Die Partnerschaft gelte für sämtliche Teams des Werksklubs sowie die Leichathletikabteilung und soll Medienberichten zufolge eine Summe zwischen sechs und sieben Millionen Euro pro Saison in die Kassen spülen.
Bayer 04: Xhaka löscht Instagram-Bild
Der Deal, der den bisherigen Ausrüster Castore ablöst, hatte sich bereits angekündigt. Erst kürzlich hatte Mittelfeldspieler Granit Xhaka ein Bild aus einer Loge des Leverkusener Stadions auf Instagram gepostet, auf dem die Logos der Partner im Hintergrund zu sehen waren.
Xhaka löschte das Foto wenig später. Außerdem hatte Abwehrspieler Jeremie Frimpong im Januar einen Millionenvertrag als neues Marken-Gesicht von New Balance in Europa unterzeichnet.
Solche Verträge schließen Sportartikelhersteller bevorzugt mit Spielern ab, deren Klubs auch in ihren Produkten auflaufen.
Neben Frimpong und künftig auch Bayer spielen zudem der französische Champions-League-Achtelfinalist OSC Lille und der portugiesische Europa-League-Teilnehmer FC Porto in Trikots des US-Unternehmens.
Am Samstagabend empfängt der amtierende Deutsche Meister Bayer 04 Leverkusen den aktuellen Bundesliga-Spitzenreiter Bayern München. Wer gewinnt das Topspiel?
Am Samstag kommt es zum 92. Mal in der Bundesliga zum Duell Bayer Leverkusen gegen Bayern München.
IMAGO/Eibner
Mit acht Punkten Vorsprung reist der FC Bayern am Wochenende nach Leverkusen, im Topspiel am Samstagabend (18.30 Uhr, LIVE! bei kicker) will der Rekordmeister diesen Abstand auf seinen ärgsten Verfolger noch weiter vergrößern. Den Münchnern winkt ein wichtiger Schritt Richtung Meistertitel, sollte der FCB drei Punkte aus der BayArena entführen.
Das will der Titelverteidiger aus Leverkusen natürlich verhindern. Die Werkself hatte zum Start ins neue Jahr vier der ersten sechs Bundesliga-Spiele gewonnen, zuletzt aber beim torlosen Remis in Wolfsburg enttäuscht. Nun trifft das Team von Xabi Alonso auf einen Gegner, der die letzten fünf Pflichtspiele allesamt gewonnen hat.
Wer behält aber am Samstagabend in Leverkusen die Oberhand? Uns interessiert eure Vorhersage:
Lawrence Ennali tippt für Transfermarkt den 22. Spieltag der Bundesliga. Der 22-Jährige steht aktuell bei Houston Dynamo in der MLS unter Vertrag und erwartet im Top-Spiel zwischen Bayer Leverkusen und Bayern München eine torreiche Begegnung mit einem Sieg für den FCB. Damit würde das Team von Vincent Kompany den amtierenden Meister auf elf Punkte distanzieren und für eine erste Vorentscheidung im Titelkampf sorgen.
Im Abstiegskampf würde sich immer mehr ein Fünfkampf herauskristallisieren, sofern Ennali Recht behält. Denn seiner Meinung nach gewinnt nur Union Berlin – und das überraschend gegen Borussia Mönchengladbach, die zuletzt sieben von neun möglichen Punkten holte. Damit hätte die Mannschaft von Steffen Baumgart zwölf Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz und 14 auf den ersten direkten Abstiegsplatz.
St. Pauli und Heidenheim können in ihren Partien jeweils ein Unentschieden erkämpfen, so der ehemalige Hannoveraner. Zudem würde Holstein Kiel auswärts in Frankfurt unterliegen und Bochum zu Hause gegen den BVB. Auch die TSG Hoffenheim käme weiterhin nicht in Tritt und verliert bei Werder Bremen, das damit weiterhin gute Chancen auf die internationalen Wettbewerbe hätte, tippt Ennali.
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In der vergangenen Saison liefen Leroy Sane (l.) und die Bayern Leverkusen hinterher – jetzt ist es andersherum.
Foto: imago/Ulrich Wagner
Zwölf Monate können im Fußball eine Ewigkeit sein. Wenn Bayer Leverkusen am Samstagabend den FC Bayern empfängt, liegt das letzte Duell der beiden besten deutschen Fußballmannschaften in der BayArena genau 370 Tage zurück. Damals, am 21. Spieltag der Saison 2023/24, war es der Höhepunkt des Meisterschaftsrennens. Leverkusen ging als ungeschlagener Tabellenführer in die Partie. Und trotzdem gingen viele davon aus, dass der Rekordmeister das Überraschungsteam vom Rhein in die Schranken weisen würde.
Mit einem Sieg hätten die Bayern »Vizekusen« von Platz eins verdrängt und die natürliche Hackordnung in der Bundesliga wiederherstellen können. Es kam bekanntlich anders. Mit 3:0 watschte die Werkself die strauchelnden Bayern ab. Thomas Tuchels Taktikkniff mit einer Fünferkette ging komplett nach hinten los, und Bayern-Urgestein Thomas Müller gab nach der Niederlage neidisch zu: »Wir haben teilweise eine Verkopftheit in unserem Spiel. Wenn du da im Vergleich Leverkusen siehst: Da ist doch nicht jeder Schachzug geplant, wenn der Grimaldo rechts auftaucht, obwohl er Linksverteidiger ist. Die zocken einfach Fußball, die suchen Lösungen.« Nach dem Sieg hatte Bayer fünf Punkte Vorsprung auf den FC Bayern – am Ende der Saison waren es 18.
Ein Jahr nach der Vorentscheidung im letzten Meisterrennen reisen die Münchner wieder nach Leverkusen, diesmal am 22. Spieltag der Saison 2024/25 und unter komplett umgedrehtem Vorzeichen. Komfortable acht Punkte liegt der Rekordmeister bereits vor dem amtierenden Meister. Doch nicht nur in der Tabelle haben Bayern und Bayer die Rollen getauscht. Waren es in der vergangenen Saison noch die Leverkusener und ihr Trainer Xabi Alonso, die für ihre offensive Kreativität gefeiert wurden, sind es jetzt die Münchner, die im Angriffsspiel den Maßstab setzen.
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Unter Tuchel-Nachfolger Vincent Kompany spielt der FC Bayern wieder dominanten Ballbesitzfußball, wie es ihn in München zuletzt unter einem gewissen Pep Guardiola zu sehen gab. In Europas Topligen kommt aktuell nur der FC Barcelona an die 65 geschossenen Ligatore der Münchner heran – wobei Barça für seine 64 Treffer zwei Spiele mehr brauchte. So wie Leverkusen mit Xabi Alonso scheinen auch die Bayern mit Kompany ein großes Trainertalent gefunden zu haben. Ein Glücksfall, wenn man bedenkt, dass der 38-jährige Belgier nach diversen Absagen anderer namhafter Übungsleiter nur die F-Lösung der Bayern-Bosse war.
Während Kompanys Bayern vor allem mit ihrer offensiven Wucht punkten, hat Alonso Leverkusen in dieser Spielzeit insbesondere defensiv weiterentwickelt. Nach einer Flut von Gegentoren zum Saisonstart kann die Werkself inzwischen auch ohne Ball Spiele kontrollieren. Ein Ansatz, der sich insbesondere gegen starke Gegner auszahlen kann und auch schon Früchte getragen hat – etwa beim 1:0-Sieg gegen Inter Mailand in der Champions League oder bei den zwei Auswärtspartien der Leverkusener in dieser Saison in München. Sowohl beim 1:1 in der Hinrunde als auch beim 1:0-Auswärtssieg im DFB-Pokal-Achtelfinale waren die Bayern das dominante Team, hatten mehr Ballbesitz und Torschüsse, im Pokal sogar trotz einer 70-minütigen Unterzahl. Bayer agierte deutlich defensiver als beim furiosen 3:0-Erfolg vor einem Jahr und reiste trotzdem zweimal zufrieden nach Leverkusen zurück.
Vor dem Topspiel blieben die Bayern deswegen zurückhaltend, auch nach zuletzt sieben Bundesliga-Siegen in Folge. »Wir hatten in den letzten Spielen viele Probleme gegen Leverkusen. Wobei, wenn man die letzten beiden Spiele betrachtet, haben wir es kontrolliert, aber nicht so den Weg gefunden, ein Tor zu erzielen. Das müssen wir jetzt deutlich besser machen und trotzdem (…) nicht die Restverteidigung missachten«, erklärte Münchens Joshua Kimmich am Mittwoch nach dem 2:1-Sieg seiner Mannschaft im Hinspiel der Champions-League-Playoffs bei Celtic Glasgow.
Das Duell im Celtic Park war ein Paradebeispiel für die Stärken und Schwächen der Münchner. Eine Stunde lang spielten die Bayern die Schotten schwindelig und lagen verdient mit 2:0 in Führung. Aber als es darum ging, das Ergebnis kontrolliert nach Hause zu bringen, begann die Kompany-Elf zu wackeln, kassierte den Anschlusstreffer und musste am Ende sogar um den Sieg bangen. Diese defensive Stabilität in Spitzenspielen ist aktuell der Unterschied zwischen Bayern und Bayer. Hier sind die Leverkusener näher dran am Status eines absoluten Topteams.
Doch auch die Werkself hat noch ihre Probleme mit der eigenen Favoritenrolle. Zuletzt mühte sich Bayer in der Verlängerung mit viel Glück zu einem 3:2 im Pokal-Viertelfinale gegen den Lokalrivalen aus Köln. Beim Versuch, einigen Leistungsträgern danach etwas Erholung zu bieten, verkalkulierte sich Bayer-Coach Alonso mit seiner Rotation, sodass es am letzten Bundesliga-Spieltag nur zu einem 0:0 in Wolfsburg reichte. Am Samstag braucht Leverkusen deswegen unbedingt einen Sieg, um das Meisterschaftsrennen noch einmal spannend zu machen. Vielleicht kommt es deswegen sogar erneut zum Rollentausch, mit einer angriffslustigen Bayer-Elf und einem abwartenden Rekordmeister.