ende fühlte sich die Partie fast an, wie ein sehr schönes Bundesligaspiel aus besseren Zeiten, während die Berliner die höchste Niederlage ihrer bisherigen Bundesligageschichte verarbeiten müssen.

    „Ich bin nicht der Typ, der wild draufhaut, es bringt nichts, wie ein Rumpelstilzchen durch die Gegend zu laufen“, sagte Union-Trainer Steffen Baumgart auf die Frage, wie er diesen Rückschlag verarbeiten werde., Richtig schlecht fand er eigentlich nur die letzten 15 Minuten. Aber genauso wie ein 6:0 den BVB beflügeln könnte, birgt dieses Spiel für die Berliner die Gefahr, schwere Schäden an Selbstvertrauen und Stimmung zu hinterlassen.



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  • 23. Spieltag: Borussia Dortmund – 1.FC Union Berlin –

    23. Spieltag: Borussia Dortmund – 1.FC Union Berlin –


    Wann: 22.02.2025, 18:30 Uhr
    Wo: Westfalenstadion

    Borussia Dortmund:
    Zuletzt ein 0:0 gegen Sporting, in der Liga gab es eine 2:0 Niederlage gegen Bochum.

    Voraussichtliche Aufstellung:
    Kobel – Ryerson, Can, N. Schlotterbeck, Svensson – Sabitzer, P. Groß – Adeyemi, Brandt, Gittens – Guirassy

    Bank:
    A. Meyer – Anton, Bensebaini, Süle, Yan Couto, Car. Chukwuemeka, Özcan, Reyna, Wätjen, Beier, Duranville

    Ausfälle/Fraglich:
    Mane, Nmecha

    Union Berlin:
    Daheim 2:1 gegen Gladbach verloren, auswärts zuletzt ein 4:0 Sieg in Hoffenheim.

    Voraussichtliche Aufstellung:
    Rönnow – Juranovic, Doekhi, Diogo Leite, Rothe – Tousart, R. Khedira – Jeong – Skarke, Hollerbach – Ilic

    Bank:
    Schwolow – Querfeld, Roussillon, Trimmel, Vogt, Benes, Haberer, Kemlein, Schäfer, Ljubicic, Prtajin, Volland

    Ausfälle/Fraglich:
    Vogt, Skov, Kemlein

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    HINWEIS: In diesem Thread geht es ausschließlich um das Spiel Borussia Dortmund vs. Union Berlin. Bitte achtet auf einen angemessenen Umgangston. Sollte es zu Provokationen kommen, diese bitte einfach alarmieren und nicht weiter darauf eingehen. Das Fragen nach illegalen Streams ist untersagt.
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  • 23. Spieltag: Borussia Dortmund – 1.FC Union Berlin –

    23. Spieltag: Borussia Dortmund – 1.FC Union Berlin –


    Wann: 22.02.2025, 18:30 Uhr
    Wo: Westfalenstadion

    Borussia Dortmund:
    Zuletzt ein 0:0 gegen Sporting, in der Liga gab es eine 2:0 Niederlage gegen Bochum.

    Voraussichtliche Aufstellung:
    Kobel – Ryerson, Can, N. Schlotterbeck, Svensson – Sabitzer, P. Groß – Adeyemi, Brandt, Gittens – Guirassy

    Bank:
    A. Meyer – Anton, Bensebaini, Süle, Yan Couto, Car. Chukwuemeka, Özcan, Reyna, Wätjen, Beier, Duranville

    Ausfälle/Fraglich:
    Mane, Nmecha

    Union Berlin:
    Daheim 2:1 gegen Gladbach verloren, auswärts zuletzt ein 4:0 Sieg in Hoffenheim.

    Voraussichtliche Aufstellung:
    Rönnow – Juranovic, Doekhi, Diogo Leite, Rothe – Tousart, R. Khedira – Jeong – Skarke, Hollerbach – Ilic

    Bank:
    Schwolow – Querfeld, Roussillon, Trimmel, Vogt, Benes, Haberer, Kemlein, Schäfer, Ljubicic, Prtajin, Volland

    Ausfälle/Fraglich:
    Vogt, Skov, Kemlein

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  • Erfolgsrezept Gegenpressing: Borussia Dortmund gewinnt 6:0 gegen Union Berlin

    Erfolgsrezept Gegenpressing: Borussia Dortmund gewinnt 6:0 gegen Union Berlin


    Plötzlich ist wieder alles ganz leicht: „Einfach ein perfekter Tag für uns alle“, bilanzierte Emre Can nach dem am Ende rauschhaften 6:0-Sieg Borussia Dortmunds in der Fußball-Bundesliga gegen Union Berlin, der die zuletzt so miese Stimmung rund um den BVB innerhalb von 90 Minuten wieder in Euphorie umschlagen ließ.

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    Fünf Bundesliga-Spiele hatte der BVB zuletzt im eigenen Stadion nicht gewinnen können. Der nach der branchenüblichen Trainerentlassung – Nuri Sahin musste gehen – zum Retter der großen Ambitionen erkorene Niko Kovac hatte gar als erster Trainer der Dortmunder seit 1984 seine ersten beiden Bundesliga-Partien verloren. Doch was an diesem Samstagabend geschah, erstaunte dann auch Sportdirektor Sebastian Kehl: „Dass wir heute hier 6:0 gewinnen, davon war nicht auszugehen”, sagte er nach dem Spiel bei Sky.

    Zwei Neuzugänge ragen heraus

    Den Dortmunder Manager wird auch gefreut haben, dass vor allem zwei der erst vor dieser Saison verpflichteten Profis herausragten. Schließlich war im Zuge der Krise, die den BVB aus der Reichweite der als Minimalziel formulierten Champions-League-Plätze gespült hatte, zuletzt immer wieder heftig die Kaderplanung kritisiert und Kaderplaner Sven Mislintat nach internem Knatsch sogar entlassen worden.

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    Doch vor 81.365 Zuschauerinnen und Zuschauern im ausverkauften Signal-Iduna-Park traf der mit 28 Saisontoren im Rücken vom VfB Stuttgart verpflichtete Serhou Guirassy zum ersten Mal in seiner Karriere gleich viermal in einem Spiel (40. Minute/75./80./83.) und der aus der Premier League aus Brighton geholte Pascal Groß bereitete vier Tore vor. Dazu kam ein Treffer von Maximilian Beier (89.), passenderweise auch ein Neuzugang, sowie ein Eigentor von Unions Diogo Leite, das nach unsicherem Anfang den Reigen eröffnete (25.).

    Und diese Führung für Schwarzgelb war genau das erzwungene, unansehnliche Tor, das am Ende genauso viel zählt wie ein Treffer durch einen Fallrückzieher, das in entsprechender Situation aber noch mehr Kräfte freisetzen kann. Der äußerst kämpferisch agierende Julian Ryerson hatte auf der halbrechten Angriffsposition einfach mal auf gut Glück in Richtung Tor abgedrückt. Hätte Leite den Ball nicht ins eigene Tor abgelenkt, wäre Ryersons verzweifelter Schuss wohl gefahrlos für Union im Toraus gelandet.

    Gegenpressing als Erfolgsrezept

    So aber gab er den BVB-Profis das Wissen darüber zurück, zu was sie eigentlich in der Lage sein können, wenn sie sich was trauen. Can nannte das den „Dosenöffner“, den man manchmal braucht.Denn anschließend gelang den Dortmundern zwar beileibe nicht alles. Sie zeigten aber zumindest ganz viel Einsatz, was von ihren Fans immer besonders goutiert wird. Sogar das seit den glorreichen Zeiten unter Jürgen Klopp als Dortmunder Fußball-Charakteristikum geschätzte Gegenpressing lief jetzt einwandfrei. Und so stürzten sich meist mehrere Dortmunder Profis, denen ja sonst gern fehlende Mentalität vorgeworfen wird, nach Ballverlusten in der gegnerischen Hälfte auf den bemitleidenswerten Unioner in Ballbesitz, um das Spielgerät sofort wieder zurückzuerobern.

    Zwei Tage frei als Belohnung

    Beim 2:0 beispielsweise erkämpfte Ramy Bensebaini per risikoreicher Grätsche am linken Flügel den Ball zurück, Groß’ anschließende Flanke verwertete Guirassy zu seinem ersten Streich. Auch beim 3:0 ließ der BVB nach gescheiterten Anläufen erst dann locker, als Guirassy den Ball unter die Latte des Union-Tores geknallt hatte.

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    Erster Sieg mit dem BVB in der Bundesliga: Trainer Niko Kovac.Erster Sieg mit dem BVB in der Bundesliga: Trainer Niko Kovac.

    Erster Sieg mit dem BVB in der Bundesliga: Trainer Niko Kovac.

    Nun rettet ein halbes Dutzend Tore gegen Union Berlin, das noch nie auch nur einen Punkt in Dortmund geholt hat, nicht die bisher verkorkste Bundesliga-Saison. Doch hat Kovac, wenn er das Team nach zwei freien Tagen wieder zusammenruft, erstmals etwas Ruhe, um sein immer noch neues Team mit seinem Fußball vertraut zu machen.

    Der nach vier sieglosen Spielen nicht gerade vor Selbstvertrauen strotzende FC St. Pauli könnte dann am nächsten Samstag genau der Aufbaugegner sein, den der BVB noch braucht, bevor es ins Champions-League-Achtelfinale gegen das von vielen als Glückslos bezeichnete OSC Lille geht.

    Der so oft als knurrig verschrieene Kovac wusste jedenfalls um die Wichtigkeit seines ersehnten ersten Sieges mit dem BVB in der Bundesliga: „Wir werden uns sicherlich ein Glas Rotwein gönnen“, kündigte er an.



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  • 23. Spieltag: Borussia Dortmund – 1.FC Union Berlin –

    23. Spieltag: Borussia Dortmund – 1.FC Union Berlin –


    Wann: 22.02.2025, 18:30 Uhr
    Wo: Westfalenstadion

    Borussia Dortmund:
    Zuletzt ein 0:0 gegen Sporting, in der Liga gab es eine 2:0 Niederlage gegen Bochum.

    Voraussichtliche Aufstellung:
    Kobel – Ryerson, Can, N. Schlotterbeck, Svensson – Sabitzer, P. Groß – Adeyemi, Brandt, Gittens – Guirassy

    Bank:
    A. Meyer – Anton, Bensebaini, Süle, Yan Couto, Car. Chukwuemeka, Özcan, Reyna, Wätjen, Beier, Duranville

    Ausfälle/Fraglich:
    Mane, Nmecha

    Union Berlin:
    Daheim 2:1 gegen Gladbach verloren, auswärts zuletzt ein 4:0 Sieg in Hoffenheim.

    Voraussichtliche Aufstellung:
    Rönnow – Juranovic, Doekhi, Diogo Leite, Rothe – Tousart, R. Khedira – Jeong – Skarke, Hollerbach – Ilic

    Bank:
    Schwolow – Querfeld, Roussillon, Trimmel, Vogt, Benes, Haberer, Kemlein, Schäfer, Ljubicic, Prtajin, Volland

    Ausfälle/Fraglich:
    Vogt, Skov, Kemlein

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    HINWEIS: In diesem Thread geht es ausschließlich um das Spiel Borussia Dortmund vs. Union Berlin. Bitte achtet auf einen angemessenen Umgangston. Sollte es zu Provokationen kommen, diese bitte einfach alarmieren und nicht weiter darauf eingehen. Das Fragen nach illegalen Streams ist untersagt.
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  • Borussia Dortmund kann nach dem 6:0 gegen Union Berlin aufatmen.

    Borussia Dortmund kann nach dem 6:0 gegen Union Berlin aufatmen.


    Auf der Südtribüne machten die Fans die Triumph-Welle, auf dem Rasen lachten und tanzten die Dortmunder Spieler wie schon lange nicht mehr. Nach einem furiosen 6:0 (2:0) gegen Union Berlin samt Vier-Tore-Show von Torjäger Serhou Guirassy ist beim BVB die Hoffnung auf eine erfolgreiche Aufholjagd in der Fußball-Bundesliga zurück. «Heute ist ein sehr guter Tag. Vier Tore. Sieg. Tolle Fans», sagte der Matchwinner bei Sky. «Ich bin natürlich glücklich.»

    Can: «Ein perfekter Samstag»

    Wie alle Borussen, nachdem sie sich den Frust der letzten Wochen von der Seele geschossen hatten. «Ich glaube, alle sind erleichtert», sagte Sportdirektor Sebastian Kehl und gab zu: «Dass wir heute hier 6:0 gewinnen, davon war nicht auszugehen.» Ein Sonderlob erhielt Guirassy: «Serhou hat eine Riesenshow heute abgeliefert», lobte Kehl, «heute hat’s geknallt». Coach Niko Kovac reichte ein Wort für seinen Torjäger: «Weltklasse!» Und Kapitän Emre Can fand: «Ein perfekter Samstag für uns alle.»

    Nach zwei Auftaktniederlagen in der Liga unter Neu-Trainer Kovac leitete ein Eigentor von Diogo Leite (25. Minute) den ersten Bundesliga-Heimsieg seit drei Monaten ein. Danach lud Guirassy (40. Minute/75./80./83.) zur Toreparty, ehe Maximilian Beier (89.) den Schlusspunkt setzte. Für Kovac war es zugleich der erste Liga-Sieg als BVB-Coach. «Wir werden uns sicherlich auch ein Glas Rotwein gönnen», sagte der sichtlich zufriedene Trainer.

    Union als guter Aufbaugegner

    Mal wieder erwies sich Union als guter Aufbaugegner für den BVB. Auch im sechsten Aufritt in Dortmund blieben die Köpenicker erneut ohne jeden Punkt. Durch den neunten Saisonsieg verbesserten sich die Westfalen mit nun 32 Punkten immerhin um einen Rang auf Platz zehn. Bis zu den Europapokalplätzen sind es aber immer noch fünf Punkte. Dieser Abstand könnte am Sonntag wieder anwachsen. 

    Kovac hatte angesichts der katastrophalen Tabellensituation des Vorjahres-Finalisten der Champions League und der aktuellen Stimmung im Umfeld des Clubs einen Sieg gegen Union zur Pflicht erklärt. «Wir brauchen Erfolgserlebnisse, wir müssen die Spiele gewinnen und da geht es nicht darum, ob schön oder nicht schön, das kommt irgendwann mal, aber jetzt geht es Punkt für Punkt für Punkt», sagte Kovac bei Sky. 

    Kovac setzte erstmals ein personelles Zeichen – Brandt verletzt

    Der 53-Jährige, der sich seit seiner Amtsübernahme vor drei Wochen stets vor seine Spieler gestellt hatte, setzte diesmal ein Zeichen und platzierte den beim 0:0 gegen Sporting Lissabon enttäuschenden Jamie Gittens zunächst nur auf die Bank. Auf Nationalspieler Julian Brandt musste er notgedrungen verzichten. Der kriselnde Spielmacher fiel kurzfristig wegen einer Muskelverhärtung aus.

    «Er hat sich nicht gut gefühlt und wir gehen kein Risiko ein», sagte Kovac zu Brandt. Für ihn bekam Giovanni Reyna nach einigen Wochen mal wieder eine Chance von Beginn an. Für Gittens spielte Beier.

    Ein Eigentor sorgt für Sicherheit

    Auch mit den personellen Wechseln war die Unsicherheit der Dortmunder zu Beginn noch deutlich zu spüren. Nach fünf sieglosen Bundesliga-Heimspielen in Serie schien jede Aktion schwer zu fallen und von vielem Grübeln begleitet. Dass die Führung nach nervösem Beginn durch ein Eigentor fiel, passte da ins Bild. Der Portugiese Diogo Leite lenkte einen Schuss des Ex-Unioners Julian Ryerson unglücklich ins eigene Netz.

    Erst durch das Tor schien Dortmund alles wieder leichter zu fallen. Es war nun deutlich mehr Tempo und Zug zum Tor im Spiel. Nach einigen weiteren guten Gelegenheiten machte Guirassy noch vor der Pause das wichtige 2:0. Der Treffer ging allerdings mindestens zur Hälfte auf das Konto von Ramy Bensebaini, der sich zunächst vehement auf der linken Seite durchgesetzt und dann mustergültig auf Guirassys Kopf geflankt hatte. 

    Nach dem Wechsel gelang es den Gästen nur kurzzeitig, das Spiel wieder etwas zu stabilisieren. Nach Guirassys zweitem Treffer gab es kein Halten mehr. Unter dem frenetischen Jubel der mehr als 80.000 Zuschauer legte der Goalgetter noch zwei weitere Tore nach. Nationalspieler Pascal Groß leistete bei drei der vier Treffer Guirassys die Vorarbeit und assistierte auch noch Beier zum Endstand.

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