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Beim BVB ist Jamie Gittens einer der wenigen Lichtblicke in dieser Saison. Nun soll ein weiterer Top-Klub an ihm interessiert sein.
Trotz der sportlichen Misere von Borussia Dortmund ist Youngster Jamie Gittens auf dem Transfermarkt heiß begehrt. Nachdem es zuletzt hieß, dass sich Klubs aus der englischen Premier League offenbar ein irres Wettbieten um den Offensivspieler des BVB liefern, soll nun ein weiterer Interessent in den Poker einsteigen wollen.
Borussia Dortmunds Sportdirektor Sebastian Kehl sieht den OSC Lille als interessanten und machbaren Gegner im Achtelfinale der Champions League. «Auch wenn wir das Hinspiel zu Hause bestreiten, ist es unser Anspruch und klares Ziel, diese herausfordernde Hürde zu nehmen und uns für das Viertelfinale zu qualifizieren», sagte der 45-Jährige nach der Auslosung.
Zu unterschätzen sind die Franzosen nicht. «Lille ist ein sehr spannender Gegner, der in der Vorrunden-Abschlusstabelle als Siebter knapp vor uns lag», sagte Kehl. Er beschreibt das Team um den früheren Dortmunder Thomas Meunier und Kylian Mbappés Bruder Ethan als «eine sehr defensivstarke Mannschaft, die in der Ligue 1 im Schnitt nur ein Gegentor pro Spiel kassiert.»
Der BVB spielt am 4. oder 5. März zunächst im heimischen Stadion und tritt am 11. oder 12. März in Lille an. Zweiter möglicher Gegner wäre Aston Villa gewesen. Die Engländer treffen nun auf den FC Brügge.
Bei diversen Bundesliga-Spielen von St. Pauli zündelten die Fans bereits, aber bisher wurde noch kein Fall beim DFB verhandelt. Das ist jetzt geschehen – und der Verein muss zahlen.
65.600 Euro! Dicke Pyro-Strafe für St. Pauli
Konkret geht es um das Auswärtsspiel in Dortmund am 18. Oktober. Bei der 1:2-Niederlage hatten Anhänger von St. Pauli mit dem Zünden von Bengalos und Blinkern kurz nach der Pause für eine Verzögerung gesorgt.
Vom DFB heißt es: „Es wurden im Fanblock des FC St. Pauli mindestens 35 pyrotechnische Gegenstände (Blinker) entzündet und eine Rakete abgeschossen. Durch die Rauchentwicklung verzögerte sich der Beginn der 2. Halbzeit um eine Minute. Zwischen der 57. und 80. Minute wurden 20 weitere pyrotechnische Gegenstände (19 Bengalische Feuer, 1 Blinker) entzündet.“
Horror-Serie: Arroganz-Lupfer schockt Freiburg
Quelle: Bild15.02.2025
Unter dem Strich heißt das: „Der FC St. Pauli von 1910 wird wegen eines unsportlichen Verhaltens seiner Anhänger gemäß § 1 Nr. 4. i. V. m. § 9a Nrn. 1. und 2. der DFB-Rechts- und Verfahrensordnung mit einer Geldstrafe in Höhe von 65.600,- Euro belegt. Dem FC St. Pauli von 1910 wird nachgelassen, hiervon einen Betrag in Höhe von bis zu 21.800,- Euro für eigene sicherheitstechnische oder gewaltpräventive Maßnahmen zu verwenden.“
Schiedsrichter Bastian Dankert pfeift in der Fußball-Bundesliga das Spiel von Borussia Dortmund gegen den 1. FC Union Berlin im Signal-Iduna-Park.
Jan Woitas/dpa
Schiedsrichter Bastian Dankert (44) pfeift am Samstag (22. Februar, 18.30 Uhr) das Auswärtsspiel des 1. FC Union Berlin bei Borussia Dortmund. Mit diesem Referee haben die Eisernen bereits eine 20-jährige Verbindung. Seine erste Partie als Hauptschiedsrichter bei einer Partie des 1. FC Union leitete Dankert im August 2005. Damals treffen die Köpenicker in der NOFV-Oberliga auf den Berliner AK.
Im Team des FCU spielten unter anderem Vereinslegenden wie Torsten Mattuschka, Daniel Teixeira, Karim Benyamina, Tom Persich oder Jan Glinker, der ehemalige Champions-League-Sieger Jörg Heinrich, der ehemalige DDR-Nationalspieler Jörg Schwanke oder der heutige Unioner Co-Trainer Sebastian Bönig. Der Trainer war damals Frank Lieberam, das Spiel endete 2:1. Tobias Kurbjuweit und Jörg Heinrich trafen für Union, Maurice Jacobson für den BAK.
Die Aufstellung des 1. FC Union damals: Glinker – Schwanke (33. Bergner), Persich, Schulz, Kaiser – Bönig, Heinrich, Kurbjuweit – Mattuschka – Teixeira (88. Prokop), Benyamina (76. Grubert)
Aufstieg von Dankert und Union Berlin in die 1. Liga
Schiedsrichter Dankert schaffte danach ebenso wie der 1. FC Union Berlin den Aufstieg aus der Viertklassigkeit bis ins internationale Geschäft. Bei den Weltmeisterschaften 2018 und 2022 war er jeweils als Video-Referee im Einsatz, ebenso bei der EURO 2024. Im vergangenen Sommer pfiff der gebürtige Schweriner zudem das DFB-Pokalfinale zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und Bayer Leverkusen.
Die Bilanz bei Spielen des 1. FC Union ist aus Berliner Sicht positiv: In 22 Pflichtspielen unter Dankerts Leitung gab es für die Köpenicker elf Siege, vier Remis und sieben Niederlagen. Zuletzt war Dankert beim 1:0-Heimsieg gegen den FC St. Pauli. Allerdings: Die von Borussia Dortmund ist noch deutlich besser. Bei zehn Spielen unter Dankert gab es sieben Siege, zwei Remis und nur eine Niederlage.
1. FC Union Berlin – der Spielplan für die Bundesliga-Saison 2024/25
Die Spieltage 28 bis 33 sind noch nicht terminiert:
1. Spieltag, Sa., 24. August, 15.30 Uhr: Mainz 05 – Union Berlin 1:1 (0:0)
2. Spieltag, Fr., 30. August, 20.30 Uhr: Union Berlin – FC St. Pauli 1:0 (1:0)
3. Spieltag, Sa., 14. September, 15.30 Uhr: RB Leipzig – Union Berlin 0:0
4. Spieltag, Sa., 21. September, 15.30 Uhr: Union Berlin – TSG Hoffenheim 2:1 (2:0)
5. Spieltag, Sa., 28. September, 15.30 Uhr: Bor. Mönchengladbach – Union Berlin 0:1 (0:0)
6. Spieltag, Sa., 5. Oktober, 15.30 Uhr: Union Berlin – Borussia Dortmund 2:1 (2:0)
7. Spieltag, Sa., 19. Oktober, 15.30 Uhr: Holstein Kiel – Union Berlin 0:2 (0:1)
8. Spieltag, So., 27. Oktober, 17.30 Uhr: Union Berlin – Eintracht Frankfurt 1:1 (0:1)
9. Spieltag, Sa., 2. November, 15.30 Uhr: Bayern München – Union Berlin 3:0 (2:0)
10. Spieltag, Fr., 8. November, 20.30 Uhr: Union Berlin – SC Freiburg 0:0
11. Spieltag, Sa., 23. November, 15.30 Uhr: VfL Wolfsburg – Union Berlin 1:0 (0:0)
12. Spieltag, Sa., 30. November, 15.30 Uhr: Union Berlin – Bayer Leverkusen 1:2 (1:1)
13. Spieltag, Fr., 6. Dezember, 20.30 Uhr: VfB Stuttgart – Union Berlin 3:2 (0:1)
14. Spieltag, Sa., 14. Dezember, 15.30 Uhr: Union Berlin – VfL Bochum 1848 1:1 (1:1)
15. Spieltag, Sa., 21. Dezember, 15.30 Uhr: SV Werder Bremen – Union Berlin 4:1 (3:1)
16. Spieltag, Sa., 11. Januar, 15.30 Uhr: 1. FC Heidenheim – Union Berlin 2:0 (1:0)
17. Spieltag, Mi., 15. Januar, 20.30 Uhr: Union Berlin – FC Augsburg 0:2 (0:2)
18. Spieltag, So., 19. Januar, 15.30 Uhr: Union Berlin – 1. FSV Mainz 05 2:1 (2:1)
19. Spieltag, So., 26. Januar, 17.30 Uhr: FC St. Pauli – Union Berlin 3:0 (1:0)
20. Spieltag, Samstag, 1. Februar, 18 Uhr: Union Berlin – RB Leipzig 0:0
21. Spieltag, Samstag, 8. Februar, 15.30 Uhr: TSG Hoffenheim – Union Berlin 4:0 (1:0)
22. Spieltag, Samstag, 15. Februar, 15.30 Uhr: Union Berlin – Mönchengladbach 1:2 (0:2)
23. Spieltag, Samstag, 22. Februar, 18.30 Uhr: Borussia Dortmund – Union Berlin
24. Spieltag, Sonntag, 2. März, 15.30 Uhr: Union Berlin – Holstein Kiel
25. Spieltag, Sonntag, 9. März, 15.30 Uhr: Eintracht Frankfurt – Union Berlin
26. Spieltag, Samstag, 15. März, 15.30 Uhr: Union Berlin – FC Bayern München
27. Spieltag, Sonntag, 30. März, 15.30 Uhr: SC Freiburg – Union Berlin
28. Spieltag, 5. April: Union Berlin – VfL Wolfsburg
29. Spieltag, 12. April: Bayer Leverkusen – Union Berlin
30. Spieltag, 19. April: Union Berlin – VfB Stuttgart
31. Spieltag, 26. April: VfL Bochum – Union Berlin
32. Spieltag, 3. Mai: Union Berlin – Werder Bremen
33. Spieltag, 10. Mai: Union Berlin – 1. FC Heidenheim
34. Spieltag, Samstag, 17. Mai, 15.30 Uhr: FC Augsburg – Union Berlin
Dr. Max Burda leitet die Begegnung im Breisgau (Foto: nordphoto).
Kurzpässe am Freitag
+++ Die Unparteiischen: Dr. Max Burda leitet am Freitagabend, 21.02.2025, um 20.30 Uhr (live auf DAZN und im Live-Ticker auf WERDER.DE) das Auswärtsspiel beim Sport-Club Freiburg. An seiner Seite stehen Lasse Koslowski und Marcel Pelgrim, als Vierter Offizieller ist Patrick Schwengers im Einsatz. Wenn sich VAR Tobias Welz und dessen Assistent Dr. Martin Thomsen einschalten sollten, verkündete Referee Dr. Burda die Entscheidung über die Stadionmikrofone. +++
Dawid Kownacki tritt mit Düsseldorf im Rheinderby an (Foto: nordphoto).
+++ Verdi-Streik: Der Streik der Gewerkschaft Verdi am Freitag, 21.02.2025, wird nicht nur den ÖPNV in Bremen, sondern auch den Stadionverkehr in Freiburg stark einschränken. Auf der Strecke der Breisgau S-Bahn wird die Linie S1 verstärkt vom Hauptbahnhof fahren und kann genutzt werden, um Richtung Stadion zu gelangen. Der SCF empfiehlt, dass sich alle Fans frühzeitig auf den Weg zum Europa-Park Stadion machen. +++
+++ Leihspieler-Watch: Dikeni Salifou steht mit Austria Klagenfurt am Samstag (22.02., 17.00 Uhr) vor einem wichtigen Duell bei Tabellennachbar Grazer AK. Anschließend um 20.45 Uhr tritt Olivier Deman mit Royal Antwerpen gegen Leuven an. Am Sonntag (23.02., 13.30 Uhr) ist Dawid Kownacki mit Fortuna Düsseldorf im Rheinderby beim 1. FC Köln gefordert, fast zeitgleich um 14.00 Uhr hofft Isak Hansen-Aarøen auf sein Debüt für Aalborg BK, das in Aarhus zu Gast ist. Auf seinen ersten Einsatz hofft zum Abschluss des Wochenendes auch Naby Keïta, der mit Ferencvaros um 18.00 Uhr bei Fehervar FC zu Gast ist. Am Donnerstagabend kam der Guineer beim Europa-League-Rückspiel bei Viktoria Pilzen nicht zum Zug. +++
+++ Karriereende: Verena Volkmer, ehemalige Spielerin der Werder-Frauen, beendet zum Ende der Saison ihre Fußballkarriere. Die Offensivspielerin absolvierte von 2014 bis 2021 insgesamt 110 Spiele für Werders Bundesligamannschaft und erzielte dabei 15 Tore. Volkmer erlebte in ihrer Zeit beim SVW nicht nur Auf- und Abstiege, sondern sicherte sich auch zusammen mit ihrem Team gleich zweimal die Meisterschaft der 2. Frauen-Bundesliga. Wir wünschen dir alles Gute für die Zukunft! +++
Seidler mit Länderspiel-Einsatz, wählen im Weserstadion
In einem turbulenten Hinspiel unterlag die U23 Lohne mit 3:4 (Foto: Rospek).
+++ Das LZ-Wochenende: Die U23 möchte am Freitagabend (21.02., 19.30 Uhr) den Rückenwind des 4:1-Derbysiegs beim Hamburger SV II nutzen, um auch bei Blau-Weiß Lohne erfolgreich zu sein. Die U19 visiert im Heimspiel gegen den 1. FC Köln (So., 23.02., 11 Uhr) die ersten Punkte in der Liga A der DFB-Nachwuchsliga an. Nach ihrem Auftaktsieg in die Liga B der Spielklasse möchte die U17 auch beim USC Paloma (Sa., 22.02., 13 Uhr) die volle Ausbeute einfahren. +++
+++ Länderspiel für Seidler: Werder-Nachwuchstorhüter Calvin Seidler hat zum Abschluss des Vier-Nationen-Turnier in Portugal am Dienstagnachmittag sein drittes Länderspiel für die deutsche U16-Nationalmannschaft bestritten. Die DFB-Auswahl trennte sich 2:2-Unentschieden von der Gastgebernation. Bei den vorherigen Partien gegen Japan (0:0) und Niederlande (0:1) kam Seidler nicht zum Einsatz. +++
+++ Weserstadion wieder Wahllokal: Geht wählen! Mit dieser Botschaft hat der SV Werder in den vergangenen Wochen bereits dazu aufgerufen, von seinem Recht bei der Bundestagswahl am Sonntag, 23. Februar 2025 Gebrauch zu machen. Ein Wahlraum mit grün-weißem Charme bietet das Weserstadion selbst. Wie schon bei der Europawahl im vergangenen Jahr öffnet Werders Heimspielstätte am Osterdeich für Bürger*innen von 8 bis 18 Uhr seine Pforten. Also: Kante zeigen – für das #DemokraTEAM. +++
+++ Hintergründe zum Leben von Alfred Ries: Fans und Besucher*innen des Weserstadions haben ab sofort die Möglichkeit, über einen QR-Code an der Alfred-Ries-Gedenkwand umfangreiche weiterführende Informationen zum Leben des jüdischen Vereinspräsidenten und späteren Ehrenvorsitzenden zu erhalten. Diese WERDER.DE-Seite erklärt die sechs unterschiedlichen Motive des neu eingeweihten Wandbildes, dass sich über gut zwanzig Meter im Umlauf des Ostkurven-Oberrangs erstreckt. +++
Bochum (dpa) – Dieter Hecking kann sich gut vorstellen, den VfL Bochum auch in der nächsten Saison zu trainieren. „Ich sehe jetzt nur den Klassenerhalt, dafür bin ich gekommen, aber ich weiß auch, dass ich mit meiner Entscheidung nicht bis Ende Mai warten kann. Ich habe gesagt: Wenn wir den Klassenerhalt schaffen, werde ich mit großer Wahrscheinlichkeit beim VfL bleiben“, sagte der 60-Jährige in einem Interview der „Wolfsburger Allgemeinen Zeitung“. „Ich sehe eine realistische Chance, die Relegation zu erreichen.“
Hecking übernahm die Bochumer im November als abgeschlagenen Tabellenletzten. Vor dem Spiel bei seinem Ex-Club VfL Wolfsburg (Samstag, 15.30 Uhr/Sky) ist sein Team punktgleich mit dem 1. FC Heidenheim auf dem Relegationsplatz. Hecking selbst ist nach vier Jahren als Sportvorstand beim 1. FC Nürnberg jetzt der älteste Trainer der Fußball-Bundesliga.
„Ich finde, Erfahrung sollte immer ein wichtiger Parameter sein, wenn ein Club über einen Trainer nachdenkt“, sagte er. „Das sage ich nicht, weil ich der älteste Trainer der Liga bin, sondern ich finde, dass jüngere Trainerkollegen manchmal zu schnell zu viel wollen. Die wenigsten sind bereit, Umwege zu gehen, in der zweiten Liga zu arbeiten, vielleicht auch mal Fehler zu machen, um daraus lernen zu können.“
Das Achtelfinale in der Fußball-Champions-League wurde ausgelost. Mit Borussia Dortmund, dem FC Bayern München und Bayer Leverkusen sind noch drei Bundesligaklubs im Wettbewerb. Nun kennen sie ihre Gegner, es kommt zu einem deutschen Duell.
Den FC Bayern beflügelt ja in dieser Saison der Gedanke daran, es mal wieder bis ins Endspiel der Champions League zu schaffen. Der Trend des Teams zuletzt regt zwar nicht unbedingt zum Träumen an, er zeigt eher ab- als aufwärts. Aber bis zum 31. Mai ist ja auch noch etwas Zeit für Besserung. Da steigt dann der letztgültige Showdown in München, der im Bayern-Kosmos bereits mit dem Slogan „Finale dahoam“ versehen worden ist. Was gleichzeitig klarstellt, wie das Selbstverständnis ist: Die Titelvergabe in unserem Wohnzimmer geht bitte schön nur mit uns. So ist der Plan.
Am Freitag bekamen die Bayern vorgesetzt, wie er aufgehen kann. Ihnen wurde bei der Zeremonie des Europäischen Fußball-Verbandes Uefa in Nyon ein Bundesliga-Duell zugelost. Im Achtelfinale trifft der Rekordmeister auf den amtierenden Meister und Pokalsieger Bayer Leverkusen. Die beiden Topteams der Liga tragen es am 4./5. und 11./12. März aus.
Sie treten damit nach zwei Liga-Duellen und einem Pokalspiel zum vierten und fünften Mal in dieser Spielzeit gegeneinander an. Randnotiz: Leverkusens Trainer Xabi Alonso hat, seit er das Amt bei der Werkself übernommen hat, kein Pflichtspiel gegen Bayern verloren (drei Siege, drei Unentschieden). Der Spanier ist auch der erste Trainer, der keine seiner ersten fünf Bundesliga-Begegnungen gegen die Bayern Preis geben musste (zwei Siege, drei Unentschieden). Zuletzt beim 0:0 vor einer Woche wurden dem FC Bayern die Grenzen von den Leverkusenern aufgezeigt, den Punktgewinn konnte die Münchener als äußerst glücklichen verbuchen.
Leverkusens Rolfes mit lockerem Spruch
Das Hinspiel findet in München statt, weil die Bayern in der Gruppenphase schlechter als Leverkusen abgeschnitten haben und den Umweg über die Play-offs nehmen mussten. Die Entscheidung fällt dann eine Woche später in der BayArena. Für die beiden gab es bei dem reformierten Champions-League-Modus nur jeweils zwei Gegneroptionen, ihnen hätten auch Atlético Madrid (Bayern) und Real Madrid (Bayer) blühen können. Die spanischen Spitzenklubs ermittel nun stattdessen im Stadtderby den Viertelfinalisten.
„Andy Möller hätte wahrscheinlich gesagt: München oder Madrid, Hauptsache Italien“, sagte Bayer Leverkusens Sportchef Simon in Anlehnung an einen legendären Spruch, der dem früheren Nationalspieler („Mailand oder Madrid, Hauptsache Italien“) zugeschrieben wird. Möller bestritt allerdings später, dies gesagt zu haben.
Münchens Sportvorstand Max Eberl („Wenn man sagt Europapokal, dann würde man gerne international spielen“) hatte im Vorfeld eine leichte Präferenz für Atlético geäußert. Auch der weitere Turnierbaum bis zum Finale steht damit fest. Der Sieger aus Bayern gegen Leverkusen wird im Viertelfinale gegen Inter Mailand oder Feyenoord Rotterdam spielen. Im Halbfinale wären der FC Barcelona oder Borussia Dortmund mögliche Gegner. Eine Neuauflage des Finales von 2013 (2:1 für Bayern) ist also nicht möglich.
Der BVB trifft unterdessen in der Runde der letzten 16 auf OSC Lille aus Frankreich. Nach Sporting Lissabon in den Play-offs bekommt es die Borussia also auch im Achtelfinale mit einem Widersacher zu tun, der nicht zum Favoritenkreis gehört. Das Team um den früheren Dortmunder Thomas Meunier und Kylian Mbappés Bruder Ethan ist als sehr defensivstarke Mannschaft einzustufen, die in der Ligue 1 im Schnitt nur ein Gegentor pro Spiel kassiert. Zweiter möglicher Gegner wäre Aston Villa gewesen. Die Engländer treffen nun auf den FC Brügge. Gegen Lille treten die Dortmunder zunächst zu Hause an.
„Ehrlich gesagt ist es mir egal, gegen wen wir am Ende spielen“, hatte Sportdirektor Sebastian Kehl vor der Auslosung gesagt: „Der Fokus liegt jetzt einzig und allein auf Union Berlin. Wir wollen dieses Heimspiel unbedingt gewinnen“. An diesem Samstagabend (18.30 Uhr, im Sport-Ticker der WELT) empfängt Dortmund das Team aus Köpenick.
Nach zuletzt zwei Niederlagen in den ersten beiden Ligaspielen unter dem neuen Trainer Niko Kovac liegt die selbst ernannte zweite Kraft im deutschen Fußball in der Bundesliga nur auf Platz elf – und hat bereits acht Punkte Rückstand auf das Minimalziel Rang vier, also der Qualifikation für die Champions League. Erstmals seit zehn Jahren droht damit eine Saison ohne Königsklassen-Fußball in Dortmund.
„Natürlich müssen wir uns mit diesen Szenarien beschäftigen. Es gibt unterschiedliche Kalkulationen, die wir angestellt haben. Wir haben in diesem Wettbewerb aber noch Chancen, Einnahmen zu generieren, mit denen wir nicht geplant haben“, sagte Kehl. Ganz so uninteressant ist die Champions League für den BVB dann also natürlich doch nicht.
Für den FC Bayern ohnehin nicht. Die Meisterschaft scheint entscheiden, Formschwankungen wie zuletzt hin oder. Jetzt gilt es, international nachzulegen. „Finale dahoam, das könnte was Großartiges werden. Alle, die ein bisschen was mitbekommen haben von 2012, was vor dem Spiel los war, auch nach und während des Spiels, wie stark es die Menschen bewegt: Das ist es, was das Entscheidende ist“, hatte Münchens Stürmer Thomas Müller gesagt.
Er sei „kein Träumer, aber es ist natürlich reizvoll. Da wollen wir hin. Allein wenn ich überlege, es geht in Richtung Viertelfinale, Halbfinale. Wenn die Vorstellung konkreter wird, dass man es schaffen könnte ins Finale im Wohnzimmer, dann wird es natürlich kribbelig, dann gibt es dem Ganzen das nötige Salz in der Suppe.“
Borussia Dortmunds Sportdirektor Sebastian Kehl sieht den OSC Lille als interessanten und machbaren Gegner im Achtelfinale der Champions League. „Auch wenn wir das Hinspiel zu Hause bestreiten, ist es unser Anspruch und klares Ziel, diese herausfordernde Hürde zu nehmen und uns für das Viertelfinale zu qualifizieren“, sagte der 45-Jährige nach der Auslosung.
Nach der jüngsten 1:2-Pleite gegen den VfB Stuttgart ist die kleine Euphoriewelle bei Borussia Dortmund nach zuvor drei ungeschlagenen Spielen verflogen. Die Aufholjagd auf die internationalen Plätze dürfte nun immer schwieriger werden.
Während die direkte Konkurrenz aus Stuttgart weiter fleißig Punkte sammelt, könnte sich bei den Schwaben im Sommer eine große Veränderung anbahnen. Ein Weltstar könnte schon bald in die Bundesliga wechseln – und Borussia Dortmund dabei eine entscheidende Rolle spielen!
Borussia Dortmund: Wird Fabregas zum Hoeneß-Nachfolger?
Der VfB Stuttgart hat einen kometenhaften Aufstieg hinter sich. Während man vor gut eineinhalb Jahren noch knapp dem Abstieg in die zweite Liga entkam, spielt man in dieser Saison in der Champions League und gehört in der Bundesliga zu den Top-Teams. Der Macher dieser Erfolgsstory: Sebastian Hoeneß. Der VfB-Coach hat den Verein komplett auf links gekrempelt. Eine Entwicklung, die andernorts nicht unbemerkt bleibt.
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Sollte der gebürtige Münchener im Sommer von seiner Ausstiegsklausel Gebrauch machen und einen Tapetenwechsel anstreben, soll der VfB Stuttgart nun einen möglichen Nachfolger auserkoren haben – und der hört auf den Namen Cesc Fabregas. Das geht aus einem Bericht der „Bild“ hervor. Demnach sei der ehemalige Weltklassespieler, der unter anderem für Barcelona und Chelsea kickte, ein Kandidat in Stuttgart, sollte Hoeneß im Sommer tatsächlich weg sein.
Hoeneß beim BVB im Gespräch?
Fabregas wäre ohne Zweifel eine mutige Wahl der Stuttgarter Verantwortlichen, schließlich hat der 37-Jährige noch nicht sonderlich viel Erfahrung als Übungsleiter. Derzeit trainiert er den italienischen Erstligaufsteiger Como 1907, leistet dort mit aktuell Tabellenplatz 15 solide Arbeit. Klar ist jedoch auch: Geht es nach dem VfB, bleibt Hoeneß den Schwaben erhalten.
Doch der könnte andere Pläne haben. Denn mit Bayer Leverkusen und RB Leipzig sollen gleich mehrere Klubs an den Diensten des 42-Jährigen interessiert sein. Interessant: Vor der Installation von Niko Kovac wurde auch Borussia Dortmund ein Interesse an Hoeneß nachgesagt. Liefert Kovac jetzt nicht ab, könnte das Thema im Sommer möglicherweise neu aufgerollt werden.