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  • Bayer erhöht den Druck auf Bayern – Gladbach erlebt

    Bayer erhöht den Druck auf Bayern – Gladbach erlebt


    Bundesliga

    Aktualisiert am 22.02.2025, 17:35 Uhr

    Eine Woche nach dem Spitzenspiel gegen Bayern holt Leverkusen einen souveränen Auswärtssieg. Gladbach verliert erst den Torwart – und kassiert dann einen Hattrick eines Augsburgers.

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    Der deutsche Meister Bayer Leverkusen hat den Druck auf Rekordmeister FC Bayern München erhöht und seine Pflichtaufgabe souverän gelöst. Das Team von Trainer Xabi Alonso gewann am 23. Spieltag der Fußball-Bundesliga souverän mit 2:0 (2:0) bei Holstein Kiel und rückt damit auf fünf Punkte an die Münchner heran. Bayern trifft am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN) im Topspiel auf den Tabellendritten Eintracht Frankfurt.

    Einen gebrauchten Tag erwischte Borussia Mönchengladbach. Die Elf vom Niederrhein verlor ihr Heimspiel gegen den FC Augsburg mit 0:3 (0:0) und verpasste nach dem Hattrick von Augsburgs Alexis Claude-Maurice den Sprung in die internationalen Ränge. Dort rangiert der FSV Mainz 05 nach einem 2:0 (0:0)-Erfolg gegen Aufsteiger FC St. Pauli. Der VfL Wolfsburg kam gegen den abstiegsbedrohten VfL Bochum daheim nicht über ein 1:1 (0:0) hinaus.

    Hattrick von Claude-Maurice

    Der Klassenunterschied zwischen Aufsteiger Kiel und Titelverteidiger Leverkusen war früh zu sehen. Schon vor der Halbzeit sorgten Patrik Schick (9. Minute) und der starke Amine Adli (45.) für klare Verhältnisse. Die Kieler, bei denen Magnus Knudsen trotz eines heftigen Fouls gegen Florian Wirtz von einem Platzverweis verschont blieb, stehen weiter auf dem letzten Tabellenplatz und sind damit in größter Abstiegsgefahr.

    Die Gladbacher erholten sich nicht vom frühen Platzverweis (28.) gegen Torhüter Jonas Omlin, der für eine Notbremse die Rote Karte sah. Bis zur Pause hielt das Team von Trainer Gerardo Seoane noch mit, doch dann erhöhte Augsburg den Druck. Claude-Maurice schaffte dann mit seinen drei Treffern (55./61./70.) einen Hattrick in kürzester Zeit.

    Mainz siegt dank Torwartfehler

    Bochum fehlten beim Gastspiel in Wolfsburg nur wenige Minuten zum ersten Auswärtssieg der Saison. Die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking kassierte erst spät den Ausgleich durch Mattias Svanberg (80.). Zuvor hatte Erhan Masovic (50.) die Gäste in Führung gebracht. Mit dem Remis zog Bochum auch vorläufig am 1. FC Heidenheim vorbei auf den Relegationsplatz.

    In einer wenig ereignisreichen Partie profitierten die Mainzer von einem Torwartfehler von Nikola Vasilj. Weil der Schlussmann der Hamburger einen Schuss von Nadiem Amiri abprallen ließ, konnte Jae-sung Lee (67.) das wichtige erste Tor für die 05er erzielen. Als St. Pauli alles nach vorne warf, vollendete Paul Nebel (90.+5) einen Konter zum 2:0-Endstand. (dpa/bearbeitet von fte)

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    FAQ: Bayer erhöht den Druck auf Bayern – Gladbach erlebt

    Frage 1: Was bedeutet es, dass Bayer den Druck auf Bayern erhöht?
    Antwort: Die Aussage deutet darauf hin, dass die Fußballmannschaft Bayer Leverkusen in der aktuellen Saison gute Leistungen zeigt und somit den Druck auf den FC Bayern München, der traditionell eine der stärksten Mannschaften in Deutschland ist, erhöht. Dies könnte sowohl die Spieler als auch die Trainer von Bayern unter Druck setzen, ihre Leistung zu steigern.

    Frage 2: Warum ist Borussia Mönchengladbach in diesem Zusammenhang wichtig?
    Antwort: Borussia Mönchengladbach spielt möglicherweise eine bedeutende Rolle in der aktuellen Bundesliga-Saison, entweder durch direkte Begegnungen mit Bayer Leverkusen oder Bayern München oder durch ihre eigenen Leistungen, die die Dynamik im Tabellenkampf beeinflussen.

    Frage 3: Welche Auswirkungen hat dieser Druck auf Bayern München?
    Antwort: Der erhöhte Druck kann dazu führen, dass sich die Leistung von Bayern München ändert, indem sie motivierter spielen, aber auch verletzungsanfälliger werden, wenn die Erwartungen schwer zu erfüllen sind. Auch die Medienberichterstattung und die Fans könnten vermehrt kritisch werden.

    Frage 4: Welche Faktoren tragen zum Druck auf Bayern München bei?
    Antwort: Faktoren könnten eine Serie von schlechten Ergebnissen, kritische Kommentare von Experten oder ehemaligen Spielern, die Leistung der unmittelbaren Verfolger wie Bayer Leverkusen oder Gladbach und die hohen Erwartungen der Fans sein.

    Frage 5: Wie reagieren die Spieler und Trainer auf den Druck?
    Antwort: Die Reaktionen können unterschiedlich sein. Einige Spieler und Trainer nutzen den Druck als Motivation, während andere sich möglicherweise frustriert fühlen. Es hängt oft von der individuellen Psyche der Spieler und der Teamdynamik ab.

    Frage 6: Was könnte für Bayer Leverkusen entscheidend sein, um den Druck aufrechtzuerhalten?
    Antwort: Beständige Leistungen, Siege in wichtigen Spielen, eine starke Teamchemie und die Fähigkeit, sich von Rückschlägen zu erholen, sind entscheidend. Auch die Unterstützung von Fans und eine gute Trainingsvorbereitung spielen eine Rolle.

    Frage 7: Wie geht es Borussia Mönchengladbach in dieser Situation?
    Antwort: Gladbach könnte in einer Position sein, um von den Spannungen zwischen Bayern und Bayer Leverkusen zu profitieren, insbesondere wenn sie selbst starke Leistungen zeigen und wichtige Punkte sammeln. Ihre Rolle könnte entscheidend sein, sowohl im Kampf um die oberen Tabellenplätze als auch bei direkten Begegnungen gegen diese Teams.

    Frage 8: Welche Spiele sind besonders entscheidend in diesem Kontext?
    Antwort: Die direkten Duelle zwischen Bayer Leverkusen, Bayern München und Borussia Mönchengladbach sind oft entscheidend, da sie direkte Auswirkungen auf den Verlauf der Bundesliga-Tabelle und die Position der Teams haben.

    Frage 9: Wo kann ich weitere Informationen zu diesem Thema finden?
    Antwort: Weitere Informationen finden Sie auf Sportnachrichtenseiten, offiziellen Club-Websites, Social-Media-Kanälen der Vereine sowie in Sportmagazinen und Fernsehsendungen, die sich mit der Bundesliga beschäftigen.

    Fazit

    Insgesamt spiegelt die Berichterstattung über den Druck auf Bayern München und die Rolle von Bayer Leverkusen und Gladbach die spannenden und dynamischen Entwicklungen in der Bundesliga wider.

  • VfL Wolfsburg: Chelsea nimmt Kontakt zu Kofi Amoako auf

    VfL Wolfsburg: Chelsea nimmt Kontakt zu Kofi Amoako auf


    Derzeit an Osnabrück verliehen 

    VfL Wolfsburg: Chelsea nimmt Kontakt zu Kofi Amoako auf

    ©IMAGO

    Im Sommer verlieh der VfL Wolfsburg Mittelfeldtalent Kofi Amoako an den VfL Osnabrück, um ihm in der 3. Liga mehr Spielzeit zu ermöglichen. Der Plan ging auf und der 19 Jahre alte Junioren-Nationalspieler hat sich zu einer festen Stütze des Teams entwickelt, das unter Trainer Marco Antwerpen derzeit zu den formstärksten im deutschen Profifußball gehört. Tatsächlich sorgten die Leistungen sogar dafür, dass internationale Top-Klubs genau hinschauen.

    Gerücht
    Kofi Amoako K. Amoako VfL Wolfsburg
    Defensives Mittelfeld
    VfL Wolfsburg VfL Wolfsburg ? FC Chelsea FC Chelsea
    Bundesliga Premier League

    Einem Bericht der „Bild“ zufolge hat sich der FC Chelsea bei der Spielerseite erkundigt und Amoako ein konkretes Konzept für die Zukunft vorgelegt. Teil dieses Plans sei es, den Spieler fest zu verpflichten und sofort weiter an den Partnerklub RC Straßburg Alsace nach Frankreich zu verleihen. Seit Sommer 2023 gingen mit Djordje Petrovic (25), Andrey Santos (20), Ângelo (20) und Caleb Wiley (20) bereits vier andere Talente den Weg aus England nach Frankreich.

    Ob Amoako im kommenden Sommer überhaupt einen Wechsel anstrebt, ist offen. Ein längerer Verbleib in Osnabrück, die vor dem Spiel gegen Waldhof Mannheim am Sonntag 17 Punkte aus den letzten sieben Ligaspielen geholt hatten, erscheint derzeit unwahrscheinlich. In Wolfsburg ist der Vertrag des gebürtigen Hannoveraners noch bis 2026 gültig. Eine Verlängerung ist dem Bericht zufolge nur dann vorstellbar, wenn die Chancen auf Einsätze in der kommenden Saison gegeben sind.

    In der vergangenen Spielzeit hatte Amoako zwei Kurzeinsätze über je eine Minute in der Bundesliga erhalten. Trainer war damals noch Niko Kovac, nach dem Wechsel auf Ralph Hasenhüttl im März 2024 reichte es nur noch zu zwei Nominierungen für den Kader. Interesse am zentralen Mittelfeldspieler soll neben Chelsea auch Standard Lüttich haben.



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  • Modrić-Hammer bringt Real Madrid auf Kurs

    Modrić-Hammer bringt Real Madrid auf Kurs


    Luka Modric Real Madrid Girona
    Sehenswert! Luka Modrić ließ das Bernabéu staunen – Foto: Angel Martinez/Getty Images

    Real Madrid bleibt punktgleich mit Barça

    MADRID. Es musste ein Sieg her – weil dieser in LaLiga zuletzt satte dreimal in Folge jeweils nicht herausgesprungen war, weil beide Konkurrenten an diesem 25. Spieltag am Samstag vorgelegt hatten. Und Real Madrid hat ihn eingefahren. Nach der erfolgreich abgeschlossenen Playoff-Phase in der Champions League sind die Königlichen nun auch in der Primera División in die Spur zurückgekehrt. Sie wurden ihrer Favoritenrolle am Sonntag gegen den FC Girona gerecht, fuhren ein 2:0 ein.

    Vor 74.028 Zuschauern sorgte ein Geschoss von Luka Modrić in einem Geduldsspiel kurz vor der Pause (41.) für die erlösende Führung. In der Schlussphase erhöhte Vinícius Júnior (83.), womit er in der Meisterschaft erstmals überhaupt seit dem 9. November ein Tor markierte.

    Das weiße Ballett hatte das Heft des Handelns beim Stand von 0:0 zu jeder Zeit in der Hand, gleichzeitig gegen sehr defensiv gestaffelte Katalanen allerdings Schwierigkeiten, ernsthafte Gefahrensituationen zu kreieren und nennenswert zum Abschluss zu kommen. Durch den Treffer mehrten sich Abschlüsse, weil das Team von Míchel offensiver wurde. Girona war mit vier Niederlagen aus den letzten fünf Spielen in die spanische Hauptstadt angereist, befindet sich nach den Meisterschaftsambitionen in der vergangenen Saison als Elfter nun im Mittelfeld der Tabelle.

    Carlo Ancelottis Starensemble (54) bleibt in der Tabelle auf dem zweiten Platz – einen Zähler vor Atlético (53) und punktgleich mit dem FC Barcelona (54), der wegen des besseren Torverhältnisses die Spitze besetzt. Sind zwei Mannschaften gleichauf, zählt als erstes eigentlich der direkte Vergleich – jedoch erst nach dem Rückspiel untereinander. In LaLiga geht es für die Blancos am Samstag bei Real Betis weiter (18:30 Uhr), zuvor gastieren sie zum Hinspiel des Copa-del-Rey-Halbfinals bei Real Sociedad (Mittwoch, 21:30 Uhr).

    Real Madrid: Die Aufstellung gegen Girona

    Einen Monat nach seinem Comeback und 14 Monate nach seinem letzten Startelf-Einsatz wirkte David Alaba erstmals wieder von Anfang an mit. Das hatte er zuletzt am 17. Dezember 2023 getan – dem Tag seines Kreuzbandrisses im linken Knie. Dadurch erhielt Antonio Rüdiger eine Pause, ebenso wie Federico Valverde, für den der ebenfalls unlängst genesene Lucas Vázquez hinten rechts agierte.

    Anstelle von Daniel Ceballos durfte Luka Modrić ran, nicht etwa Eduardo Camavinga. Brahim Díaz ersetzte den gesperrten Jude Bellingham, die Blancos agierten taktisch in einem 4-4-2. Zur zweiten Halbzeit gab es einen Tausch: Rodrygo Goes ging von der linken auf die rechte Seite, Brahim vom rechten Flügel auf den linken.

    • So spielte Real Madrid: Courtois – Vázquez, Asencio, Alaba (73. Camavinga), Mendy – Brahim (73. Ceballos), Tchouaméni, Modrić (86. Rüdiger), Rodrygo – Mbappé, Vinícius (90. Endrick).
    David Alaba Real Madrid
    David Alaba ist bei Real Madrid endgültig zurück – Foto: Angel Martinez/Getty Images

    Highlights des Spiels: Modrić packt den Hammer aus

    • 6. Minute – Mbappé mit der Spitze: Nach einem zuvor ordentlichen Abschluss der Gäste verzeichnet Real seine erste Chance. Vinícius Júnior legt im Strafraum mit der Sohle ab auf Kylian Mbappé, dem der Ball bei einer Annahme etwas zu weit nach vorn springt. Er kommt immerhin noch mit der Fußspitze zum Abschluss, Paulo Gazzaniga pariert.
    • 21. Minute – Schnelles Umschalten: Da war mehr drin! Nach einer geklärten Girona-Ecke schalten die Blancos schnell um. Rodrygo schickt Vinícius auf die Reise, der im Sechzehner dann jedoch noch einen Haken schlägt und nicht den mitlaufenden Mbappé auf Höhe des zweiten Pfostens bedient. Der Brasilianer verliert den Ball.
    • 30. Minute – Real kontert: Thibaut Courtois pariert! Girona kommt halblinks im Real-Strafraum in Person von Donny van de Beek zu seiner besten Chance. Der Niederländer platziert seinen Schuss jedoch nicht platziert genug, sodass der belgische Keeper abwehren kann. Dann geht es schnell! Real kontert aus der eigenen Hälfte heraus, Vinícius nimmt Tempo auf. Es sieht so aus, als würde der Brasilianer selbst abschließen, doch im Strafraum legt er quer auf den mitlaufenden Mbappé. Nur: Sein Zuspiel gerät etwas zu kurz, weshalb Ladislav Krejci klären kann, bevor der Franzose zum Abschluss kommt.
    • 41. Minute – Modrić zum 1:0: Da ist der erlösende Treffer! Und was für einer! Eine von Rodrygo getretene Ecke wird von Girona zunächst aus dem Gefahrenbereich geköpft – allerdings direkt vor die Füße von Modrić. Der Kroate nimmt per Brust an, hämmert das runde Leder dann aufs Tor und bringt es im rechten Eck unter. Ein Traumtor des 39-Jährigen zentral aus 24,4 Metern.
    Luka Modric Real Madrid
    Modrić brachte Real Madrid auf Kurs – Foto: Angel Martinez/Getty Images

    Highlights des Spiels: Vinícius erhöht

    • 52. Minute – Vázquez knapp daneben: Die erste gute Gelegenheiten hat dem Wiederanpfiff hat Vázquez. Der Rechtsverteidiger probiert es halbrechts aus der zweiten Reihe, sein Schuss geht knapp am linken Pfosten vorbei.
    • 58. Minute – Vinícius an die Latte: Aluminium! Vinícius zieht von der linken Seite nach innen, schließt kurz vor dem Strafraum mit dem rechten Fuß ab – Latte!
    • 74. Minute – Vinícius scheitert erneut: Wieder Vinícius, wieder zieht er von links nach innen – diesmal aus näherer Position im Strafraum. Aus etwa zehn Metern schießt er drüber. Real will hier unbedingt das 2:0, kann sich mit dem nur einen Treffer nämlich nicht in Sicherheit wiegen.
    • 80. Minute – Mbappé vergibt: Großchance Mbappé! Der Franzose pflückt einen hohen Ball von Modrić perfekt herunter, zielt dann im Strafraum aber zu zentral. Gazzaniga wehrt ab.
    • 83. Minute – Vinícius zum 2:0: Da ist die Entscheidung! Vinícius beendet seine Torflaute in der Liga, macht das 2:0. Mbappé steckt das runde Ledera auf der linken Seite in den Strafraum durch, die Nummer 7 verwandelt dann mit der Fußspitze.
    Brahim Díaz Real Madrid Girona
    Brahim vertrat Bellingham – Foto: Angel Martinez/Getty Images

    Real Madrid – FC Girona: Wichtigste Daten

    • Tore: 2:0
    • Schüsse gesamt: 21:6
    • Torschüsse: 4:2
    • Schüsse neben das Tor: 12:2
    • Geblockte Schüsse: 5:2
    • Ballbesitz in Prozent: 63:37
    • Fouls: 1:7
    • Gelbe Karten: 0:2
    • Rote Karten: 0:0

    

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  • Bayer 04 Leverkusen: „Wollen Bayern bis zum Ende auf

    Bayer 04 Leverkusen: „Wollen Bayern bis zum Ende auf


    Alonso wünscht sich mehr Schutz 

    Bayer 04 Leverkusen: „Wollen Bayern bis zum Ende auf den Sack gehen“

    ©IMAGO

    Inmitten von Rekorden, Debatten um Schutz von Spielern und bevorstehenden Highlight-Wochen vergaß Gentleman Xabi Alonso für einen Moment die Gepflogenheiten. Als die Pressekonferenz nach dem Bundesligaspiel bei Holstein Kiel beendet war, stürmte der Trainer von Bayer Leverkusen vom Podium und ließ seinen Kollegen Marcel Rapp verdutzt zurück. Alonso wäre aber nicht Alonso gewesen, wenn er seinen Fauxpas nicht bemerkt hätte, zurückkehrte und sich doch noch von Rapp formvollendet verabschiedete. Alonsos schneller Abgang wirkte, als habe er das souveräne 2:0 beim Tabellenletzten ebenso schnell abgehakt. „Dieser Sieg war wichtig nach zwei Unentschieden in Leipzig und in Wolfsburg. Wir wollten wieder das Gefühl haben, auswärts zu gewinnen“, sagte er.

    Jetzt über die Marktwerte der Bundesliga diskutieren.

    Das hatten er und sein Team in der Vergangenheit oft genug. Die Bestmarke von 28 Auswärtsspielen ohne Niederlage war für den Spanier dennoch eher eine Randnotiz, auch das rüde Foul an Bayer-Star Florian Wirtz und die anschließende Diskussion, wie Top-Spieler besser geschützt werden können, regten den 43-Jährigen nicht auf. Alonso und die Spieler des deutschen Meisters schauen eher auf die nahe Zukunft, auf das Titel-Duell mit Bayern München und die Achtelfinale-Spiele in der Champions League gegen den Rivalen aus dem Süden. „Wir wollen den Bayern bis zum Ende auf den Sack gehen“, sagte Mittelfeldspieler Robert Andrich im ZDF– auch wenn er einräumte, dass der Rückstand kaum aufzuholen sei. Spannender sind da die beiden anstehenden Champions-League-Gipfel.

    „Ich denke, in beiden Spielen ist sehr viel Feuer drin. Ich denke, kurz vor den Spielen wird noch etwas mehr Feuer hereingebracht“, sagte der Nationalspieler bei „Sky“. Auf die Frage, ob Bayer Favorit sei, antwortete er mit einem Lächeln: „Ich gebe mal an Bayern ab.“ Dass die Leverkusener für das Bundesliga-Topspiel am Samstag (18.30 Uhr) bei Eintracht Frankfurt und den anschließenden Königsklassen-Duellen mit den Bayern mit ihrem Ausnahmespieler Florian Wirtz planen können, war nicht selbstverständlich.  Das Foul von Kiels Magnus Knudsen gegen den Nationalspieler hatte die Bestmarke der Leverkusener von 28 Auswärtsspielen ohne Niederlage beinahe in den Hintergrund gerückt. „Das Spiel war okay. Es gab Fair Play“, gab sich Alonso moderat. „Okay, vielleicht bis auf die eine Aktion“, räumte er ein.

    Bayer Leverkusen: Knudsen-Foul an Wirtz sorgt für Diskussionen

    Mit Fair Play hatte „die eine Aktion“ in der zwölften Minute in der Tat nichts zu tun: Knudsen trat völlig sinnfrei Wirtz übel gegen den Knöchel. Knudsen fand seine Aktion allerdings völlig im Rahmen. „Es war ein normales Tackling und nichts weiter“, meinte er. Am Ende hatten beide Spieler Glück: Knudsen, weil er von Schiedsrichter Daniel Schlager nur die Gelbe Karte statt der vertretbaren Roten Karte gesehen hatte. Und Wirtz, weil er durch den Tritt nicht verletzt wurde. Das Foul ließ die Diskussion wieder aufleben, ob gerade Top-Spieler besser geschützt werden müssen. „Für mich ist es Rot“, regte sich „Sky“-Experte Dietmar Hamann im Studio auf. „Ich wünsche mir mehr Schutz, nicht nur für Flo, sondern für alle Spieler“, meinte Alonso. 

    „Ich finde, es muss ein gutes Zwischenmaß geben“, sagte Wirtz’ Teamkollege Andrich. Natürlich wisse man, „dass Flo brutal gut ist im Eins-gegen-Eins und brutal gut auch im Zwei-gegen-Eins oder Drei-gegen-Eins und dass die Gegner häufig sich halt nur mit einem Foul zu helfen wissen.“ Bei „Sky“ sagte er, Wirtz spiele auch ein bisschen mit dem Feuer, „weil er weiß, dass er brutal gut“. Er denke schon, wenn man auf den Körper geht, „dann muss man als Schiedsrichter ihn schützen“, sagte Andrich. Er ist sich aber sicher: „Flo kann sich auch ganz gut wehren.“

    Und dann war da noch der Auswärtsrekord. „Was bedeutet das? Wir haben eine Top-Top-Mentalität entwickelt“, erklärte Alonso zu der Bestmarke für ihn und den Verein. „Den Rekord zu haben, ist nicht das Wichtigste und wir bekommen keine Medaille für diesen Rekord, aber er bedeutet, dass wir sehr effizient und sehr stabil sind.“ Die letzte Niederlage in der Fremde erlebten Alonso und seine Spieler am 34. Spieltag der Saison 2022/23 beim 0:3 beim VfL Bochum. Seitdem kassierten die Leverkusener insgesamt nur einen Misserfolg in der Bundesliga: das 2:3 gegen RB Leipzig am 31. August – in der Heimat.



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  • Auf jeden Schritt nach vorn folgen zwei zurück

    Auf jeden Schritt nach vorn folgen zwei zurück


    Ein paar Minuten Nachspielzeit hätte man durchaus erwarten können, als sich das Spiel am Samstagabend in Dortmund dem Ende zuneigte. Allein für Ein- und Auswechslungen war die zweite Hälfte doch sechs Mal unterbrochen worden.

    Doch nicht einmal zehn Sekunden nach dem Ablauf der regulären Spielzeit griff Schiedsrichter Bastian Dankert schon zur Pfeife. Ein Schlusspfiff als Akt der Gnade.

    In den 15 Minuten zuvor war der 1. FC Union schließlich zum Opfer einer öffentlichen Demütigung geworden. Oder war das schon eine Selbstgeißelung? In einer knappen Viertelstunde kassierten die Berliner jedenfalls vier Tore und damit letztlich ein 0:6 bei Borussia Dortmund.

    Die letzte Viertelstunde kann ich auf Anhieb auch nicht erklären. Bis dahin war es ein normales Spiel und ein normales Ergebnis. Die letzten drei Tore muss ich auch erst mal sacken lassen.

    Unions Trainer Steffen Baumgart nach dem 0:6 in Dortmund

    Es war die höchste Bundesliga-Niederlage der Vereinsgeschichte und vor allem ein verheerendes Zeichen im Abstiegskampf.

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    „Dass das nicht passieren darf, kann sich jeder vorstellen“, sagte ein sichtlich geschockter Steffen Baumgart auf der Pressekonferenz nach dem Spiel. „Die letzte Viertelstunde kann ich auf Anhieb auch nicht erklären. Bis dahin war es ein normales Spiel und ein normales Ergebnis. Die letzten drei Tore muss ich auch erst mal sacken lassen.“

    Selbst das war aber noch ein ziemlich wohlwollendes Fazit. Union war zwar gut in beide Halbzeiten gestartet, doch schon vor dem Einbruch in der Schlussphase war die Leistung alles andere als überzeugend. Vorne zahnlos, hinten wackelig: Das in dieser Saison allzu bekannte Muster war wieder deutlich zu erkennen. Hinzu kam erneut das Gefühl, dass Union unter Baumgart nach jedem Schritt nach vorne immer gleich zwei zurück macht.

    Warum das so ist, bleibt die Frage. Und wieder wird bei der Analyse über altbekannte Probleme geredet werden: die ungewohnte Viererkette und den fehlenden Mut vor dem Tor.

    Als Erklärung reicht das allein aber nicht aus, denn es ist nicht so, als hätte Baumgart keine Antworten darauf. Im Angriff ist Union unter dem neuen Trainer tatsächlich schon besser geworden. Und in der Abwehr hat er sich auch pragmatisch genug gezeigt, um gelegentlich zurück auf die Dreierkette umzustellen.

    Gegen Dortmund schien das Problem eher mental zu sein. Nach vorne traute sich die Mannschaft wenig zu, und wenn, dann fehlte die Präzision. Hinten fiel man nach dem dritten Tor komplett auseinander. Das Selbstvertrauen, das die Mannschaft vor zwei Wochen mit dem 4:0 gegen Hoffenheim getankt hatte, ist inzwischen komplett verschwunden.

    Es bringt nichts, wie Rumpelstilzchen durch die Gegend zu laufen.

    Unions Trainer Steffen Baumgart nahm seine Spieler nach dem 0:6 beim BVB in Schutz.

    Insofern war es vielleicht auch verständlich, dass sich Baumgart vor seine Spieler stellte und die Leistung nicht komplett schlechtreden wollte. Wer so verliert, braucht eben keine weitere Rüge. „Ich bin nicht der Typ, der draufhaut oder irgendwelche wilden Sachen macht. Es bringt nichts, wie Rumpelstilzchen durch die Gegend zu laufen“, sagte der Trainer. „Die Mannschaft hat aus meiner Sicht bis auf das heutige Spiel vieles richtig gemacht: Wir sind auf dem richtigen Weg und den haben wir nicht verlassen.“

    Die Niederlage werde man nun in Ruhe analysieren und sich auf das nächste wichtige Spiel gegen Holstein Kiel vorbereiten. Ein Spiel, das richtungsweisend für den Rest der Saison werden könnte. In Dortmund konnte man – gerade auch mit Blick auf die jüngere Geschichte – nicht unbedingt mit Punkten rechnen. Gegen Kiel hingegen ist ein Sieg Pflicht.

    Bis auf das Spiel in Hoffenheim hat Union die letzten direkten Duelle gegen andere Abstiegskandidaten allesamt verloren: Auch deswegen befinden sich die Berliner überhaupt noch in Abstiegsgefahr. Ein weiterer Ausrutscher am kommenden Sonntag würde die Sogkraft der unteren drei Plätze nur noch verstärken.

    Noch ist der Vorsprung auf den Relegationsplatz komfortabel. Damit das weiter so bleibt, muss es allerdings eine schnelle Antwort auf den Albtraum in Dortmund geben. Denn wie Lothar Matthäus schon vor dem Schlusspfiff am Sky-Mikrofon gnadenlos zusammengefasst hatte, war diese Leistung von Union „nicht bundesligareif“.



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  • Als Sané-Nachfolger? Bayern sind heiß auf

    Als Sané-Nachfolger? Bayern sind heiß auf



    Als Sané-Nachfolger? Bayern sind heiß auf Premier-League-Star





















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