Mutmaßlich Ultras des VfL Bochum haben in den vergangenen Wochen offenbar mehrfach BVB-Fans am Bochumer Hauptbahnhof aufgelauert.
Kaum eine Region lebt den Fußball so, wie das Ruhrgebiet. Das ist allgemein bekannt. Entsprechend lassen sich auch kaum echte Grenzen ziehen, in welcher Stadt wer Fan von welchem Verein ist.
Fans von Borussia Dortmund, Schalke 04, Rot-Weiss Essen oder des VfL Bochum gibt es nahezu in jeder Stadt. So wohnen auch in Bochum etliche Anhänger des BVB, die alle zwei Wochen mit der Bahn zu den Heimspielen reisen. Bei der Rückkehr nach Bochum lauerten ihnen nun zuletzt mutmaßlich Ultras des VfL auf.
Wie Augenzeugen dieser Redaktion gegenüber schilderten, sollen nach den BVB-Spielen gegen den VfB Stuttgart (8. Februar) und gegen Union Berlin (22. Februar) an den Auf- und Abgängen zu den Gleisen sowie im Bahnhofsbereich vereinzelte Gruppen gestanden haben, und gezielt nach BVB-Fans mit Fan-Utensilien Ausschau gehalten haben.
Augenzeugen berichten auch davon, dass sie gezielt von einzelnen Personen auf ihr Fandasein angesprochen worden seien.
Ultras des BVB und VfL Bochum verfeindet
Dies bestätigt die Bundespolizei-Inspektion Dortmund, die für den Bochumer Hauptbahnhof zuständig ist, auf Nachfrage. Demnach wurde bei einer Videoauswertung ermittelt, „dass sich am 22. Februar 2025 eine kleine Personengruppe im Hauptbahnhof Bochum aufhielt und augenscheinlich gezielt einfahrende Züge, in denen sich Fans des Vereins Borussia Dortmund befanden, in Augenschein nahmen.“ Strafrechtlich relevante Sachverhalte – wie etwa Raub von Fanutensilien oder Körperverletzung – wurden durch die Bundespolizei allerdings nicht ermittelt, auch gab es offenbar keine Anzeigen.
Die Ultra-Gruppierungen von Borussia Dortmund und des VfL Bochum gelten als sich nicht wohlgesonnen. In der Vergangenheit kam es bereits zu Zusammenstößen beider Fanlager. Immer wieder kommt es in Deutschland auch vor, dass Fanutensilien geraubt werden, die dann bei Fußballspielen gegen den jeweiligen Verein als vermeintliche Trophäen präsentiert werden. Offenbar waren die mutmaßlichen Ultras des VfL Bochum zuletzt am Bochumer Hauptbahnhof genau darauf aus.
Bochumer Hauptbahnhof gesperrt
In den kommenden Wochen dürften solche Vorfälle aber ausgeschlossen sein. Denn der Hauptbahnhof in Bochum wird am Freitagabend (28. Februar) bis zum 25. April für den Regional- und Fernverkehr aufgrund von Bauarbeiten gesperrt. Dann halten auch am Wochenende, wenn in der Bundesliga Spiele ausgetragen werden, vorerst keine Züge mehr in Bochum. Dennoch seien die örtlichen Bundespolizisten für etwaige Situationen sensibilisiert worden.
Philipp Hofmann stand in jedem Spiel für den VfL Bochum auf dem Platz. Vor dem Kellerduell gegen Hoffenheim vertraut er auf den Trend, der unter Dieter Hecking in die richtige Richtung zeigt.
23 Spiele hat Philipp Hofmann in dieser Saison für den VfL Bochum absolviert. Zwei Treffer und drei Vorlagen gelangen ihm in dieser Zeit. Am wichtigsten und schönsten war sicher das 1:0 gegen den FC St. Pauli, der VfL bekam durch diesen Dreier wieder neue Hoffnung im Abstiegskampf.
Gleichzeitig wurde der eingesprungene Hackentreffer zum Tor des Monats gewählt. Wir haben vor dem Heimspiel am Samstag (15:30 Uhr) gegen die TSG Hoffenheim mit Hofmann gesprochen.
Philipp Hofmann über…
… das Lob von Wolfsburgs Trainer Ralph Hasenhüttl: “Das hab ich gar nicht mitbekommen. Aber es freut mich natürlich. Er war damals mein Coach in Ingolstadt. Wir kennen und schätzen uns.”
… sein Tor des Monats gegen den FC St. Pauli, was gleichzeitig der Siegtreffer in diesem so wichtigen Kellerduell gewesen ist: “Das war eine tolle Sache, ich konnte das schon zum zweiten Mal gewinnen (2022 mit dem KSC, Anmerkung der Redaktion). Das gibt natürlich noch einen Push.”
… über seine Stürmerkollegen Myron Boadu und Georgios Masouras: “Wir ergänzen uns sehr gut, wir sind verschiedene Spielertypen. Daher sind wir für den Gegner schwieriger auszurechnen.”
… die letzten Leistungen in der Fremde, wo es immerhin zwei Remis in Kiel und Wolfsburg gab: “Wir sind unter Dieter Hecking einfach stabil geworden, das wollten wir auch auswärts zeigen. Auch hier geht die Tendenz nach oben.”
… das kommende Kellerduell gegen die TSG Hoffenheim: “Ein guter Gegner, der nicht dachte da unten zu sein. Wir wollen unangenehm spielen, damit kommt Hoffenheim nicht so gut klar. Mit einem Dreier können wir den Anschluss schaffen.”
… die Kulisse gegen die TSG: “Wir können uns immer auf die Fans verlassen. Da mache ich mir auch am Samstag überhaupt keine Sorgen.”
… der Kampf um den Klassenerhalt: “Wir haben es gezeigt, dass wir bereit sind, leidenschaftlich zu spielen. Das werden wir wieder packen und dann Schritt für Schritt unten rauskommen. Es klappt immer besser, was der Trainer uns vorgibt. Wichtig ist, dass die Basics immer da sind.” cb / gp
Am kommenden Samstag trifft Bochum auf Hoffenheim. Gegen den VfL Wolfsburg war für den VfL im letzten Spiel nur ein Unentschieden drin. Das letzte Ligaspiel endete für die TSG mit einem Teilerfolg.
1:1 hieß es am Ende gegen den VfB Stuttgart. Im Hinspiel strich die TSG 1899 Hoffenheim die volle Punktzahl ein und feierte einen 3:1-Erfolg über den VfL Bochum. Ein Fingerzeig für das Rückspiel?
Beleg für das durchwachsene Heimabschneiden von Bochum sind zwölf Punkte aus elf Spielen. Derzeit belegt die Heimmannschaft den ersten Abstiegsplatz. Wer den VfL als Gegner hat, kann sich auf eine harte Partie einstellen. Schon 49 Gelbe Karten kassierte die Mannschaft in dieser Saison. Im Angriff des VfL Bochum herrscht Flaute. Erst 22-mal brachte Bochum den Ball im gegnerischen Tor unter. Bisher verbuchte der VfL dreimal einen dreifachen Punktgewinn. Demgegenüber stehen sechs Unentschieden und 14 Niederlagen.
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Auf des Gegners Platz hat Hoffenheim noch Luft nach oben, was die Bilanz von erst zehn Zählern unterstreicht. Auf dem 16. Platz der Hinserie nahm man von den Gästen wenig Notiz. Der aktuell neunte Rang der Rückrundentabelle sorgt allerdings für Aufsehen. Die TSG findet sich aktuell in der unteren Tabellenhälfte wieder: Rang 14. Der aktuelle Ertrag der TSG 1899 Hoffenheim zusammengefasst: fünfmal die Maximalausbeute, sieben Unentschieden und elf Niederlagen.
Diese Begegnung lässt auf Tore hoffen, auch wenn beide Mannschaften vor allem durch Gegentreffer auffallen. So griff der VfL Bochum bisher 47-mal ins eigene Netz. Dagegen hatte Hoffenheim bisher 46-mal das Nachsehen in dieser Saison. Bochum wie auch die TSG haben in letzter Zeit wenig geglänzt, sodass beide aus den letzten fünf Partien jeweils nur einmal als Sieger vom Feld gingen.
Beide Mannschaften bewegen sich derzeit auf einem ähnlichen Spielniveau, sodass ein Favorit im Vorfeld kaum auszumachen ist.
Dieser Artikel wurde automatisch von unserem Partner Retresco anhand von Spieldaten erstellt.
Seinen Stammplatz beim VfL Bochum hat Anthony Losilla verloren, dennoch bleibt er ein wichtiger Spieler. Der 38-Jährige ist bald ein Top-Ten-Mann der Bundesliga-Historie.
Seine besondere Stellung, den immensen Wert, den Anthony Losilla für den VfL Bochum im Abstiegskampf hat Trainer Dieter Hecking unlängst deutlich erklärt. „Er hat eine Aura, eine Ausstrahlung. Er überträgt seinen Optimismus auf alle“, sagte er. „Er steht an der Seite von allen, spricht mit ihnen. Das ist das Klima, das wir brauchen.“
Seit 2014 spielt Losilla für den VfL Bochum, war immer gesetzt, in der 2. Liga, in der Bundesliga. Seinen Stammplatz hat er nun zwar verloren, weil Winterzugang Tom Krauß mit Matus Bero und Ibrahima Sissoko derzeit ein erstklassiges Zentrum bildet. Doch Losilla ist weiterhin auch als Spieler bereit, wenn er gefordert ist. So wechselte ihn Trainer Hecking beim Derby gegen den BVB ebenso kurz vor Schluss ein wie zuletzt in Wolfsburg (1:1).
Kurzeinsatz in Wolfsburg für Bochums Kapitän Losilla
An diesem 22. Februar war Losilla 38 Jahre und 349 Tage alt – und hat damit Lothar Matthäus eingeholt. Wie der kicker berichtet, liegt Losilla nun gleichauf mit dem deutschen Rekordnationalspieler in der Liste der ältesten Feldspieler der Bundesliga aller Zeiten. Beide rangieren auf Platz elf. Spielt Losilla das nächste Mal, zum Beispiel am Samstag gegen die TSG Hoffenheim, schiebt er sich an Matthäus vorbei.
Auch für die Top-Ten dieses Rankings fehlt ihm nicht mehr viel, am 10. März wird er 39 Jahre alt. Der aktuell älteste aktive Spieler der Liga würde bereits mit einem Einsatz beim FC Bayern am 8. März den derzeit zehntplatzierten Richard Kreß verdrängen. Kreß spielte für Eintracht Frankfurt letztmals im Jahr 1964 im Alter von 38 Jahren und 360 Tagen.
Platz acht ist in dieser Saison möglich für Anthony Losilla
Nürnbergs Club-Legende Max Morlock ist mit seinen 38 Jahren und 364 Tagen ebenso in Reichweite wie Günter Sebert von Waldhof Mannheim, der noch spielte als er 39 Jahre und 19 Tage alt war. Um über Platz acht hinauszukommen, müsste Losilla, dessen Vertrag im Sommer ausläuft, allerdings noch ein Jahr dranhängen, für eine Top-Fünf-Platzierung sogar zwei Spielzeiten.
Schalke-Legende Fichtel ist die klare Nummer eins
Auf Rang sieben ist Michael Tarnat platziert, er spielte für Hannover 96 noch mit 39 Jahren und 201 Tagen. Vor ihm liegen noch Morten Olsen (Köln), Makoto Hasebe (Frankfurt), Manfred Burgsmüller (Bremen), Miroslav Votava (Bremen), Claudio Pizarro (Bremen/41 Jahre und 268 Tage) und der unantastbare Klaus Fichtel. Der Schalker stand im Mai 1988 mit stolzen 43 Jahren und 184 Tagen auf dem Bundesliga-Feld.
Der VfL Bochum geht mit Rückenwind in den Keller-Kracher gegen die TSG 1899 Hoffenheim, wird aber voraussichtlich auf seinen besten Torjäger verzichten müssen.
Das 1:1 gegen den VfL Wolfsburg war für den VfL Bochum gleich der nächste Schritt in die richtige Richtung. Nach dem 2:0-Sieg gegen Borussia Dortmund der nächste Punktgewinn, auch wenn ein Dreier absolut möglich gewesen wäre.
Der soll und muss jetzt am Samstag, 1. März, 15:30 Uhr, gegen die TSG 1899 Hoffenheim folgen. Sollte der VfL an der Castroper Straße einen Heimsieg feiern, dann würde das Team von Trainer Dieter Hecking seinen Gegner wieder ganz tief in den Abstiegsschlamassel ziehen.
Voraussichtlich nicht mit dabei sein wird allerdings Stürmer Myron Boadu. Der Sieben-Tore-Mann ist zuletzt mit einer Oberschenkelverletzung ausgefallen. “Ich denke nicht, dass er schon soweit ist. Da werden wir kein Risiko eingehen. Er wird in dieser Woche aufgebaut. Zum Bayern-Spiel sollte es dann realistisch sein”, sagte Hecking.
Mit Georgios Masouras und Philipp Hofmann hat Hecking aber Optionen im Sturm. Auch Moritz Broschinski wäre ein Kandidat. Hofmann soll am Mittwoch ins Teamtraining einsteigen, Gerrit Holtmann und Felix Passlack am Donnerstag. Dementsprechend sollten alle am Wochenende zur Verfügung stehen.
Zum Gegner aus Sinsheim wollte Hecking gar nicht allzu viele Worte verlieren. Er habe sie in Bremen beobachtet, sagte er. Da hat er einen 3:1-Auswärtssieg gesehen. Ein Szenario, das die Bochumer unbedingt vermeiden wollen.
Von einer “brisanten Woche”, in der der VfL Bochum am Freitag gerichtlich zwei Punkte aus dem Union-Spiel gesprochen bekommen und einen Tag später gegen die Hoffenheimer drei weitere holen könnte, wollte Hecking nichts wissen.
“Was wir am Samstag auf den Platz bringen, ist das Einzige, was zählt. Können wir sie schlagen? Dann wären wir immer noch nicht gerettet. Dieser Fokus ist das Einzige, was mich interessiert”, stellte Hecking klar.
Dennoch lohnt sich ein Gedankenspiel. Mit fünf Punkten mehr wäre die TSG 1899 Hoffenheim nur noch zwei Zähler entfernt. Sollte der FC St. Pauli parallel sein Heimspiel gegen Borussia Dortmund verlieren, wären die Kiezkicker gar nur noch einen Punkt vor den Bochumern. Es ist also weiter alles drin. mit gp
Bochum. In einer neuen Talk-Folge „Inside VfL“ diskutieren unsere Reporter über das Remis des VfL Bochum in Wolfsburg, Hofmann, den Fall Drewes und Hoffenheim.
Der VfL Bochum liefert beim 1:1 beim VfL Wolfsburg die nächste gute Partie und steht vor einer weiteren Woche der Wahrheit. In der neuen Folge „Inside VfL – der Stadtwerke Bochum-Talk von WAZ und Radio Bochum“ werden der Fall Drewes, Philipp Hofmann und die Partie gegen die TSG Hoffenheim am kommenden Samstag (15.30 Uhr, Sky) thematisiert.
Moderatorin Annalena Fedtke diskutiert mit den VfL-Reportern Stefan Döring und Günther Pohl über die Bedeutung von Hofmann für die Mannschaft, warum der Punkt aus Wolfsburg ein gewonnener ist und ob Dieter Hecking früher wechseln müsste. Außerdem blicken die drei in einer neuen Talk-Folge auf das Spiel gegen Hoffenheim voraus – sowie die Gerichtsverhandlung im Fall Drewes.
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Hinter „Inside VfL – der Stadtwerke Bochum-Talk“ steckt ein Team aus Journalisten der WAZ und Radio Bochum. Ihr Job ist es, alles über den VfL zu wissen:
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Radio-Bochum-Reporter Günther Pohl hat allein seit 1990 mehr als 1000 VfL-Spiele gesehen und kommentiert und ist jeden Tag nah dran am Klub.
Annalena Fedtke von Radio Bochum ist eure Moderatorin von Inside VfL, von klein auf VfL Bochum-Fan und stolze Dauerkartenbesitzerin.
Nicole Dreisbach von Radio Bochum ist ebenso Moderatorin von Inside VfL
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Bayer Leverkusen kann die Reise nach Kiel genießen. Gastgeber Kiel hat wenig zu melden. Es ist nur eine Pflichtaufgabe. Am Mittellandkanal sieht es lange Zeit nach einem Triumph von Rückkehrer Hecking aus. Es reicht nicht. In Gladbach aber spielt sich das ganz große Drama des Spieltags ab.
Holstein Kiel – Bayer Leverkusen 0:2 (0:2)
Bayer Leverkusen hat seine Pflichtaufgabe im hohen Norden souverän gelöst. Der deutsche Meister gewann beim Bundesliga-Schlusslicht Holstein Kiel völlig verdient mit 2:0 (2:0) und verkürzte den Rückstand auf den Tabellenführer Bayern München zumindest bis Sonntagabend auf fünf Punkte.
Patrik Schick (9.) und Amine Adli (45.) trafen für die hoch überlegenen Leverkusener. Anders als im Hinspiel, als Holstein nach 0:2-Rückstand noch ein spektakuläres Comeback gelang (2:2), beherrschte Bayer das Geschehen am Samstagnachmittag über weite Strecken nach Belieben.
Während die Mannschaft von Meistercoach Xabi Alonso seit inzwischen 21 Ligaspielen nicht mehr verloren hat und vor dem Champions-League-Kracher Anfang März gegen die Bayern weiter Fahrt aufnimmt, wartet Kiel nunmehr seit sechs Spielen auf einen Dreier. Nach der 16. Saisonniederlage spitzt sich die Lage im Abstiegskampf weiter zu.
“Wir haben nicht vergessen, was wir in der Hinrunde nicht gut gemacht haben”, betonte Alonso vor der Partie – und ließ mit seinem Team Taten folgen. Leverkusen übernahm von Beginn an das Kommando, drückte die Kieler tief in deren eigene Hälfte und ließ ihnen kaum Ballbesitzphasen. Vor allem nach Standards wurde es immer wieder gefährlich.
Zwar baute Alonso sein Team gleich auf vier Positionen um im Vergleich zum Liga-Duell gegen die Bayern in der Vorwoche (0:0), einen Bruch bedeutete das aber keineswegs. Schon nach sechs Minuten und drei brandgefährlichen Eckstößen hätte Bayer eigentlich führen müssen – doch erst drosch Jonathan Tah das Leder aus zehn Metern volley drüber (4.), dann lenkte Kiels Schlussmann Timon Weiner Edmond Tapsobas abgefälschten Kopfball mit den Fingerspitzen über die Querlatte (5.), und schließlich wurde auch Schicks Versuch von Shuto Maschino gerade noch so von der Linie gekratzt (6.).
Kurze Zeit später rappelte es dann doch im Kieler Kasten. Eine punktgenaue Hereingabe von Adli, der sich über links gegen zwei Gegenspieler durchsetzte, drückte Schick ohne Mühe aus drei Metern über die Linie.
Und Holstein? War kaum zu sehen. Einzig als Magnus Knudsen Mitte der ersten Hälfte wie aus dem Nichts frei vor Matej Kovar auftauchte, blitzte so etwas wie Torgefahr auf. Leverkusens Keeper, der anstelle des Kapitäns Lukas Hradecky zwischen den Pfosten ran durfte, eilte jedoch schnell genug aus dem Strafraum und klärte. Und so war Adlis Treffer nach feiner Vorarbeit von Florian Wirtz, der per perfekt getimtem Steilpass servierte, kurz vor dem Pausenpfiff der passende Schlussakkord einer einseitigen ersten Halbzeit.
Wer dachte, Holstein würde in der zweiten Hälfte aufs Tempo drücken, sah sich erstmal getäuscht. Leverkusen bestimmte zunächst weiter das Tempo und den Rhythmus des Spiels. Zwar blieben die ganz großen Möglichkeiten nun aus, hinten ließ die Defensive um Abwehrchef Jonathan Tah aber weiterhin kaum etwas zu.
Borussia Mönchengladbach – FC Augsburg 0:3 (0:0)
Borussia Mönchengladbach hat in der Fußball-Bundesliga den Sprung auf einen Europacup-Platz verpasst. Die Mannschaft von Trainer Gerardo Seoane unterlag dem FC Augsburg in Unterzahl mit 0:3 (0:0), Matchwinner der Gäste war Alexis Claude-Maurice mit einem Hattrick. Für Gladbach war es die erste Pleite nach zuletzt vier Spielen ohne Niederlage.
Als Claude-Maurice (55., 61., 70.) für den ersten Bundesliga-Hattrick der Augsburger Vereinsgeschichte sorgte, waren die Gäste schon in Überzahl. Der Gladbacher Torhüter Jonas Omlin sah nach einer Notbremse die Rote Karte (29.). Omlin war erst durch die Verletzung von Moritz Nicolas ins Gladbacher Tor zurückgekehrt. De ehemalige Stammtorhüter der Borussen bleibt nach dem Rot-Drama vom Pech verfolgt, die Augsburger hingegen setzten ihre Erfolgsserie damit fort. Die Mannschaft von Trainer Jess Thorup ist seit sieben Liga-Spielen ungeschlagen und liegt nur noch drei Punkte hinter der Borussia.
Die Partie, die sieben Minuten später begann, da der Augsburger Mannschaftsbus im Stau steckte, blieb zu Beginn ohne Torchancen. Doch dann unterlief Omlin sein Missgeschick. Er wurde nach einer Notbremse an Fredrik Jensen mit Rot vom Platz geschickt. Seoane holte Kevin Stöger vom Feld und schickte Ersatztorwart Tobias Sippel zwischen die Pfosten. Dennoch kamen zehn Gladbacher zur gefährlichsten Chance der ersten Hälfte. Nacheinander scheiterten Kou Itakura, Joe Scally und Nico Elvedi an Torwart Finn Dahmen.
In der zweiten Hälfte wussten die Augsburger ihre Überzahl besser zu nutzen. Claude-Maurice bekam den Ball im Strafraum, reagierte schnell und spitzelte ihn ohne Probleme flach ins linke Eck. Nur sechs Minuten später erhöhte Claude-Maurice. Er zog von der Strafraumkante ab, Sippel sah nicht gut aus. Claude-Maurice avancierte mit seinem dritten Treffer dann endgültig zum Matchwinner.
VfL Wolfsburg – VfL Bochum 1:1 (0:0)
Der VfL Bochum hat im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga das Momentum genutzt und erneut gepunktet. Eine Woche nach dem Sieg gegen Borussia Dortmund erkämpfte sich das Team von Trainer Dieter Hecking beim VfL Wolfsburg ein 1:1 (0:0) und verbesserte sich vorerst auf den Relegationsplatz. Ein Eigentor von Ivan Ordets (82.) rettete Wolfsburg einen Punkt. Erhan Masovic (50.) hatte die Gäste in Führung gebracht. Bochum, das in der laufenden Saison auswärts noch nicht gewonnen hat, ist nun seit drei Spielen ungeschlagen. Der Rückstand auf den rettenden Rang 15 ist aber weiter sehr groß.
Die Wolfsburger um Coach Ralph Hasenhüttl, der vergeblich vor den Bochumer Standards gewarnt hatte, suchen im Rennen um das internationale Geschäft derweil die nötige Konstanz. Bereits Ende Januar hatten die Niedersachsen im Heimspiel gegen Holstein Kiel Punkte gegen einen Abstiegskandidaten liegen lassen und einen vermeintlichen Pflichtsieg verpasst. Auch mit Blick auf das DFB-Pokal-Viertelfinale bei RB Leipzig am kommenden Mittwoch war das Remis ein Dämpfer.
Drin der Fisch am Mittellandkanal.
(Foto: IMAGO/regios24)
Die Wolfsburger, die weiter ohne ihren verletzten Kapitän Maximilian Arnold auskommen mussten, übernahmen früh die Kontrolle und ließen Ball und Gegner laufen. Bochum störte das ruhige Aufbauspieler der Wölfe mit diversen kleinen Fouls, dennoch kamen die Gastgeber zu ersten Chancen. Insgesamt machte Wolfsburg aus der spielerischen Überlegenheit aber zu wenig, den Aktionen fehlten Tempo und Genauigkeit. Der anfängliche Schwung ging im Verlauf der zunehmend ausgeglichenen ersten Halbzeit verloren.
Einen Anteil an den mangelnden Chancen des Europapokal-Aspiranten hatte aber auch Bochum, das defensiv stabil stand, auf Konter lauerte und dabei fast erfolgreich gewesen wäre: Masouras (27.) zwang Wolfsburgs Torhüter Marius Müller aus kurzer Distanz per Kopf zu einer Großtat. Wenig später scheiterte Kapitän Philipp Hofmann (36.) nach einer Ecke.
Bochum witterte auch nach dem Seitenwechsel seine Chance, spielte mutig nach vorn – und wurde belohnt. Masovic hatte bei einer Ecke viel Platz und köpfte ungestört zur Führung, die Hofmann (53.) kurz darauf hätte erhöhen können. Wolfsburg wirkte geschockt, das Spiel der Gastgeber blieb fehlerbehaftet. Mohamed Amoura (64.) traf schließlich aus dem Nichts zum vermeintlichen Ausgleich. Der Treffer wurde nach Eingriff des VAR wegen eines Foulspiels aberkannt. Im Gegensatz zum für Bochum unglücklich Eigentor.
1. FSV Mainz – FC St. Pauli 2:0 (0:0)
Dank “Joker” Jae-sung Lee darf die Überraschungsmannschaft des FSV Mainz 05 mehr denn je vom Europacup träumen. Trotz ganz schwachen 60 Minuten gewannen die Rheinhessen am 23. Spieltag der Fußball-Bundesliga 2:0 (0:0) gegen Aufsteiger FC. St. Pauli. Der eingewechselte Südkoreaner Lee traf für den “Karnevalsverein” (67.). Paul Nebel sorgte in der Nachspielzeit nach Vorarbeit von Lee für den Endstand (90.+5). St Pauli verpasste einen wichtigen Punktgewinn im Kampf gegen den Abstieg.
Vorhang auf für Lee.
(Foto: IMAGO/Revierfoto)
“Das ist Neuland für mich”, sagte der gesperrte Pauli-Trainer Alexander Blessin kurz vor dem Anpfiff bei Sky: “Ich bin gespannt, wie ich es auf der Tribüne erleben werde.” Blessin wurde von seinem Assistenten Peter Nemeth an der Seitenlinie vertreten.
Die Mainzer hatten großes Glück, dass ihnen in ihren bunten Fastnachtstrikots nicht früh der Spaß verging. Die Hamburger erwischten den deutlich besseren Start in die Partie. Noah Weißhaupt traf in der 6. Minute den Pfosten, Johannes Eggestein vergab kurz darauf eine weitere Großchance (15.). Die Gastgeber um Nationalstürmer Jonathan Burkardt und Defensiv-Vorkämpfer Dominik Kohr in seinem 300. Bundesligaspiel hatten große Mühe mit den Kiezkickern. In der 21. Minute entschied Schiedsrichter Felix Zwayer zunächst auf Strafstoß für St. Pauli – der Unparteiische kassierte die Entscheidung aber zu Recht nach Videostudium wieder ein. Moritz Jenz hatte Elias Saad nicht gefoult.
Eine Führung der Hamburger, bei denen unter anderem Morgan Guilavogui, Connor Metcalfe und Simon Zoller fehlten, wäre nach einer halben Stunde verdient gewesen. Die Mainzer, die auf Abwehrchef Stefan Bell verzichten mussten, brachten kaum etwas zu Stande. Zu Beginn des zweiten Durchgangs holte sich Kohr seine zehnte Gelbe Karte der Saison ab. Er fehlt damit im kommenden Spiel bei RB Leipzig. Sportlich auffälliger blieb weiter St. Pauli. Die Vorstellung der harmlosen Mainzer war auch nach einer Stunde enttäuschend.
Insgesamt erreichte die Partie in dieser Phase kein Bundesliga-Niveau. Spielerisch ging bei beiden Teams so gut wie nichts, Kampf war Trumpf, von Burkardt kam kaum etwas. Das Tor von Lee fiel aus dem Nichts – unter gütiger Mithilfe von Pauli-Torwart Nikoloa Vasilj. Der Bosnier hielt einen harmlosen Distanzschuss von Nadiem Amiri nicht fest, Lee staubte ab.
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FAQ: Bayer Souverän, Bochum mit Pech: Borussia
Frage 1: Was bedeutet "Bayer souverän, Bochum mit Pech: Borussia"?
Antwort: Diese Phrase könnte sich auf ein Fußballspiel oder eine Saisonleistung beziehen, bei der Bayer Leverkusen souverän spielt, während der VfL Bochum weniger Glück hat, zeigt dabei Schwächen oder erleidet unglückliche Niederlagen. Borussia könnte sich auf Borussia Dortmund oder Borussia Mönchengladbach beziehen, was darauf hindeutet, dass deren Leistungen ebenfalls in Verbindung mit der Situation betrachtet werden.
Frage 2: Wie ist die aktuelle Form von Bayer Leverkusen?
Antwort: Bayer Leverkusen zeigt in der Regel starke Leistungen, insbesondere in der Bundesliga. In der laufenden Saison haben sie oft ihre Spiele gewonnen und stellen eine formidable Mannschaft dar.
Frage 3: Welche Probleme hat der VfL Bochum?
Antwort: Der VfL Bochum könnte Schwierigkeiten in der Defensive oder im Angriff haben, die sich durch Verletzungen, fehlendes Selbstvertrauen oder nicht optimale Spielergebnissen manifestieren. Diese Faktoren tragen häufig dazu bei, dass sie in Spielen das Nachsehen haben.
Frage 4: Wie schlägt sich Borussia Dortmund/Mönchengladbach in dieser Konstellation?
Antwort: Borussia Dortmund oder Borussia Mönchengladbach könnten in ähnlichen Szenarien betrachtet werden, je nachdem, wie sie gegen Bayer Leverkusen und Bochum performen. Ihre Leistungen können sowohl von ihrer eigenen Form als auch von der Form ihrer Gegner abhängig sein.
Frage 5: Gibt es spezifische Spieler, die in dieser Situation hervorzuheben sind?
Antwort: In der Regel sind Schlüsselspieler der Mannschaften entscheidend für den Ausgang der Spiele. Bei Bayer Leverkusen könnten Spieler wie Florian Wirtz oder Patrik Schick erwähnt werden, während Bochum möglicherweise auf Leistungen von Spielern wie Sebastian Polter angewiesen ist.
Frage 6: Wie wirken sich solche Spiele auf die Tabelle aus?
Antwort: Siege für Bayer Leverkusen könnten dazu führen, dass sie sich in der Tabellenführung festigen, während Niederlagen für Bochum deren Abstiegschancen erhöhen können. Gute Leistungen von Borussia-Vereinen können deren Platz in der oberen Tabellenhälfte sichern.
Frage 7: Wo kann ich die nächsten Spiele verfolgen?
Antwort: Informationen zu TV-Übertragungen, Livestreams oder Radiokommentaren zu den Spielen der Bundesliga sind in der Regel auf Sportwebseiten, in der offiziellen Bundesliga-App oder auf den Webseiten der jeweiligen Vereine zu finden.
Frage 8: Gibt es Prognosen für künftige Spiele?
Antwort: Prognosen hängen von zahlreichen Faktoren ab, darunter die aktuelle Form, Verletzungsstände und direkte Begegnungen in der Vergangenheit. Sportanalysten und Experten bieten oft ausführliche Vorhersagen und Analysen an.
Frage 9: Wie können die Mannschaften ihre Leistungen verbessern?
Antwort: Die Teams könnten durch gezieltes Training, strategische Anpassungen, externe Unterstützung wie Sportpsychologen oder auch durch Team-Building-Maßnahmen an ihren Leistungen arbeiten.
Diese FAQ soll einen Überblick über die jeweilige Situation der Mannschaften geben. Für detaillierte Informationen zu Spielen, Statistiken und Spielergebnissen empfiehlt sich ein Blick in die offiziellen Quellen oder Sport-Portale.
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