Dortmund feiert am Mittwoch (19.2.) ein Fußball-Fan-Fest. Mehrere tausend Fans aus Portugal werden zum Champions-League-Spiel BVB gegen Sporting Lissabon anreisen. Ab 11 Uhr werden wir dann hauptsächlich die Farben weiß und grün auf dem Alten Markt sehen. Dort sammeln sich die Fans und glühen schon mal vor, bevor sie dann gemeinsam zum Stadion begleitet werden, von der Polizei.
Polizei schreibt Brief an Fans
Die Polizei hat schon im Vorfeld einen Fanbrief veröffentlicht und die Regeln klargestellt: keine Pyro, weder im Stadion, noch auf dem Weg dahin. Beim letzten BVB-Heimspiel gegen Lissabon hatten Fans in der Haltestelle Stadtgarten Pyro gezündet und einen Feuerwehreinsatz ausgelöst.
BVB: Achtelfinale muss klappen
Das Spiel selbst startet am Mittwoch um 18.45 Uhr, und es geht für den BVB um nichts weniger als den Einzug ins Achtelfinale. Und das muss eigentlich klappen, denn das Hinspiel in Lissabon hat Borussia Dortmund mit 3:0 gewonnen. Allerdings ist die sportliche Krise weiterhin unübersehbar. Zuletzt ja diese peinliche Niederlage in Bochum. Also auch zum Start der Amtszeit von Niko Kovac läufts für den BVB sportlich weiterhin sehr unrund – nichtsdestotrotz sollte die Mannschaft im HEIMspiel das Achtelfinale klar machen.
Borussia Dortmunds Wohlfühl-Wettbewerb soll neues Selbstbewusstsein bringen, kein neues Trauma: Gegen Sporting in der Champions League geht es um den Achtelfinal-Einzug und positives Futter für den Kopf.
Will mit dem BVB den Achtelfinal-Sack zumachen: Niko Kovac.
IMAGO/RHR-Foto
Die ersten rund zweieinhalb Wochen der Amtszeit von Niko Kovac und seinem Team bei Borussia Dortmund waren so ein bisschen BVB im Schnelldurchgang: Eine Niederlage gegen Stuttgart, dann der Stimmungsaufheller eines in der zweiten Halbzeit überzeugenden 3:0-Auswärtssiegs bei Sporting in der Champions League und zuletzt eine gemessen an den Dortmunder Mustern der vergangenen Jahre fast folgerichtige 0:2-Derby-Pleite beim VfL Bochum. Viel mehr Achterbahn geht nicht.
Nun also wieder Dortmunder Wohlfühl-Wettbewerb. Am Mittwoch im Rückspiel gegen Sporting (18.45 Uhr, LIVE! bei kicker) geht es für den BVB um zwei Dinge: Aufgrund des klaren Hinspiels-Ergebnisses soll das Weiterkommen ins Achtelfinale möglichst souverän erfolgen, am besten gleichzeitig neues Selbstbewusstsein gesammelt werden, was dann auch in der Bundesliga hilft.
“Man muss selbstkritisch mit der Situation umgehen, es sind immer wiederkehrende Muster”, bestätigte am Tag vor dem Spiel auch Mittelfeldspieler Pascal Groß: “In Lissabon kam das Selbstbewusstsein auch erst nach dem ersten und zweiten Tor. Das muss man sich erarbeiten.” Das funktioniert über eigene Tore, aber eben auch über das Vermeiden gegnerischer. “Wir dürfen keine Fehler machen und schnell in Rückstand geraten”, mahnt Groß an.
Genau diese Fehler waren auch bei seinem Coach ein großes Thema. Kovac kritisierte, wie in der Liga zuletzt “in zwei Spielen dreimal ein gegnerischer Stürmer alleine auf unser Tor zuläuft”. Es seien zwar nicht viele Fehler, die sein Team mache, “aber die sind immens und bringen uns um den großen Lohn”. Zuletzt eben Niklas Süles Rückpass in den Fuß von Bochums Georgios Masouras vor dem zweiten Gegentreffer in Bochum. Das abzustellen ginge aber am besten über das Bestärken der positiven Ansätze: “Das geht durch gut zureden, nicht durch draufhauen.”
Denn die anhaltende Dortmunder Krise sei keine der Leistungsfähigkeit seiner Spieler oder der fehlenden Fitness. “Die haben eine hohe Qualität, der Kopf ist schon der ausschlaggebende Faktor. Das müssen wir resetten.” Und zwar mit einem einfachen Mittel: “Den Kopf mit Positivem füllen.” Und, auch das ein Ansatz von Kovac, Vertrauen in eine Achse schaffen: “Wir versuchen, den Spielern das Selbstbewusstsein zu geben und Automatismen reinzubekommen. Die Spieler müssen das Vertrauen spüren.”
Ryerson, Bensebaini und Chukwuemeka wieder fit
Große Veränderungen in der Startelf sind also auch gegen Sporting nicht zu erwarten. Im Vergleich zur Partie in Bochum kehrt immerhin Julian Ryerson zurück und dürfte hinten rechts für den beim VfL indisponierten Süle übernehmen. Linksverteidiger Ramy Bensebaini und Carney Chukwuemeka standen am Dienstagvormittag bei Sonnenschein und eisigen Temperaturen zumindest wieder mit der Mannschaft auf dem Platz, ein Startelf-Einsatz kommt aber für beide zu früh.
Dass der Gegner aus Portugal auf einige Stammspieler verzichten muss und fast schon ausgeschieden ist, will Kovac nicht hören. “Es ist die große Chance für die anderen Profis, sich zu bewiesen. Die sind frisch, motiviert und voller Energie. Und vor allem ist es erst Halbzeit. Wir sind nicht so dumm zu denken, dass es durch ist.” Und Mittelfeldspieler Groß betont warnend: “Ich habe in der Champions League schon größere Aufholjagden gesehen.”
Dortmund. Wegducken, wenn es schwierig wird? Dortmunds Spieler standen am Wochenende massiv in der Kritik. Zurecht, findet Trainer Niko Kovac.
Man hatte den Eindruck, dass Borussia Dortmunds Trainer Niko Kovac noch etwas loswerden wollte. Am Dienstagnachmittag ging der 53-Jährige noch einmal auf das Geschehen nach der 0:2-Derbyniederlage beim VfL Bochum ein. Da nämlich wollte sich kein Spieler den Fragen der schreibenden Presse stellen. Auch diese Redaktion war davon betroffen.
„Wir werden dafür sorgen, dass das nicht wieder passiert“, sagte Kovac vor dem Champions-League-Spiel am Mittwoch gegen Sporting Lissabon (18.45 Uhr/DAZN). „Da bitte ich um Nachsicht, das hat in diesem Fall nicht geklappt.“ Der BVB-Coach verwies darauf, dass es dazugehöre, auch in schwierigen Situationen Rede und Antwort zu stehen. Doch das sahen die Profis nach der Pleite in Bochum offenbar anders. Nur Gregor Kobel und Nico Schlotterbeck erschienen zu den Pflichtterminen der TV-Rechteinhaber.
BVB: Den Spielern fehlt häufig das Rückgrat
Dass keiner der Spieler spricht, ist eigentlich nebensächlich, wenn es nicht symptomatisch für den Zustand der Mannschaft stehen würde. Auf dem Platz nämlich, da bekam man in den vergangenen Monaten, nein: Jahren häufig den Eindruck, dass bei Rückschlägen kaum ein Spieler im Kader Verantwortung übernehmen würde. In Person von Mats Hummels etwa ist einer der letzten, der für Rückgrat bekannt war, im Sommer gegangen. Es stellte sich am Samstag in Bochum wieder mal die Frage, wie eine Leistungskultur auf dem Rasen, das Übernehmen von Verantwortung etabliert werden soll, wenn sie abseits nicht gelebt wird.
Am Samstag noch lieferte Kovac eine ziemlich skurrile Erklärung für die Abwesenheit der Spieler in der Mixed Zone. „Die Jungs haben jetzt ihr Programm. Wir spielen in vier Tagen wieder, deswegen ist klar, dass sie Maßnahmen unternehmen, damit sie möglichst schnell regenerieren und so schnell wie möglich die Nahrung zu sich führen, die sie brauchen, um dementsprechend schneller wieder an Bord zu sein. Ich bin ja da, das reicht“, sagte Kovac. Nun ist man beim BVB offenbar zur Erkenntnis gekommen: Nein, tut es nicht.
BVB: Mehr News und Hintergründe zu Borussia Dortmund
In der Bundesliga pfui, in der Champions League hui. So lief es für den BVB in dieser Saison immer mal wieder. Während international phasenweise gezaubert wurde, folgte in der Liga sofort eine große Enttäuschung.
So war es auch nach dem 3:0-Sieg in dem Playoff-Hinspiel gegen Sporting Lissabon der Fall gewesen. Vor dem Rückspiel warnt BVB-Coach Niko Kovac seine Mannschaft und spricht gleichzeitig auch Klartext.
BVB: Niko Kovac warnt sein Team
Selbst bei einer 3:0-Führung kann viel schiefgehen. Vor dem Playoff-Rückspiel gegen Sporting Lissabon hat der BVB eigentlich gute Karten, um ins Achtelfinale der Champions League einzuziehen. Cheftrainer Niko Kovac warnt vor der Begegnung am Mittwoch (19. Februar, 18.45 Uhr) seine Mannschaft dennoch.
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„Wir haben erst den ersten Teil überstanden und gehen mit vollem Fokus in die Partie“, sagte Kovac. „Das Entscheidende ist, wieder aufzustehen. Das ist die Schwierigkeit. Manchmal braucht man etwas länger, manchmal geht es schneller. Wir brauchen Zusammenhalt in der Mannschaft. Ich bleibe dabei: Unser Kader hat eine große Qualität. Aktuell ist der Kopf der entscheidende Faktor. Da geht es darum, dass man das etwas aufweicht. Es geht nur um Erfolgsmomente im Training und im Spiel.“
Seit Kovac da ist, gab es gleich zwei bittere Pleiten. Beim Debüt gegen den VfB Stuttgart (1:2) und die blamable Niederlage am vergangenen Wochenende beim Bundesliga-Schlusslicht VfL Bochum, als Borussia Dortmund mit 0:2 kein Land im Ruhrstadion sah.
Wie geht Kovac gegen Lissabon vor?
Für Kovac gibt es allerdings keinen Grund, an der Aufstellung gegen Sporting Lissabon etwas zu verändern. „Als Trainer muss man versuchen, den Spielern das Selbstvertrauen zu geben. Es geht darum, dass der Spieler dieses Vertrauen spürt. Wir haben in den drei Spielen nicht viel gewechselt. Wir versuchen schon, gewisse Automatismen reinzubekommen. Als Trainer sehe ich natürlich die Ergebnisse, aber auch die guten Sachen“, so der BVB-Coach.
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Beim Rückspiel kann Kovac wieder auf Ramy Bensebaini und Neuzugang Carney Chukwuemeka setzen, die beide wieder zur Verfügung stehen. Felix Nmecha hingegen wird den Dortmundern weiterhin fehlen und vermutlich erst in mehreren Wochen wieder auf dem Platz stehen können.
Rückschlag in der Liga gegen Bochum: BVB-Ratlosigkeit
Quelle: imago
Psychologen sprechen bei solch eklatanten Symptomen gern von Self-Fulfilling Prophecies: Sich selbst erfüllende Prophezeiungen. Immer dann, wenn Borussia Dortmund in der Champions League vorgespielt hat, darf der geübte Beobachter mit großer Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass im Liga-Alltag ein Rückschlag folgt.
Am Mittwoch spielt Borussia Dortmund in der Champions League gegen Sporting Lissabon. International läuft es zuletzt besser als in der Bundesliga, wo der BVB nur Elfter ist.18.02.2025 | 1:30 min
“Und täglich grüßt das Murmeltier”: Neun Mal trat das börsennotierte Fußballunternehmen aus dem Ruhrgebiet in dieser Saison in der Königsklasse an, acht Mal gelang danach kein Sieg. Die einzige Ausnahme bildete der 2:1-Erfolg in Heidenheim, den letzten krachenden Rückschlag gab es am Samstag: 0:2 beim Tabellenletzten aus Bochum.
Ist Dortmund ein Fall für die Couch?
Borussia Dortmund ein Fall für die Couch? Sämtliche Symptome deuten darauf hin. Bosz, Stöger, Favre, Terzic (zwei Mal), Rose, Sahin und nun Kovac: Egal, wer in der Nachfolge der Trainer-Granden Jürgen Klopp und Thomas Tuchel auf der Dortmunder Bank Platz nahm, keiner von ihnen konnte einem mit Nationalspielern gespickten Ensemble jene Wankelmütigkeit austreiben, die seit mittlerweile siebeneinhalb Jahren zum Dortmunder Alltag gehört.
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Nun also Niko Kovac, der sich nahtlos in die bekannten Muster einfügt: Zum Einstand eine Heimniederlage in Stuttgart, drei Tage später eine mitreißende zweite Halbzeit bei Sporting Lissabon, dem beim 0:2 in Bochum ein solch blutleerer und uninspirierter Auftritt folgte, dass allenthalben Kopfschütteln zu sehen war.
Ist der BVB schlichtweg untrainierbar?
Einmal mehr drängt sich die Frage auf: Ist diese Mannschaft schlichtweg untrainierbar? Zumindest scheint es nicht an den regelmäßig wechselnden Übungsleitern zu liegen, wie nicht nur Manndecker Nico Schlotterbeck vermutet: “Es ist egal, welcher Trainer draußen steht”, sagte er nach der Pleite von Bochum bei “Sky”:
Die Mannschaft muss von sich aus aus den Pötten kommen. Wir müssen ganz schnell den Turnaround schaffen. Jeder Einzelne muss sich anschauen und bessere Leistungen bringen.
„
Nico Schlotterbeck, Fußball-Profi
Dabei hatte Lars Ricken, Vereinsikone und seit dem vergangenen Mai Geschäftsführer Sport beim BVB, nach dem Sieg in Lissabon noch verkündet, Kovac komme “in die Köpfe und Beine” seiner Akteure. Übersetzt in die Sprache der Fußballer heißt das: “Der Trainer erreicht die Spieler.”
Die Dortmunder verstecken sich
Nur wenige Tage nach diesem Statement waren diese Eindrücke bereits von der tristen Gegenwart eingeholt worden. Nach der Niederlage im kleinen Revierderby tauchten nicht nur Ricken, sondern auch sämtliche anderen Dortmunder Alphatiere ab, die das mutlose Gekicke ihrer sündhaft teuren Belegschaft mit versteinerter Miene auf der Tribüne verfolgt hatten.
Zudem blieben sich die Kicker, die sich auf dem Rasen bis zur Unkenntlichkeit versteckt hatten, treu, indem sie in der Mixed Zone des Bochumer Ruhrstadions durch Abwesenheit glänzten.
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Gute Nachricht in tristen BVB-Zeiten
Die Sprachlosigkeit von Spielern und Entscheidungsträgern ist ein beredter Beleg dafür, wie groß Ernüchterung und Ratlosigkeit im Dortmunder Lager inzwischen sind. Immerhin, eine gute Nachricht gibt es in tristen Zeiten der Mittelmäßigkeit: Am Mittwoch (18.45 Uhr) geht im größten Stadion der Republik wieder das Flutlicht an.
Wenn Sporting Lissabon zum Rückspiel ins Revier kommt, werden sich die Gastgeber mit Sicherheit leichter tun als bei den lästigen Pflichtaufgaben gegen Bochum oder wenige Tage später gegen Union Berlin.
Quelle: Reuters
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“Werde dafür sorgen, dass das nicht mehr passiert”
18.02.2025 – 16:46 UhrLesedauer: 2 Min.
Niko Kovač auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Sporting: Der Trainer ist schwach in seine Amtszeit gestartet. (Quelle: IMAGO/Dennis Ewert/RHR-FOTO/imago)
Dass seine Spieler sich nach der Pleite in Bochum nicht den Medien stellten, ärgerte BVB-Trainer Niko Kovač. Der 53-Jährige reagierte jetzt deutlich.
Nach der 0:2-Niederlage gegen den VfL Bochum blieb Borussia Dortmunds Mannschaft gegenüber den Journalisten stumm – sehr zum Ärger von Trainer Niko Kovač. Vor dem Playoff-Rückspiel in der Champions League gegen Sporting Lissabon kündigte er an, dass es so etwas künftig nicht mehr geben werde.
“In Zukunft werden sich die Spieler den Nachfragen stellen. Das gehört zum Leben dazu. Das werden wir mit Sicherheit besser machen”, stellte Kovač auf einer Pressekonferenz klar. Nach der Niederlage beim abstiegsbedrohten Reviernachbarn hatten sich fast alle Profis den Medien entzogen. Lediglich zwei Spieler erfüllten ihre vertraglichen Pflichten und stellten sich zumindest den TV-Kameras.
“Das ist nicht gut gelaufen, dass niemand bei der schreibenden Zunft war”, erklärte Kovač. “Da werde ich auch dafür sorgen, dass das in Zukunft nicht mehr passiert. Ich bitte um Nachsicht.”
Auf die sportliche Leistung seiner Mannschaft wollte der Trainer jedoch nicht allzu kritisch blicken. “Ich sehe die Ergebnisse. Aber ich sehe auch das, was es an guten Sachen gibt”, so Kovač. Mit zwei Niederlagen in den ersten beiden Bundesliga-Spielen hatte er einen Fehlstart hingelegt – so schlecht hatte kein Dortmunder Trainer seit über 40 Jahren in der Liga seine Amtszeit begonnen. Dennoch betonte er: “Wenn wir als Trainerteam jetzt auch noch draufhauen, ist niemandem geholfen.”
Während der BVB in der Bundesliga den eigenen Ansprüchen hinterherläuft, steht das Team in der Champions League vor dem Einzug ins Achtelfinale. Nach dem 3:0-Hinspielerfolg in Portugal geht Borussia Dortmund mit einer guten Ausgangslage in das Rückspiel mit Sporting Lissabon (Mittwoch, ab 21 Uhr im Liveticker bei t-online).
Nach drei Jahren bei Borussia Dortmund steht Marcel Lotka vor dem Abschied. Der 23-Jährige will den nächsten Karriereschritt machen – doch wohin führt sein Weg?
Marcel Lotka gilt als einer der besten Torhüter der 3. Liga und war in dieser Saison bereits 19-mal für Borussia Dortmund II im Einsatz. Doch für die Profimannschaft des BVB kam der 23-Jährige in seinen zweieinhalb Jahren im Verein noch kein einziges Mal zum Zuge. Da die Konkurrenz mit Stammkeeper Gregor Kobel und Ersatzmann Alexander Meyer zu groß ist, bleibt Lotka nur die Rolle des dritten Torwarts – eine Perspektive, die ihn kaum zufriedenstellt.
„Ich weiß natürlich, dass mein Vertrag ausläuft. Jedes Spiel ist ein Bewerbungsschreiben. Wir werden sehen, was im Sommer passiert“, erklärte er nach dem letzten Sieg des BVB II gegenüber den Ruhr Nachrichten.
Sein Vertrag bei Borussia Dortmund endet im Sommer 2025, doch ein Verbleib bei den Schwarz-Gelben ist so gut wie ausgeschlossen. Lotka will sich weiterentwickeln und auf höherem Niveau spielen als in der 3. Liga. Ein Wechsel im Winter schien bereits möglich, doch Gespräche mit dem 1. FC Heidenheim verliefen ergebnislos. Auch der FC Augsburg und der 1. FC Köln wurden als mögliche Interessenten gehandelt.
BVB-Keeper Lotka mit Bundesliga-Erfahrung
Trotz der ungewissen Zukunft gibt sich der Torhüter gelassen: „Alles entspannt. Ich bin noch jung, ich habe noch Entwicklungspotenzial. Ich glaube, Borussia Dortmund ist einer der besten Vereine in Deutschland. Ich versuche, in jedem Training Gas zu geben, an meinen Schwächen zu arbeiten und mich weiterzuentwickeln.“
Dabei bringt Lotka durchaus Bundesliga-Erfahrung mit: In der Saison 2021/22 stand er zehnmal für Hertha BSC zwischen den Pfosten. Seit seinem Wechsel nach Dortmund im Sommer 2022 sammelte er jedoch ausschließlich Einsätze in der U23. In der 3. Liga hat er inzwischen 77 Spiele absolviert und sich dabei oft als starker Rückhalt für seine Mannschaft bewiesen.
Da Marcel Lotka im Sommer ablösefrei zu haben ist, dürfte er für viele Klubs eine interessante Option sein. Sein Ziel ist klar: Er will den nächsten Karriereschritt gehen und sich auf einem höheren Level beweisen. Bei welchem Verein er in der kommenden Saison spielen wird, bleibt abzuwarten.
Der BVB steht mit einem Bein im Achtelfinale der Champions League. Im Playoff-Rückspiel gegen Sporting will Niko Kovač nicht stolpern. Wie stellt er den BVB auf?
Dortmund – Borussia Dortmund hat in der laufenden Champions-League-Saison bereits mehrfach die Wunden geleckt, die eine desolate Bundesliga-Spielzeit hinterlassen hat. Nach der 0:2-Niederlage im kleinen Revierderby gegen den VfL Bochum steht am Mittwochabend (18.45 Uhr, alle TV-Infos) das Rückspiel in der Playoff-Runde gegen den portugiesischen Meister Sporting an.
Im Hinspiel unter der vergangenen Woche triumphierte Dortmund überraschend deutlich mit 3:0 und schuf sich damit eine hervorragende Ausgangsposition für den Einzug ins Achtelfinale der Königsklasse. Besonders in der zweiten Halbzeit zeigte das Team von Neu-Trainer Niko Kovač bei dessen Dortmunder Champions-League-Debüt eine beeindruckende Leistung.
Nach der Blamage in Bochum befürchten jedoch viele Fans, dass Dortmund den sicher geglaubten Einzug ins Achtelfinale noch verspielen könnte. Doch es gibt zumindest positive Nachrichten in Bezug auf das Personal.
BVB-Coach Niko Kovač warnt: „Es ist erst Halbzeit“
Kovač kann wieder auf Julian Ryerson zurückgreifen, der in Bochum gesperrt war und dort von Niklas Süle unglücklich vertreten wurde. Im Vergleich zur peinlichen Niederlage sind grundsätzlich mehrere Änderungen denkbar, auch weil die Mannschaft ihr viertes Pflichtspiel innerhalb von zwölf Tagen bestreitet und Kovač bisher nur minimal rotiert hat.
„Ich bin Fußballer. Die Runde ist noch nicht vorbei, es ist erst Halbzeit. Ich erwarte ein hartes Spiel für uns, wir gehen da mit 100 Prozent an die Sache. Es gibt kein Kalkulieren, wir wollen das Spiel gewinnen. Gehen Sie davon aus, dass wir nicht zu viel verändern werden“, erklärte Kovač am Dienstag allerdings auf der UEFA-Pressekonferenz. „Wir sind nicht so dumm zu sagen, dass die Sache schon durch ist.“
BVB soll „gewisse Automatismen reinbekommen“
Neben Ryerson stehen dem Trainer auch Ramy Bensebaini und Carney Chukwuemeka wieder zur Verfügung, die in Bochum mit Blessuren fehlten. Beim öffentlichen Abschlusstraining am Dienstagvormittag wurde nur der noch länger verletzte Felix Nmecha vermisst. Bensebaini und Chukwuemeka sind Optionen für den Kader im Rückspiel gegen Sporting.
„Es ist noch zu früh, sie in die Startelf zu schicken. Wir haben Pläne, dass sie Minuten bekommen, aber der Ausblick geht eher in die nächsten Spiele“, betonte Kovač. Der Trainer deutete zudem an, dass zuletzt schwächelnde Spieler wie Julian Brandt oder Marcel Sabitzer in der Startelf bleiben dürften.
„Als Trainer muss man versuchen, den Spielern das Selbstvertrauen zu geben. Zum einen holt man sich das über gute Trainingseinheiten, gute Spiele und Siege, aber es geht auch darum, dass der Spieler das Vertrauen spürt. Wir haben drei Spiele gespielt und nicht viel gewechselt. Wir versuchen schon, gewisse Automatismen reinzubekommen in der Kürze der Zeit“, erklärte Kovač.
Die voraussichtliche Aufstellung des BVB im Heimspiel gegen Sporting
Kovačs Aussagen lassen darauf schließen, dass nur Ryerson in die Startelf zurückkehren dürfte, während die anderen Spieler eine weitere Chance erhalten. Es gibt Alternativen, insbesondere in der Offensive mit den jungen Maximilian Beier, Julien Duranville oder Giovanni Reyna. Auch ist es denkbar, dass Salih Özcan anstelle des erneut enttäuschenden Sabitzer beginnt, um mehr Physis ins Spiel zu bringen.
Niko Kovac (53) greift beim BVB zum ersten Mal durch!
Konkret geht es dabei auch um den Charakter der BVB-Stars. Hintergrund: Bei der 0:2-Blamage im kleinen Pott-Derby beim VfL Bochum hatte sich kein Spieler freiwillig den Journalisten in der Interview-Zone gestellt. Nur den Pflichtaufgaben bei den Rechte-Inhabern wurde in Person von Torwart Gregor Kobel (27) und Vize-Kapitän Nico Schlotterbeck (25) nachgekommen.
Borussia Dortmund erwartet Felix Nmecha frühestens im Laufe des nächsten Monats zurück. Das geht aus einem kurzen Update von Trainer Niko Kovač am Dienstag hervor.
Nmecha zog sich Ende Januar eine Bänderverletzung im Knie zu. Der BVB kommunizierte anfangs zwar, dass die Rückkehr mehrere Wochen in Anspruch nehme, umriss die zu erwartende Ausfallzeit aber nicht konkreter.
Im Vorgespräch zum Rückspiel gegen Sporting CP in den Champions-League-Playoffs verriet Kovač nun, dass er im Februar nicht mehr mit dem flexibel einsetzbaren Mittelfeldakteur rechnet. „Sicherlich wird es Richtung Mitte, Ende März gehen, wenn alles gut läuft“, so der aktuelle Stand.
Quelle: Pressekonferenz
LIGAINSIDER-DURCHSCHNITTSNOTE in den letzten VIER Jahren