Wolfsburgs Weg nach Berlin führt über Leipzig. Im DFB-Pokal-Viertelfinale tritt der VfL am Mittwoch beim zuletzt schwächelnden Bundesliga-Konkurrenten aus Sachsen an – und will laut Trainer Ralph Hasenhüttl für eine Überraschung sorgen.
“Der Respekt ist absolut groß vor diesem Gegner, weil sie sehr viele gute Spieler in ihren Reihen haben”, sagte Hasenhüttl vor dem Auswärtsspiel am Mittwoch (20.45 Uhr, im NDR Livecenter). “Wir müssen unser Herz in die Hand nehmen, wieder mit Überzeugung auftreten. Dann ist die Chance auch da, vielleicht eine Sensation zu schaffen.”
RB-Coach Rose: “Wolfsburg hat sich sehr gut entwickelt”
Die Leipziger sind nach zuletzt fünf Unentschieden aus den vergangenen sechs Ligaspielen in der Tabelle auf Rang sechs abgerutscht. “Wir spielen im Moment nicht die Sterne vom Himmel, das muss man ehrlich sagen”, erklärte RB-Coach Marco Rose, für den es im Falle einer Niederlage eng werden könnte, und lobte die Niedersachsen. “Wolfsburg hat sich sehr gut und stabil entwickelt. Es ist schwer, gegen sie Tore zu schießen und Chancen zu bekommen.”
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Die Spielpaarungen und Ergebnisse im DFB-Pokal der Saison 2024/2025 im Überblick.
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Für Hasenhüttl liegt die Favoritenrolle trotzdem klar bei den Sachsen. Die Leipziger seien “zu Hause immer eine Macht und wenn man da was holen will, muss man ein Topspiel machen”, so der Österreicher, der von 2016 bis 2018 bei RB an der Seitenlinie gestanden hatte.
“Jeder Trainer” will nach Berlin
Der 57-Jährige will Wolfsburg zum zweiten Pokalsieg nach 2015 führen. Das Finale am 24. Mai im Berliner Olympiastadion sei “das interessanteste Spiel, das in Deutschland gespielt wird. Dementsprechend will da jeder Trainer hin”, so Hasenhüttl: “Unser Gegner hat es schon zweimal gewonnen, war viermal im Finale. Wolfsburg hat es ja auch schon einmal geschafft. Es ist etwas, was auf unserer Prioritätenliste ganz oben steht.”
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Der VfL trifft heute in der zweiten Pokalrunde auf Dortmund. 2015 gewannen die “Wölfe” im Finale gegen den BVB. Maximilian Arnold war dabei – und erinnert sich.
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Arnold, Grabara und auch Nmecha fehlen
Der VfL-Trainer muss allerdings ohne seinen Kapitän Maximilian Arnold (Knieverletzung) und Torwart Kamil Grabara (Oberschenkelverletzung) auskommen. Auch Lukas Nmecha wird fehlen. Der Angreifer hat erneut Probleme mit seinen Adduktoren, teilte Hasenhüttl mit und haderte mit dem anhaltenden Verletzungspech seines Schützlings. Ein Spieler, der nicht ein, zwei Wochen trainiere und fit bleibe, sei “schwer integrierbar. Aber wir müssen einfach da dranbleiben.”
Werder ist in diesem Jahr erst ein Sieg gelungen. Trainer Ole Werner geht dennoch angriffslustig ins heutige DFB-Pokal-Viertelfinale bei Drittligist Arminia Bielefeld.
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Im Fokus: VfL Wolfsburg in der Saison 2024/2025 der Bundesliga. Erhalten Sie einen Überblick über die aktuellen Fußball-Ergebnisse und Statistiken. Wo steht der VfL Wolfsburg gerade in der Tabelle und gegen wen wird das Team als nächstes antreten?
Insgesamt 23 Spiele hat der VfL Wolfsburg bislang in der Saison 2024/2025 absolviert und dabei 34 Punkte eingefahren. Derzeit rangiert das Team auf dem 8. Tabellenplatz.
Ergebnisse der letzten 5 Spiele von VfL Wolfsburg in der Saison 2024/2025
1 Sieg (0 Heimsiege und 1 Auswärtssieg) und 4 Unentschieden – das ist die Bilanz der letzten fünf Spiele für den VfL Wolfsburg in der Bundesliga.
Datum
Heim
Gast
Ergebnis
22.02.2025
VfL Wolfsburg
VfL Bochum
1:1
15.02.2025
VfB Stuttgart
VfL Wolfsburg
1:2
08.02.2025
VfL Wolfsburg
Bayer 04 Leverkusen
0:0
02.02.2025
Eintracht Frankfurt
VfL Wolfsburg
1:1
24.01.2025
VfL Wolfsburg
Holstein Kiel
2:2
Die nächsten Spiele für den VfL Wolfsburg in der Bundesliga
Im nächsten Spiel trifft der VfL Wolfsburg auswärts auf den SV Werder Bremen, welcher aktuell auf Rang 12 in der Tabelle der Bundesliga steht. Anpfiff ist am Samstag, den 01.03.2025 um 15.30 Uhr. Für die nächsten Spieltage sind noch Matches gegen den FC St. Pauli, den FC Augsburg, 1. FC Heidenheim und den 1. FC Union Berlin angesetzt.
Datum
Heim
Gast
01.03.2025, 15.30 Uhr
SV Werder Bremen
VfL Wolfsburg
08.03.2025, 15.30 Uhr
VfL Wolfsburg
FC St. Pauli
15.03.2025, 15.30 Uhr
FC Augsburg
VfL Wolfsburg
29.03.2025, 15.30 Uhr
VfL Wolfsburg
1. FC Heidenheim
05.04.2025, nicht terminiert
1. FC Union Berlin
VfL Wolfsburg
Bundesliga live im Fernsehen: Die aktuellen TV-Termine der Fußball-Bundesliga im Überblick!
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VfL Wolfsburg News 2025: Aktuelle Nachrichten zum Verein
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VfL Wolfsburg in der aktuellen Bundesliga-Tabelle 2024/2025
Platz
Team
Spiele
S
U
N
Tore
Diff.
Pkt.
1
FC Bayern
23
18
4
1
69:19
50
58
2
Bayer 04
23
14
8
1
51:27
24
50
3
E. Frankfurt
23
12
6
5
49:33
16
42
4
SC Freiburg
23
12
3
8
34:36
-2
39
5
Mainz 05
23
11
5
7
37:24
13
38
6
RB Leipzig
23
10
8
5
38:31
7
38
7
VfB Stuttg.
23
10
6
7
41:34
7
36
8
Wolfsburg
23
9
7
7
46:37
9
34
9
Borussia MG
23
10
4
9
35:35
0
34
10
Bor.Dortmund
23
9
5
9
43:38
5
32
11
FC Augsburg
23
8
7
8
27:35
-8
31
12
Werder
23
8
6
9
35:47
-12
30
13
1. FC Union
23
6
5
12
20:36
-16
23
14
Hoffenheim
23
5
7
11
30:46
-16
22
15
St. Pauli
23
6
3
14
18:27
-9
21
16
VfL Bochum
23
4
5
14
23:46
-23
17
17
Heidenheim
23
4
3
16
27:47
-20
15
18
Holstein K.
23
3
4
16
34:59
-25
13
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+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Text wurde auf Basis aktueller Sportdaten generiert und wird regelmäßig datengetrieben aktualisiert. Feedback und Anmerkungen nehmen wir unter [email protected] entgegen. +++
Seinen Stammplatz beim VfL Bochum hat Anthony Losilla verloren, dennoch bleibt er ein wichtiger Spieler. Der 38-Jährige ist bald ein Top-Ten-Mann der Bundesliga-Historie.
Seine besondere Stellung, den immensen Wert, den Anthony Losilla für den VfL Bochum im Abstiegskampf hat Trainer Dieter Hecking unlängst deutlich erklärt. „Er hat eine Aura, eine Ausstrahlung. Er überträgt seinen Optimismus auf alle“, sagte er. „Er steht an der Seite von allen, spricht mit ihnen. Das ist das Klima, das wir brauchen.“
Seit 2014 spielt Losilla für den VfL Bochum, war immer gesetzt, in der 2. Liga, in der Bundesliga. Seinen Stammplatz hat er nun zwar verloren, weil Winterzugang Tom Krauß mit Matus Bero und Ibrahima Sissoko derzeit ein erstklassiges Zentrum bildet. Doch Losilla ist weiterhin auch als Spieler bereit, wenn er gefordert ist. So wechselte ihn Trainer Hecking beim Derby gegen den BVB ebenso kurz vor Schluss ein wie zuletzt in Wolfsburg (1:1).
Kurzeinsatz in Wolfsburg für Bochums Kapitän Losilla
An diesem 22. Februar war Losilla 38 Jahre und 349 Tage alt – und hat damit Lothar Matthäus eingeholt. Wie der kicker berichtet, liegt Losilla nun gleichauf mit dem deutschen Rekordnationalspieler in der Liste der ältesten Feldspieler der Bundesliga aller Zeiten. Beide rangieren auf Platz elf. Spielt Losilla das nächste Mal, zum Beispiel am Samstag gegen die TSG Hoffenheim, schiebt er sich an Matthäus vorbei.
Auch für die Top-Ten dieses Rankings fehlt ihm nicht mehr viel, am 10. März wird er 39 Jahre alt. Der aktuell älteste aktive Spieler der Liga würde bereits mit einem Einsatz beim FC Bayern am 8. März den derzeit zehntplatzierten Richard Kreß verdrängen. Kreß spielte für Eintracht Frankfurt letztmals im Jahr 1964 im Alter von 38 Jahren und 360 Tagen.
Platz acht ist in dieser Saison möglich für Anthony Losilla
Nürnbergs Club-Legende Max Morlock ist mit seinen 38 Jahren und 364 Tagen ebenso in Reichweite wie Günter Sebert von Waldhof Mannheim, der noch spielte als er 39 Jahre und 19 Tage alt war. Um über Platz acht hinauszukommen, müsste Losilla, dessen Vertrag im Sommer ausläuft, allerdings noch ein Jahr dranhängen, für eine Top-Fünf-Platzierung sogar zwei Spielzeiten.
Schalke-Legende Fichtel ist die klare Nummer eins
Auf Rang sieben ist Michael Tarnat platziert, er spielte für Hannover 96 noch mit 39 Jahren und 201 Tagen. Vor ihm liegen noch Morten Olsen (Köln), Makoto Hasebe (Frankfurt), Manfred Burgsmüller (Bremen), Miroslav Votava (Bremen), Claudio Pizarro (Bremen/41 Jahre und 268 Tage) und der unantastbare Klaus Fichtel. Der Schalker stand im Mai 1988 mit stolzen 43 Jahren und 184 Tagen auf dem Bundesliga-Feld.
Wolfsburgs Trainer sieht sein Team trotz der Ergebnisdelle der Leipziger als klarer Außenseiter. Von Verunsicherung bei RB könne man “überhaupt nicht reden”, meinte Hasenhüttl. Die Leipziger seien “zuhause immer eine Macht und wenn man da was holen will, muss man ein Topspiel machen”.
Hasenhüttl will Wolfsburg idealerweise zum zweiten Pokalsieg nach 2015 führen. “Wir müssen unser Herz in die Hand nehmen, wieder mit Überzeugung auftreten. Wenn sich eine Chance bietet, müssen wir sie nutzen. Dann ist die Chance auch da, vielleicht eine Sensation zu schaffen”, so die Hoffnung des 57 Jahre alten Österreichers.
Gleichzeitig haderte er mit dem anhaltenden Verletzungspech von Lukas Nmecha. Der Angreifer hat erneut Probleme mit seinen Adduktoren und wird am Mittwoch fehlen. Hasenhüttl sagte, dass man momentan “enttäuscht wird, weil es dann doch nicht geht. Und das macht es natürlich schwierig”. Auch Kapitän Maximilian Arnold und Torhüter Kamil Grabara fallen weiter aus.
Baumgartner wackelt, Vandevoordt im Tor
Rose wiederum muss neben den Langzeitverletzten Benjamin Henrichs, Xaver Schlager, Antonio Nusa und Assan Ouedraogo auch auf Yussuf Poulsen verzichten, der nach muskulären Problemen noch nicht ganz fit ist.
Auch Christoph Baumgartner wackelt. Der Offensivmann schlug sich zuletzt mit Fieber herum, sein Einsatz wird sich wohl kurzfristig entscheiden – oder wie Rose es formuliert: “Mal sehen, ob er Farbe im Gesicht hat.” Im Tor darf wieder Maarten Vandevoordt ran.
Der VfL Bochum geht mit Rückenwind in den Keller-Kracher gegen die TSG 1899 Hoffenheim, wird aber voraussichtlich auf seinen besten Torjäger verzichten müssen.
Das 1:1 gegen den VfL Wolfsburg war für den VfL Bochum gleich der nächste Schritt in die richtige Richtung. Nach dem 2:0-Sieg gegen Borussia Dortmund der nächste Punktgewinn, auch wenn ein Dreier absolut möglich gewesen wäre.
Der soll und muss jetzt am Samstag, 1. März, 15:30 Uhr, gegen die TSG 1899 Hoffenheim folgen. Sollte der VfL an der Castroper Straße einen Heimsieg feiern, dann würde das Team von Trainer Dieter Hecking seinen Gegner wieder ganz tief in den Abstiegsschlamassel ziehen.
Voraussichtlich nicht mit dabei sein wird allerdings Stürmer Myron Boadu. Der Sieben-Tore-Mann ist zuletzt mit einer Oberschenkelverletzung ausgefallen. “Ich denke nicht, dass er schon soweit ist. Da werden wir kein Risiko eingehen. Er wird in dieser Woche aufgebaut. Zum Bayern-Spiel sollte es dann realistisch sein”, sagte Hecking.
Mit Georgios Masouras und Philipp Hofmann hat Hecking aber Optionen im Sturm. Auch Moritz Broschinski wäre ein Kandidat. Hofmann soll am Mittwoch ins Teamtraining einsteigen, Gerrit Holtmann und Felix Passlack am Donnerstag. Dementsprechend sollten alle am Wochenende zur Verfügung stehen.
Zum Gegner aus Sinsheim wollte Hecking gar nicht allzu viele Worte verlieren. Er habe sie in Bremen beobachtet, sagte er. Da hat er einen 3:1-Auswärtssieg gesehen. Ein Szenario, das die Bochumer unbedingt vermeiden wollen.
Von einer “brisanten Woche”, in der der VfL Bochum am Freitag gerichtlich zwei Punkte aus dem Union-Spiel gesprochen bekommen und einen Tag später gegen die Hoffenheimer drei weitere holen könnte, wollte Hecking nichts wissen.
“Was wir am Samstag auf den Platz bringen, ist das Einzige, was zählt. Können wir sie schlagen? Dann wären wir immer noch nicht gerettet. Dieser Fokus ist das Einzige, was mich interessiert”, stellte Hecking klar.
Dennoch lohnt sich ein Gedankenspiel. Mit fünf Punkten mehr wäre die TSG 1899 Hoffenheim nur noch zwei Zähler entfernt. Sollte der FC St. Pauli parallel sein Heimspiel gegen Borussia Dortmund verlieren, wären die Kiezkicker gar nur noch einen Punkt vor den Bochumern. Es ist also weiter alles drin. mit gp
Wolfsburg. Die Torhüterin des VfL Wolfsburg spricht erstmals über die Ablösung von Merle Frohms, das Binnenverhältnis der Keeperinnen und ihre Zukunft.
Es war eine Entscheidung, mit der im deutschen Frauenfußball niemand gerechnet hatte. Nicht einmal, als sie bereits gefallen war. Als Anneke Borbe Anfang Februar das Tor des VfL Wolfsburg gegen Carl Zeiss Jena hütete, ahnte niemand, dass die vorherige Nummer 3 der Wolfsburger Torhüterinnen dies in der zweiten Saisonhälfte dauerhaft tun soll. Erst hinterher stellte VfL-Trainer Tommy Stroot klar, dass die 24-Jährige einen im Winter – inoffiziell ausgerufenen – Wettstreit im Kampf um den Platz im Tor gewonnen hatte. Gegen die langjährige Nationaltorhüterin und VfL-Nummer-1 Merle Frohms. Nun spricht Anneke Borbe erstmals über die Beförderung im Klub, ihre Ziele mit dem VfL und ihre Zukunft.
Der Wechsel auf der Position zwischen den Pfosten, er begann im Grunde bereits vor der Winterpause. Borbe spielte im Champions-League-Spiel bei Gruppensieger Olympique Lyon (0:1). Der VfL hatte sein Viertelfinal-Ticket bereits zuvor gegen Rom gebucht, für den Ausgang in der Gruppe hatte die Partie keinen Wert mehr. Aber für Borbe war’s das erste Mal mehr: „Nach dem Spiel hatte ich das Gefühl, dass ich mich so zeigen konnte, wie ich es auch gerne gewollt hatte.“
Chance auf den Platz im VfL-Tor: Auch Anneke Borbe hat‘s überrascht
Aber auch sie selbst hatte da noch nicht im Kopf, dass sich daraus mehr entwickeln könnte. Das eine ist es schließlich, eine gute Leistung zu zeigen. Das andere, wie ein Trainer diese bewertet. Und ob er überhaupt bereit ist, auf einer Position zu tauschen, auf der es für gewöhnlich selten Wechsel gibt. Im Trainingslager rief Stroot dann intern ein offenes Rennen unter den Torhüterinnen aus. „Ich persönlich hatte mit dem Gespräch im Trainingslager nicht gerechnet“, gibt Borbe zu.
Eine neue Drucksituation hat sich erst einmal nicht ergeben. Die Ex-Bremerin hatte auch nichts zu verlieren. „Mir wurde auch widergespiegelt, dass ich mich ins Blickfeld gerückt habe und genau da weitermachen soll, wie ich es auch vorher getan habe“, erzählt sie. Erst als die Entscheidung in der Woche vor dem Jena-Spiel fiel und sie dann wirklich die Nummer 1 war, kam Druck hinzu. Aber: „Ich glaube, ich habe es jetzt in den ersten vier Spielen gut ausblenden können. Natürlich ist es jetzt eine andere Situation, beim VfL Wolfsburg im Tor und bei Topspielen in der Arena auf dem Platz zu stehen. Es wäre schon seltsam, wenn da gar kein Druck da sein würde.“
„Vor allen Dingen in den Tagen und Wochen, in denen das thematisiert wurde, habe ich mein Handy auch mal zwei Tage zur Seite gelegt. Ich meine: Merle Frohms ist immer noch ein Gesicht des deutschen Frauenfußballs. Da ist es doch klar, dass das Thema Wellen schlägt.“
Die Bewertungen und Kommentare in den Medien und bei Social Media blendete sie bewusst aus – auch wenn sie glücklicherweise nicht persönlich angegangen wurde. Sie sagt: „Vor allen Dingen in den Tagen und Wochen, in denen das dann thematisiert wurde, habe ich mein Handy auch mal zwei Tage zur Seite gelegt. Ich meine: Merle Frohms ist immer noch ein Gesicht des deutschen Frauenfußballs. Da ist es doch klar, dass das Thema Wellen schlägt.“
Nach Keeperinnen-Tausch: Zwischen Anneke Borbe und Merle Frohms „fließt kein böses Blut“
Und das Verhältnis im Torhüterinnen-Team? Für Frohms war es die zweite Degradierung binnen kürzester Zeit, nachdem sie vor Olympia schon ihren Platz im Tor der deutschen Nationalmannschaft verloren hatte. Ein persönliches Gespräch von Keeperin zu Keeperin habe es nicht gegeben. Borbe sagt: „Ich bin der Meinung, dass wir die Dinge im Torwart-Team sehr gut einschätzen können und auch wissen, dass wir persönlich keine Probleme dadurch bekommen.“ Die gebürtige Pinnebergerin weiter: „Natürlich muss sich jeder von uns in die neue Situation einfinden, aber da fließt kein böses Blut. Ich bin gut mit Merle und Lisa.“
Überrascht hatte nicht erst Borbes Beförderung. Schon der Wechsel der gebürtigen Pinnebergerin nach Wolfsburg war keinesfalls ein alltäglicher. Borbe, Fan von DFB-Ikone Nadine Angerer, war Stammkeeperin bei Liga-Konkurrent Werder Bremen (83 Pflichtspiele). Als sie 2023 in die VW-Stadt kam, wusste sie, dass sie sich hinter Frohms und Lisa Schmitz anstellen musste. Sie erklärt: „Ich war einfach sehr lange in Bremen, und ich hatte das Gefühl, dass damals der nächste Schritt folgen müsste, ich vielleicht raus aus der Komfortzone wollte. Und als das Angebot aus Wolfsburg kam, war eigentlich klar, dass ich mich hier so entwickeln kann wie nirgendwo anders. Egal, ob ich Spielzeit bekomme oder nicht.“
Das war wichtig für den Sprung von Position 3 zur Nummer 1 beim VfL Wolfsburg
Eineinhalb Jahre musste sich die Keeperin gedulden, ehe Stroot ihr ein erstes Pflichtspiel gab, das 4:1 im DFB-Pokal-Achtelfinale in Mainz. „Irgendwann kam natürlich schon der Moment, an dem ich dachte, ich könnte mal wieder ein Spiel vertragen, ein paar Partien habe ich ja auch in der zweiten Mannschaft bestritten. Insgesamt war ich aber im ersten Jahr komplett fein mit der Situation. Weil ich gesehen habe, dass da im Vergleich zu den anderen Torhüterinnen ein Unterschied ist.“
Dann aber kamen verschiedene Punkte zusammen, die dafür sorgten, dass Stroot diesen aufsehenerregenden Torhüterinnen-Tausch vorgenommen hat. Zum einen hat sich das Spiel des VfL früh in der Saison entscheidend verändert. Nach der Umstellung auf eine Dreier- oder Fünferabwehrkette rechnet der Wolfsburger Coach vermehrt mit Flanken der Gegner – und da hat Borbe unter anderem einen Größenvorteil mit 1,80 m im Vergleich zu Frohms (1,75 m).
Hinzu kam, dass Borbe in ihrer Entwicklung entscheidende Schritte gemacht hat. Sie sagt selbst: „Ich glaube, ich habe mich in allen Bereichen verbessern können. Sowohl von der Ausstrahlung als auch von der Sicherheit, die mir das Training gegeben hat, und in allen torwarttechnischen Bereichen.“
DFB-Chance nach VfL-Beförderung? Das denkt Anneke Borbe über die Nationalmannschaft
Und jetzt? Als Wolfsburger Stammkeeperin rückt man in der Regel fast automatisch in den Fokus der deutschen Nationalmannschaft. Im Nachwuchsbereich hat Borbe von der U15 bis zu U19 neun Einsätze gehabt. Doch Gedanken ans DFB-Team schiebt sie weg. „Das ist noch nicht so lange in Bewegung, dass ich mir darüber Gedanken machen würde. Wir reden von vier Spielen in zwei, drei Wochen und eineinhalb Jahre ohne Spielpraxis davor. Ich konzentriere mich darauf, zu zeigen, warum ich jetzt spielen darf. Über alles andere reden wir einfach später.“
Im Nachwuchsbereich stehen für Anneke Borbe neun Einsätze für die Nationalmannschaft zu Buche. Ob durch ihre Beförderung beim VfL im Frauenbereich noch weitere dazukommt, damit beschäftigt sie sich aktuell (noch) nicht.
Bisher hat sich die Schleswig-Holsteinerin, die im Nachwuchsbereich bei den Jungs begann und recht früh ins Tor gestellt wurde, nichts zuschulden kommen lassen. Ganz im Gegenteil: Die 24-Jährige hatte gute Aktionen auf der Linie, strahlte viel Sicherheit bei Flanken aus – und entschärfte im Spitzenspiel gegen Frankfurt (6:1) als Sahnehäubchen kurz vor Schluss noch einen Elfmeter. Auch wenn die Torhüterin von sich sagt, sehr selbstkritisch zu sein, „in einigen Phasen auch zu kritisch“, ist sie bisher mit sich zufrieden: „Ich glaube, ich habe es in den ersten vier Partien geschafft, das Vertrauen zurückzuzahlen und ein guter Rückhalt zu sein.“
Wieder Nummer 2? Anneke Borbe kann es sich nicht mehr so richtig vorstellen
Bleibt die Frage, wo sie sich in Zukunft sieht. Frohms verlässt den VfL Richtung Ausland, auch die Verträge von Borbe und Schmitz laufen aus. Als sicher (aber noch nicht bestätigt) gilt, dass der Klub Stina Johannes als neue Nummer 1 verpflichtet, zuletzt war mit Christina Schönwetter eine österreichische Nachwuchskeeperin im Probetraining.
„Ich würde es mir vielleicht noch einmal mehr überlegen, mich wieder als Nummer zwei auf die Bank zu setzen.“
Borbe sagt noch nicht, ob sie in Wolfsburg bleiben oder wechseln wird. Angebote gibt es, dem Vernehmen nach ist der SC Freiburg an ihr dran. Aber einen Hinweis gibt sie: „Ich glaube schon, dass ich jetzt mit den Spielen wieder merke, dass ich sehr gerne Fußball spiele und für die Spiele und nicht für das Training auf dem Platz stehe. Ich würde es mir vielleicht noch einmal mehr überlegen, mich wieder als Nummer zwei auf die Bank zu setzen.“
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Wolfsburg.Im Fußball von Schicksal zu reden, wäre angesichts der Zigmillionen, die die Profis und Trainer im Jahr kassieren, reichlich übertrieben. Aber das ändert wenig an der Tatsache, dass es für Marco Rose Mittwoch im Pokalviertelfinale gegen den VfL Wolfsburg (20.45 Uhr) um eine ganze Menge geht. Kurz: um seinen Job. Der Trainer der Rasenballer hat bislang eine ziemlich miserable Saison hinter sich.
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In der Liga steht der hochambitionierte Klub lediglich auf Rang sechs und hat bereits 20 (!) Punkte Rückstand auf Tabellenführer Bayern München. Die Champions-League endete in einem sportlichen Fiasko und vom berüchtigten Red-Bull-Überfallfußball ist nichts zu sehen und zu spüren. Nun heißt es für den 48-Jährigen: Letzte Ausfahrt Wolfsburg. Denn: Ein Sieg ist Pflicht für den gebürtigen Leipziger. Sollte Rose an Grün-Weiß scheitern, wäre das gleichbedeutend mit seinem Aus als Übungsleiter der Sachsen.
„Das Ziel ist klar: Halbfinale“
Blauäugig ist er nicht, er weiß, dass er unter einem gewaltigen Siegdruck steht. Und umarmt nun die eigenen Zuschauer, die dazu beitragen sollen, dass gegen die Niedersachsen der Knoten platzt. „Wir haben den Anspruch an uns, unsere Fans glücklich zu machen“, sagt der Ex-Gladbacher, „das Ziel ist klar: Halbfinale. Eine Mannschaft wird definitiv als Sieger vom Platz gehen – und das wollen wir sein.“
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Rose haut mächtig auf die verbale Pauke. Etwas anderes bleibt ihm auch nicht übrig, er muss „All-in“ gehen gegen den VfL. Nach dem desaströsen 1:5 in der Liga werden ihm die Bosse des Klubs keine zweite Pleite gegen Wolfsburg verzeihen. Dann nämlich könnte die Stimmung kippen, Rose wäre wohl nicht mehr zu halten. „Ich werde natürlich ständig bewertet, vor allem an Resultaten gemessen. Momentan spielen wir nicht die Sterne vom Himmel. Da ist es klar, dass Kritik und Fragen aufkommen“, sagte der 48-Jährige vor dem Pokal-Viertelfinale.
Marcel Schäfer müsste ihn entlassen
Mit Marcel Schäfer hat er einen sportlichen Vorgesetzten, der keine Schnellschüsse macht. Das hat er als Geschäftsführer beim VfL bewiesen, weil er trotz einer sportlichen Krise lange Zeit an Trainer Niko Kovac festhielt. Als allerdings klar war, dass der Kroate die Talfahrt nicht mehr stoppen konnte, handelte Wolfsburgs Ex-Fußball-Ikone, schnell, gründlich und menschlich sauber.
Direkt nach einem 1:3 im Heimspiel gegen den FC Augsburg, der dritten Pleite in Serie, teilte er Kovac in einem persönlichen Gespräch mit, dass dessen Zeit beim VfL abgelaufen sei, einigte sich daraufhin mit Ralph Hasenhüttl und präsentierte den Österreicher blitzschnell als neuen Trainer. Die Prozedur verlief professionell und ohne störende Nebengeräusche ab. Genau das darf man von Schäfer nun wieder erwarten, sollte Rose die Talfahrt nicht stoppen können und im Pokal am VfL scheitern.
KostenpflichtigKostenpflichtigPara-Leichtathlerik: Laura Burbulla vom VfL Wolfsburg holt zwei Meistertitel
Die deutschen Hallenmeisterschaften für Para-Leichtathleten am Samstag in Erfurt avancierten für Laura Burbulla vom VfL Wolfsburg zu einem vollen Erfolg. Die 20-Jährige holte zweimal Gold und einmal Silber.
AZ/WAZ Sport
25.02.2025, 12:24 Uhr
Erfurt.Zweimal Gold, einmal Silber: Die deutschen Hallenmeisterschaften der Para-Leichtathleten am Samstag in Erfurt avancierten für Laura Burbulla vom VfL Wolfsburg zu einem vollen Erfolg.
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Mit einer persönlichen Saisonbestleistung von 9,67 Sekunden erreichte Burbulla, die im Vorjahr auch an den Paralympics in Paris teilnahm, das 60-Meter-Finale. Dort war sie in 9,70 Sekunden zwar minimal langsamer als im Vorlauf, doch diese Zeit reichte zum Vizemeistertitel. Noch besser lief‘s für die 20-Jährige über die 200 Meter, auch da stellte sie eine neue Bestleistung in diesem Jahr auf. In 33,26 Sekunden sprintete Burbulla zum Titel.
Den Abschluss des langen Wettkampftages bildete der Weitsprung, die Spezialdisziplin der jungen Wolfsburgerin. Das demonstrierte sie dann auch mit einer Weite von 3,92 Metern – damit war der zweite Meistertitel in der thüringischen Landeshauptstadt gesichert. Burbulla, kürzlich erst für die Wahl zu Niedersachsens Behindertensportlerin des Jahres nominiert, lag damit jedoch unter ihrer Bestweite. Diese hatte sie Ende Januar mit 4,05 Metern in Hannover aufgestellt – und damit zugleich für einen neuen deutschen Hallenrekord gesorgt.
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„Der Fokus liegt jetzt schon auf der Freiluftsaison. Mit diesen Erfolgen im Rücken gehe ich optimistisch in die weitere Vorbereitung“, sagte die frischgebackene zweifache Meisterin Burbulla.
DFB-Pokal-Viertelfinale: Wer kommt Berlin einen Schritt näher?
Am Mittwoch (26. Februar, 20.45 Uhr) empfängt RB Leipzig den VfL Wolfsburg zum DFB-Pokal-Viertelfinale. Beide Teams träumen vom Finale in Berlin!
DFB-Pokal: Läuft Leipzig gegen Wolfsburg im Free-TV?
Nein! Das Spiel wird nicht im Free-TV übertragen, sondern bei Pay-TV-Sender Sky. Außerdem können Sie die Partie über den Streaminganbieter WOW (Anzeige) verfolgen. Anstoß ist um 20.45, die TV-Übertragung beginnt bereits um 20.15 Uhr.
Kein TV? Kein Problem! Verfolgen Sie das Spiel hier bei BILD im Live-Ticker.