Autor: Stre

  • Schock-Diagnose: Big-City-Virus: Bundesliga-Gigant BVB

    Schock-Diagnose: Big-City-Virus: Bundesliga-Gigant BVB


    Das jetzt auch noch. Borussia Dortmund hat sich endgültig mit dem Big-City-Virus infiziert. Der Bundesliga-Gigant aus dem Ruhrgebiet ist gelähmt und zeigt Verhaltensmuster, die den Hauptstadtklub Hertha BSC aus dem modernen Fußball führten. Heilung ist nicht in Sicht.

    Da lagen sie nun vor dem Tor und da standen sie nun im Tor, hinter ihnen sangen und jubelten die Fans und vor ihnen gruppierten sich die Fotografen. Es war ein Ereignis, das festgehalten werden musste. Der Aufstieg in die Fußball-Bundesliga hatte sich allein für dieses Spiel für die Geschichtsbücher am 14. Januar 2025 gelohnt. Die Profis von Holstein Kiel hatten jeden Grund, so richtig glücklich zu sein. Mit 4:2 (3:0) hatten sie gerade Borussia Dortmund aus dem Stadion gefegt.

    Die Spieler von Kiel hatten sich in den letzten Minuten nach einer Roten Karte für Lewis Holtby gegen den unbeholfen anrennenden BVB nicht nur erfolgreich gegen den Ausgleich gestemmt, nein sie hatten darüber hinaus noch ein wunderbares Außenseitertor geschossen. Noch in 50 Jahren werden sich die Menschen in Kiel an den Moment erinnern, als Fiete Arp an diesem kalten Dienstagabend im Holstein-Stadion zum 4:2 ins leere Tor von Borussia Dortmund traf. Es war nichts anderes als ein Jahrhunderttor, eines, das auch kurzfristig zumindest für die nächsten Wochen sogar den Klassenerhalt in der Bundesliga möglich erscheinen lässt.

    Wie Arps später Stich ins Dortmunder Herz in vier Monaten beim BVB gewertet wird, ist hingegen noch lange nicht absehbar. Momentan deutet jedoch vieles darauf hin, dass die Katastrophe in Kiel, denn nichts anderes war diese Pleite beim Aufsteiger, als Symbol für den Niedergang eines aus der Zeit fallenden Giganten stehen wird. Nach der schlechtesten Hinrunde seit zehn Jahren hechelt der BVB der wirtschaftlich so wichtigen Qualifikation für die Königsklasse mindestens fünf, vielleicht sogar acht Punkte hinterher. Auch eine Qualifikation für die Europa oder Conference League erscheint momentan außer Reichweite. Wieder einmal müssen die großen Linien bemüht werden, um zu verstehen, auf welchem fatalen Kurs der Finalteilnehmer der letztjährigen Champions League sich befindet. Kurzfristig kann es bereits an diesem Spieltag noch in die zweite Hälfte der Tabelle gehen, langfristig sogar noch tiefer. Denn die Diagnose ist ein Schock für alle.

    Zwischen Manchester und Berlin

    Borussia Dortmund, der ehemals zweite Leuchtturm der Bundesliga, leidet an dem Manchester-United-Syndrom eines abstürzenden Top-Klubs. Er nimmt sich immer sehr wichtig und denkt, dass nur, weil früher alles in Ordnung war, auch die Zukunft golden erscheinen wird. Das lähmende Gift der Erinnerung macht den Klub handlungsunfähig. Er bleibt immer dort, wo er schon ist. Er agiert mit den immer gleichen Methoden und erzählt die immer gleichen Geschichten. Bis sich Beobachter gelangweilt abdrehen, bis die Substanz immer schlechter wird und kaum noch Möglichkeiten bleiben, die Richtung zu ändern.

    Trainer kommen und Trainer gehen. Unter den Bedingungen des Familien-Unternehmers Hans-Joachim Watzke aus dem Sauerland. Nach außen sind sie alle eins, im Inneren jedoch zutiefst uneinig. Vereinsvereiner wie Edin Terzić werden ohne große Not zum Rücktritt gedrängt, weil sie nicht so schönen Fußball spielen lassen. Präsidenten sollen auf Mitgliederversammlungen instrumentalisiert werden. Rüstungsunternehmen treten als Sponsor auf, während die Verteidigung auf dem Platz zusammenbricht, wie die “Süddeutsche Zeitung” vor einigen Monaten bemerkte.

    Neben dem Manchester-United-Syndrom hat Borussia Dortmund sich jedoch noch mit dem “Big-City-Virus” infiziert. Noch gefährlicher! Dieser riss vor weit über fünf Jahren Hertha BSC in den Abgrund. Rückblick: Der durch Lars Windhorst kurzfristig zu Geld gekommene Klub hatte sich im Sommer 2019 von Trainer Pal Dardai getrennt. Der Dardai-Ball hatte dem Klub in den Jahren zuvor zwar Stabilität gebracht, doch es sollte mehr sein. Als alle mit einem großen Namen rechneten, zauberte der da bereits umstrittene Sportvorstand Michael Preetz den vereinseigenen Übungsleiter Ante Covic aus dem Hut. Das Experiment scheiterte. Der Verein verlor in den fatalen Wochen unter Trainer Jürgen Klinsmann endgültig die Kontrolle. Externe Kräfte entwickelten eine Wucht, die alles zerstörte, was der Klub aufgebaut hatte. Bald ging auch Preetz, bald ging auch der langjährige Präsident Werner Gegenbauer.

    Dieser Tage spielt der Hauptstadtklub in der zweiten Liga, kämpft weiter mit finanziellen Problemen, hat jedoch etwas geschaffen, was größer ist als die 90 Minuten auf dem Platz. Sportlicher Erfolg soll weiter her, die Rückkehr in die erste Liga auch, doch nicht mehr zu jedem Preis. Doch diese Entkopplung vom modernen Fußball, die unter dem vor genau einem Jahr verstorben Kay Bernstein zum “Berliner Weg” wurde, ist schmerzhaft und macht aus einem internationalen Leuchtturm einen Klub, der kaum mehr über Stadtgrenzen strahlt.

    Andere Klubs sind längst attraktiver

    So verlockend also der Hertha-Absturz für das Wohlbefinden der Fangemeinschaft auch der Dortmunder ist, so kann sich der Klub diese Abwesenheit von Ambitionen kaum leisten. Es gibt keinen kontrollierten Absturz im Fußball. Alles drängt nach oben und was sich dort nicht hält, fällt brutal.

    Problematisch wird es daher nun, wenn die verzweifelten Erklärungsversuche der Borussia wieder nur in Stillstand münden und mit den ewig gleichen Forderungen nach “Konsequenzen” für diese mit allerhand Adjektiven umschriebenen Katastrophen garniert werden und diese allesamt ohne Folgen bleiben. Denn Stillstand ist der unsichtbare Begleiter des Rückschritts. In diesem Konstrukt ohne Konsequenzen ist mal der eine sauer und mal der andere. Es ist für Außenstehende kaum mehr zu durchschauen, worauf sie gerade sauer sind. Meist sind es Niederlagen. Sie stärken sich dabei so lange den Rücken, bis nichts mehr zu stärken ist. Bis der nächste Umbruch kommt, der den Kader wieder ein wenig schlechter macht.

    "Windhund" Maxi Beier ist noch lange nicht in Dortmund angekommen. "Windhund" Maxi Beier ist noch lange nicht in Dortmund angekommen.

    “Windhund” Maxi Beier ist noch lange nicht in Dortmund angekommen.

    (Foto: IMAGO/Kirchner-Media)

    Aus Jadon Sancho wird dann Donyell Malen, aus Jude Bellingham wird Felix Nmecha, aus Erling Haaland erst Sebastien Haller, dann Niclas Füllkrug und dann Serhou Guirassy. Aus Mats Hummels wird Waldemar Anton und aus dem ewigen Marco Reus wird der ewige Julian Brandt. Nichts wird besser. Alles wird egaler – und andere Klubs werden begehrter. Weil sie die attraktiveren Trainer haben, weil sie ein besseres Scouting haben, weil sie eine bessere Geschichte erzählen und die Spieler sich im Durchlauferhitzer Bundesliga dort besser für ihre Karriere aufladen können. Es darf bezweifelt werden, ob Dortmund im aktuellen Zustand noch einmal ein Juwel wie Haaland erbeuten könnte.

    Kehl, kaum verlängert und schon wieder angezählt

    Das ist ein Problem für den BVB, der von der Entwicklung dieser Stars lebt und die großen Transfers braucht, um den Kader zu finanzieren. Oft erzählt. Und momentan im Hintergrund. Denn der Klub hat ganz akute Probleme. Er muss aktuell entscheiden, wie er vor dem Spiel gegen Eintracht Frankfurt am Freitag (20:30 Uhr/DAZN und im Liveticker auf ntv.de) reagieren soll. Der Trainer bleibt. So viel ist klar. Er bekommt mindestens noch ein Endspiel in diesen Tagen, in denen sich für den BVB Endspiel an Endspiel reiht. Jede Partie könnte das Ende ihrer Ambitionen sein. In Europa, wo die direkte Qualifikation für das Achtelfinale nicht mehr sicher ist, und in der Bundesliga, wo jede weitere Niederlage die Aufgabe unlösbarer macht.

    Sahin, sagte Sportvorstand Lars Ricken in Kiel, habe die Mannschaft “vor dem Spiel nicht nur taktisch, sondern auch emotional hervorragend eingestellt”, berichtete jedoch auch davon, dass er beim Team bereits vor der Partie fehlende Überzeugung bemerkt habe. “Es liegt nicht am Trainer, wir Spieler sind dafür verantwortlich”, sagte Kapitän Emre Can. Sahin und Co. hätten immer einen Matchplan, aber “wir kriegen es nicht hin. Wir können so nicht Fußball spielen”, sagte er: “Das hat was mit Ehre zu tun. Bei allem Respekt vor Kiel.”

    Bezeichnend dabei ist die Vertragsverlängerung mit Sportdirektor Sebastian Kehl, der große Teile des Kaders zu verantworten hat. Schon lange wird rund um den Verein über die Arbeit des ehemaligen Kapitäns getuschelt. Zufrieden ist kaum jemand, manche äußern ihr Mitleid für den Mann im Haifischbecken Dortmund. Als sich nun dem Klub jedoch die Chance bot, Kehls Vertrag im kommenden Sommer auslaufen zu lassen, bekam er einen neuen angeboten. Was nur eine Verlängerung der Tuschelei darstellt, denn schon berichten jene, die um den Verein herumschwirren, von der Möglichkeit einer Entlassung im Sommer.

    Der letzte glückliche Moment liegt lange zurück

    In diesem Winter aber muss Kehl erst einmal neue Spieler ranschaffen. Der auf Kante genähte Kader, der nach dem Abgang des Niederländers Donyell Malen weiter an Substanz verloren hat, soll mal wieder kurzfristig auf Erfolg getrimmt werden. Der Blick, so ist überall zu lesen, richtet sich dabei wieder einmal auf die Ersatzbank von Chelsea. Dort tummeln sich die Spieler, nach denen der uninspirierte BVB greift. Sie sind jung, teuer und ohne Spielpraxis. Chelseas Plan dabei: Im Westfalenstadion sollen diese ihren Marktwerten aufmöbeln, damit sie danach für gutes Geld verkauft werden können. Wenn es nicht klappt, gibt es noch genug andere Spieler. Für den BVB müssen die Transfers jedoch sitzen.

    Those were the days, my friend. Those were the days, my friend.

    Those were the days, my friend.

    (Foto: IMAGO/Moritz Müller)

    Der Klub hängt an dem Tropf des modernen Fußballs. Der Klub braucht das Geld der internationalen Wettbewerbe, sie brauchen die Anerkennung Europas und der Welt, um ihr System am Laufen zu halten. Denn das “Big-City-Virus” übertrumpft das “Manchester-United-Syndrom”. Das ist ein Problem. Manchester United hält aufgrund der Besonderheiten des englischen Systems den Kopf zumindest finanziell weiter über Wasser.

    Als Dortmund das letzte Mal so richtig glücklich war, stürmten die Spieler vor die Kurve, manche rissen die Grenzen nieder und fanden sich auf einmal neben den Ultras wieder. Sie gingen ineinander auf und freuten sich gemeinsam diebisch über den Einzug ins Finale der Champions League. Das war im Mai 2024. Der BVB hatte in Paris gewonnen. Die Spieler standen vor der Tribüne, hinter ihnen sangen die Fans und die Fotografen gruppierten sich, um diese Momente für die Ewigkeit festzuhalten. In Kiel stiegen nun einige Fans über den Zaun und redeten auf die Spieler ein. Meist sind das die letzten Zuckungen, bevor alles noch viel schlimmer wird. Fragen Sie nach in Berlin, fragen Sie aber auch nach in Hamburg oder auf Schalke.



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  • FCK-Investor fordert Aufstieg: Das sagt Hengen zum…

    FCK-Investor fordert Aufstieg: Das sagt Hengen zum…


    Der 1. FC Kaiserslautern hat sich in Richtung Bundesliga-Aufstiegsplätze gekämpft. Trainer Markus Anfang bleibt zurückhaltend, während Investor Axel Kemmler klare Ziele formuliert: „Unter die ersten drei kommen.“

    Wie reagiert Geschäftsführer Thomas Hengen auf den klaren Befehl, in die 1. Liga aufzusteigen? Lesen Sie seine spannenden Aussagen exklusiv nur mit BILDplus.



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  • Übernimmt Ex-Dortmund-Coach Edin Terzic bei Tottenham Hotspur?

    Übernimmt Ex-Dortmund-Coach Edin Terzic bei Tottenham Hotspur?


    Der frühere Dortmund-Trainer Edin Terzic wird mit einem möglichen Engagement bei Tottenham Hotspur in Verbindung gebracht.

    Bis zum Sommer 2024 war Edin Terzic Trainer von Borussia Dortmund, nun könnte der 42-Jährige möglicherweise vor einem Engagement in der Premier League stehen.

    Wie das Portal “Teamtalk” berichtet, wird der frühere BVB-Coach als möglicher neuer Trainer von Tottenham Hotspur gehandelt.

    Bei den Spurs steht der aktuelle Amtsinhaber Ange Postecoglu nach zuletzt enttäuschenden Ergebnissen unter Druck.

    Zuletzt flogen die Londoner innerhalb von nur vier Tagen zunächst aus dem Ligapokal und dann auch noch dem FA-Cup raus. In der Premier League ist Tottenham zudem nur auf Rang 14.

    Zwar soll Spurs-Besitzer Daniel Levy weiterhin an Postecoglu festhalten wollen, allerdings dürften im Hintergrund schon Vorbereitungen laufen, sollte sich die sportliche Situation unter dem Australier nicht verbessern.

    Die Premier League wäre für Terzic kein komplettes Neuland, immerhin war er beim Londonern Spurs-Rivalen West Ham einst von August 2015 bis November 2017 als Co-Trainer von Slaven Bilic.

    Als Cheftrainer arbeitete der Deutsch-Kroate Terzic hingegen bislang nur in Dortmund. Den Revierklub führte er im Frühjahr 2024 sogar bis ins Finale der Champions League. Nach der Niederlage im Endspiel gegen Real Madrid entschieden sich Terzic und der BVB zur Trennung nach zwei gemeinsamen Jahren.

    Zuvor war Terzic auch schon von Ende 2020 bis zum Sommer 2021 Trainer des BVB. Damals beendete er sein Engagement mit dem Gewinn des DFB-Pokals.



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  • Aston Villa beruft Ex-BVB-Star Malen nicht in den Kader

    Aston Villa beruft Ex-BVB-Star Malen nicht in den Kader


    Nach Wintertransfer

    Rückschlag für Ex-BVB-Star: Er darf nicht Champions League spielen


    07.02.2025Lesedauer: 2 Min.

    Donyell Malen: Er wird vorerst nicht mehr in der Königsklasse auflaufen.Vergrößern des Bildes

    Donyell Malen: Er wird vorerst nicht mehr in der Königsklasse auflaufen. (Quelle: Ryan Browne/Shutterstock/imago-images-bilder)

    Im Winter verließ Donyell Malen Borussia Dortmund in Richtung Aston Villa. Schon jetzt muss er allerdings den ersten Rückschlag wegstecken.

    Das hatte er sich wohl ganz anders vorgestellt: Bei Borussia Dortmund hatte Donyell Malen auf seiner Außenposition zunehmend das Nachsehen und kam immer weniger zum Einsatz. Folglich entschied sich der niederländische Nationalspieler für einen Vereinswechsel.

    Vom BVB zog es Malen für eine Ablösesumme von rund 25 Millionen Euro in die Premier League zu Aston Villa. Kaum dort angekommen, muss er jedoch einen Rückschlag verkraften. Denn zumindest in der Champions League wird Malen für seinen neuen Klub vorerst nicht auflaufen können.

    Der Klub meldete den 26-Jährigen nicht für seinen Königsklassen-Kader. Die Regeln erlauben den Klubs nach der Wintertransferphase nur drei Änderungen in ihren Kadern. Da der Klub neben Malen auch noch Marco Asensio Marcus Rashford, Andres Garcia sowie Axel Disasi verpflichtete, war klar, dass zwei Neuzugänge nicht für die Champions League gemeldtet werden konnten.

    Nun ist klar, dass dieses Schicksal neben Garcia auch Malen erwischt. Die Champions-League-Saison ist für ihn somit beendet. “Natürlich ist es keine gute Entscheidung, die ich gestern treffen musste”, erklärte Trainer Unai Emery, “aber ich habe mit Andres und Donyell gesprochen, um ihnen die Entscheidung mitzuteilen, und ich habe meine Entscheidung ihnen gegenüber begründet.”

    Das Team habe nach den Abgängen von Jhona Duran zu Al-Nassr, Jaden Philogene zu Ipswich Town und Diego Carlos zu Fenerbahçe Istanbul drei Abgänge ersetzen müssen. “Wir haben im Transferfenster mehr Änderungen vorgenommen, als wir eigentlich wollten”, so Emery.

    Besonders ärgerlich für Malen: Sollte der BVB die Zwischenrunde in der Champions League gegen Sporting Lissabon überstehen, könnte es im Achtelfinale zu einem direkten Duell zwischen Villa und den Schwarz-Gelben kommen. Malens Wiedersehen mit dem Ex-Klub fällt aber so oder so aus.



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  • 2. Bundesliga LIVE: Magdeburg – Köln heute im TV, Liveticker…

    2. Bundesliga LIVE: Magdeburg – Köln heute im TV, Liveticker…


    Der 1. FC Magdeburg empfängt heute den 1. FC Köln. Der Anstoß ist um 18:30 Uhr in der Avnet Arena. SPORT1 erklärt Ihnen, wo Sie das Spiel im TV, Livestream und Liveticker verfolgen können.

    Update (18:00 Uhr): Die Aufstellungen Magdeburg – Köln sind da

    • 1. FC Köln: Marvin Schwäbe, Dominique Heintz, Timo Hübers, Joël Schmied, Leart Paqarada, Dejan Ljubicic, Jan Thielmann, Mathias Olesen, Florian Kainz, Linton Maina, Damion Downs
    • 1. FC Magdeburg: Dominik Reimann, Marcus Mathisen, Jean Hugonet, Daniel Heber, Mohammed El Hankouri, Martijn Kaars, Silas Gnaka, Alexander Nollenberger, Baris Atik, Alexander Ahl Holmström, Livan Burcu

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    Der 1. FC Magdeburg steht vor einer herausfordernden Partie gegen den Tabellenführer 1. FC Köln in der Avnet Arena. Unter der Leitung von Trainer Christian Titz, der sein 100. Zweitliga-Spiel bestreitet, hofft Magdeburg, den Heimfluch zu brechen.

    Seit 15 Heimspielen wartet das Team auf einen Sieg, was einen Negativrekord in der 2. Bundesliga darstellt. Trotz dieser Durststrecke konnte der FCM in der Vergangenheit gegen Absteiger überzeugen, wie der 3:0-Sieg gegen Schalke im Februar 2024 zeigt.

    Titz’ Mannschaft hat in seinen bisherigen 99 Spielen 150 Tore erzielt, musste jedoch auch 153 Gegentore hinnehmen, was die defensive Anfälligkeit unterstreicht.

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    Magdeburg – Köln LIVE im TV, Livestream, Ticker

    • TV: Sky
    • Livestream: Sky
    • Liveticker: SPORT1

    Der 1. FC Köln reist mit einer beeindruckenden Serie von 28 Punkten aus den letzten elf Spielen nach Magdeburg. Unter Trainer Gerhard Struber hat sich der FC von Platz zwölf an die Tabellenspitze vorgearbeitet, wobei sie zuletzt drei Spiele in Folge gewinnen konnten.

    Besonders auffällig ist die Fähigkeit der Kölner, Spiele mit dem knappsten aller Ergebnisse zu gewinnen: Sieben 1:0-Siege in dieser Saison sind Ligaspitze. Zudem hat der FC in dieser Spielzeit bereits neunmal zu Null gespielt, was ebenfalls ein Ligabestwert ist.

    Diese defensive Stabilität könnte auch gegen Magdeburg entscheidend sein.

    Offensivstärke und Schlüsselspieler beider Teams

    Beide Mannschaften zeichnen sich durch ihre Offensivkraft aus, wobei Köln mit 360 Schüssen und 40.8 Expected Goals die Liga anführt. Magdeburg folgt dicht dahinter mit 318 Schüssen und 38.2 Expected Goals.

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    Ein besonderes Augenmerk liegt auf Magdeburgs Martijn Kaars, der mit 15 Toren der Toptorjäger der Liga ist. Auf Kölner Seite ist Damion Downs mit neun Toren eine zentrale Figur, der zuletzt in zwei Spielen in Folge traf.

    Unterstützt wird er von Linton Maina, dem Topvorlagengeber der Liga mit neun Assists. Diese Spieler könnten den Unterschied in einem hart umkämpften Duell ausmachen.

    Historische Bilanz und taktische Ausrichtung

    Das Hinspiel zwischen beiden Teams endete mit einem überraschenden 2:1-Sieg für Magdeburg, trotz einer Flut von 34 Abschlüssen seitens Köln. Diese Partie zeigt, dass Magdeburg durchaus in der Lage ist, gegen die Großen der Liga zu bestehen.

    Taktisch wird es spannend zu sehen, wie beide Trainer ihre Teams aufstellen, um die Stärken des Gegners zu neutralisieren. Köln wird versuchen, durch hohe Ballgewinne, in denen sie mit 188 die Liga anführen, Druck zu erzeugen, während Magdeburg mit 163 hohen Ballgewinnen ebenfalls aggressiv agieren wird.

    Die Partie verspricht ein intensives Duell zweier taktisch versierter Mannschaften zu werden.

    Wird 1. FC Magdeburg gegen 1. FC Köln heute im Free-TV übertragen?

    Nein, das Spiel wird nicht im Free-TV zu sehen sein.

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    2. Bundesliga heute: Wo wird FCM gegen KOE im TV & Stream übertragen?

    Das Spiel kann live bei Sky im TV und Stream verfolgt werden.

    2. Bundesliga: 1. FC Magdeburg gegen 1. FC Köln im Liveticker bei SPORT1 verfolgen

    Sie können das Spiel im Liveticker auf SPORT1 verfolgen. Klicken Sie auf den Link, um zum Liveticker zu gelangen: 1. FC Magdeburg gegen 1. FC Köln im Liveticker bei SPORT1

    Möchten Sie auch andere 2. Bundesliga-Partien im Ticker verfolgen, können Sie in unserer Liveticker-Übersicht fündig werden.

    Highlights auf den digitalen SPORT1 Plattformen

    SPORT1 bietet neben dem Topspiel der 2. Bundesliga im Free-TV auch eine umfangreiche Highlight-Berichterstattung zur 2. Bundesliga!

    Fans können auf den digitalen Kanälen von SPORT1 jeweils ab Montag, 0:00 Uhr, on-demand alle Highlights des jeweiligen Spieltags in Videoclips erleben.

    Die Highlight-Videos stehen anschließend bis zum Saisonende zur freien Verfügung auf Abruf.



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  • BVB-Star Serhou Guirassy wird zum Schwalbenkönig: Ex-Trainer übt scharfe Kritik

    BVB-Star Serhou Guirassy wird zum Schwalbenkönig: Ex-Trainer übt scharfe Kritik


    1. ruhr24
    2. BVB
    BVB-Stürmer Serhou Guirassy schaut entsetzt.
    BVB-Stürmer Serhou Guirassy wurde im Doppelpass wegen seiner Spielweise angegangen. © Bahho Kara/Kirchner Media

    BVB-Stürmer Serhou Guirassy erarbeitet sich aktuell den Ruf als Schwalbenkönig. Trainer-Legende Armin Veh hat dafür kein Verständnis.

    Dortmund/München – Serhou Guirassy ist bei Borussia Dortmund in dieser Spielzeit die Lebensversicherung in der Offensive. 19 Tore und fünf Vorlagen konnte der Angreifer bislang schon beisteuern. Trotzdem erntet der 28-Jährige aktuell auch viel Kritik. Vor allem seine Spielweise in bestimmten Situationen kommt nicht bei jedem gut an.

    BVB-Star Serhou Guirassy wird zum Schwalbenkönig: Ex-Trainer übt scharfe Kritik

    Was die Leute und teilweise sogar die eigenen BVB-Fans stört, sind die zunehmenden Schwalben von Guirassy. Häufig lässt sich der Torjäger im Zweikampf theatralisch fallen und wartet auf einen Pfiff des Schiedsrichters. Dieses Phänomen beschränkt sich dabei nicht mehr nur auf den gegnerischen Strafraum, wo es unter Umständen zur „Belohnung“ einen Elfmeter geben würde.

    Bei der 1:2-Niederlage des BVB gegen den VfB Stuttgart versuchte der Dortmunder sogar am Mittelkreis auf äußerst plumpe Art und Weise einen Freistoß zu schinden. Die Schwalbe wird im Fußball oftmals als letztes Mittel gewählt, wenn der Spieler merkt, dass er nicht mehr an den Ball kommt. Guirassy lässt dabei jedoch hin und wieder auch gute Möglichkeiten ungenutzt.

    Auch Trainer-Ikone Armin Veh ist das Verhalten von Guirassy negativ aufgefallen. Im Doppelpass am Sonntag (9. Februar) kritisierte er den BVB-Star dafür scharf. „Er fällt mir viel zu viel um, bei jedem Zweikampf liegt er relativ schnell am Boden“, sagte der 64-Jährige.

    Armin Veh über BVB-Star Guirassy: „Er ist wesentlich schwächer in Dortmund“

    In der Vorsaison habe Guirassy diese Attitüde noch nicht an den Tag gelegt, erklärte Veh: „Letztes Jahr hat er hier alle Bälle angenommen, hat sie weitergeleitet, hat selber Tore gemacht. Und plötzlich ist er wesentlich schwächer in Dortmund.“

    Mit seiner Kritik am Stürmer war der frühere Stuttgarter am Sonntag aber nicht alleine. Auch Mentalcoach Kai Treamann erlebt Guirassy schwächer als noch im Vorjahr. Er macht das vor allem am Defensivverhalten des Spielers fest. „Er schläft komplett“, monierte Treamann.

    Ex-Profi Stefan Effenberg stimmte grundsätzlich zu, nahm dabei aber auch die Mitspieler von Guirassy in die Pflicht: „Er hat 0,0 Unterstützung, deshalb geht die Kurve nach unten.“



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  • “Keinen Respekt verdient”: Ranieri ätzt gegen deutschen

    “Keinen Respekt verdient”: Ranieri ätzt gegen deutschen


    Nach Unentschieden

    Aktualisiert am 14.02.2025, 17:29 Uhr

    Die Roma spielt in den Europa-League-Playoffs Remis gegen Porto. Nach der Partie polterte AS-Trainer Claudio Ranieri gegen den deutschen Schiedsrichter Tobias Stieler.

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    Ohne Mats Hummels ist die AS Rom in der Europa League nur zu einem Unentschieden gekommen – laut Trainer Claudio Ranieri lag dies jedoch vor allem am deutschen Schiedsrichter Tobias Stieler. “Dieser Schiedsrichter verdient keinen Gruß, er hat keinen Respekt bei einem internationalen Match verdient”, wetterte der Italiener bei Sky Sport nach dem 1:1 seiner Mannschaft im Playoff-Hinspiel beim FC Porto.

    Ranieri: Stieler ließ sich von Porto-Fans beeinflussen

    “Wir haben heute Abend wirklich gut gespielt, dieses Remis ist ungerecht”, sagte der 73-Jährige: “Nach dem Match habe ich die Jungs sofort vom Spielfeld weggeschickt.” Laut Ranieri habe der Schiedsrichter den FC Porto offenkundig bevorzugt und sich von den portugiesischen Heimfans beeinflussen lassen. Stieler habe nur darauf gewartet, “dass in unserem Strafraum etwas passierte, um Porto mit einem Elfmeter zum Sieg zu verhelfen.” Das sei “offensichtlich”, polterte Ranieri.

    Schiedsrichter Tobias Stieler

    Schiedsrichter Tobias Stieler hatte beim Spiel zwischen Porto und Rom reichlich zu tun.

    © IMAGO/NurPhoto/Jose Manuel Alvarez Rey

    Stieler verteilte während des Spiels neun Gelbe Karten, Roms Mittelfeldspieler Bryan Cristante musste das Feld zudem nach Gelb-Rot verlassen. Einen Elfmeter gab es jedoch für keine Mannschaft.

    “Es war ein Wunder, das wir nicht verloren haben. Bei einigen Gelben Karten waren wir naiv, aber mein Gott, so etwas habe ich noch nicht gesehen”, sagte Ranieri und fügte süffisant an: “Es war fantastisch. Ein Stierkampf.”

    “Wie kann die Uefa so einen Schiedsrichter einsetzen?”

    Claudio Ranieri über Tobias Stieler

    An Kritik an der Europäischen Fußball-Union (Uefa) und Schiedsrichterboss Roberto Rosetti sparte Ranieri ebenfalls nicht: “Wie kann die Uefa so einen Schiedsrichter einsetzen? Es ist schwer für mich, das zu akzeptieren.”

    Auch die italienischen Gazetten gaben dem Trainer recht – Stieler sei “schauderhaft” gewesen, kritisierte die “Gazzetta dello Sport”. Er wolle “den Weltrekord an Gelben Karten aufstellen”, schrieb der “Corriere dello Sport”. (sid/dpa/bearbeitet von ms)

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  • BVB-Stars kriegen Airbus mit Neuerung, die “erstmals in

    BVB-Stars kriegen Airbus mit Neuerung, die “erstmals in


    Seit 2016 arbeitet die Lufthansa-Tochter mit Borussia Dortmund zusammen. Jetzt schickt Eurowings eine neue BVB-Lackierung auf einem Airbus A320 in den Betrieb.

    Eurowings hat ihren neuen BVB-Flieger vorgestellt. Der Airbus mit dem Kennzeichen D-AEWM erhielt in den vergangen zwei Wochen bei der Firma Altitude Paint Services am Flughafen Münster-Osnabrück sein neues schwarz-gelbes Kleid.

    Bei der offiziellen Enthüllung des “Mannschaftsairbus” am Flughafen Münster/Osnabrück konnten Fans von Borussia Dortmund, das sich ja gerade aus einer Krise herauskämpfen will, einen ersten Eindruck vom neuen Flugzeug verschaffen – und dann mit dem frisch lackierten A320 nach Dortmund fliegen. Dort empfing die Flughafenfeuerwehr die Maschine mit einer Wasserfontäne.

    Spezieller Lack: “Erstmals in ziviler Luftfahrt”

    Eurowings spricht bei der Lackierung von einer Weltpremiere: “Der quer über das gesamte Flugzeug laufende Schriftzug ‘BVB09’ ist in einem ganz speziellen Mattlack gehalten, der erstmals in der zivilen Luftfahrt Anwendung findet.”



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  • Bayer Leverkusen gegen FC Bayern: Xabi Alonso ist

    Bayer Leverkusen gegen FC Bayern: Xabi Alonso ist


    Höflich, aber distanziert, effizient, aber nicht minder kreativ: Im Jahr nach der ersten Meisterschaft für Bayer Leverkusen hat Trainer Xabi Alonso sein Team vor dem Spiel gegen die Bayern mit neuen Ideen wieder auf Kurs gebracht.

    Zweieinhalb Jahre steht Xabi Alonso nun in den Diensten von Bayer 04 Leverkusen, und er ist immer noch nicht Mitglied in einem Karnevalsverein. Es ist nicht einmal bekannt, ob er dieses Jahr als Cowboy, Hunne oder Römer zum Rosenmontagszug geht – oder gar, Gott bewahre, auf Kostüm und Parade verzichtet.



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  • „Harry Kane beim FCK wäre ein absoluter Traum“

    „Harry Kane beim FCK wäre ein absoluter Traum“


    Horst Schömbs ist ein Kaiserslautern-Urgestein und seit mehr als 30 Jahren der Stadionsprecher. Bei SPORT1 blickt er auf ehemalige Trainer und Spieler zurück und spricht über die Aufstiegsträume.

    Seit 31 Jahren ist Horst Schömbs die Stimme des Betzenbergs. Im März 1994 begann er seine Tätigkeit als Stadionsprecher beim 1. FC Kaiserslautern. Aktuell läuft es rund bei den Pfälzern: Platz drei, das Umfeld träumt vom Aufstieg in die Bundesliga.

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    Seine große Passion neben dem Fußball sind die Betze Engel, das soziale Gesicht des FCK, für das er als Botschafter vorneweg geht. Vor dem Heimspiel gegen Hannover 96 (Sa., ab 13 Uhr im LIVETICKER) spricht der 67-Jährige im SPORT1-Interview über die Roten Teufel – und macht dabei eine Liebeserklärung an einen ehemaligen FCK-Stürmer.

    SPORT1: Herr Schömbs, wir müssen erst mal etwas klären. 1994 waren Sie für einige Monate der Stadionsprecher bei Mainz 05 und beim FCK. Was war da denn los?

    Horst Schömbs: Ich hatte 1991 in Mainz begonnen, das war ein großer Schritt. Es waren schöne Jahre. Dann begann in Kaiserslautern alles früher als geplant. Norbert Thines (der 2021 verstorbene frühere FCK-Präsident, Anm. d. Red.) stellte mich ein. Eigentlich sollte ich erst zur Saison 1994/95 beginnen, aber ich fing früher an, weil der damalige Stadionsprecher Udo Scholz nicht mehr zur Verfügung stand. Und ich bin immer noch da. (lacht)

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    SPORT1: Aber ein Stadionsprecher bei zwei rivalisierenden Klubs – wie zum Teufel ging das?

    Schömbs: Es gab damals keine Rivalität zwischen Kaiserslautern und Mainz. Diese Problematik entstand erst später in der Bundesliga, als es von den Mainzer Fans zu Verunglimpfungen gegenüber Fritz Walter kam. Das hat sehr wehgetan, und da ist einiges kaputtgegangen. Jetzt versucht man, ein Stück weit zur Normalität zurückzufinden.

    SPORT1: Wie blicken Sie zurück? 30 Jahre Stadionsprecher am Betzenberg – das ist schon ein heißer Ritt, oder?

    Schömbs: Auf jeden Fall. Ich bin im 34. Jahr Stadionsprecher, wenn man Mainz mitzählt. Das ist eine verdammt lange Zeit. Ich blicke glücklich zurück, auch wenn die vier Jahre in der 3. Liga mit dem FCK sehr geschmerzt haben. Aber ich habe Dinge erlebt, die unbezahlbar sind.

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    „Dann waren die Fans nicht mehr zu halten“

    Schömbs: Es waren viele kleine Momente. Ich hatte das Glück, mit dem FCK in Berlin Pokalsieger und als Aufsteiger Meister zu werden. Der Abstieg in Leverkusen war dagegen hart. Ich werde das Herzschlagfinale 2008 gegen den 1. FC Köln bei Fritz-Walter-Wetter niemals vergessen. Damals wusste niemand, was danach passieren würde. Ich hatte irgendwann entschieden, die Stadiontore öffnen zu lassen – und dann waren die Fans nicht mehr zu halten.

    SPORT1: Wie hat sich der Job des Stadionsprechers verändert?

    Schömbs: Mein Vorgänger sagte einmal: „Wir schreiben die 86. Spielminute“, obwohl es schon die 92. war, um den Schiedsrichter ein wenig zu beeinflussen. Das gibt es heute natürlich nicht mehr. Bei aller Emotionalität, die der Job mit sich bringt, gehört es dazu, Gästefans wie Gäste zu behandeln und sich der Verantwortung einer solchen Großveranstaltung bewusst zu sein. Ich will keine zusätzlichen Emotionen gegen die Auswärtsfans schüren. Sie sind Gäste, keine Feinde. Ich wünsche keinem etwas Schlechtes – weil ich auch nicht will, dass sie uns etwas Schlechtes wünschen. Dieser Denkweise muss man sich als Stadionsprecher auch verpflichtet fühlen.

    SPORT1: Haben Sie auch mal überdreht?

    Schömbs: Ja, das war im Rückspiel gegen die Glasgow Rangers. Im Hinspiel im Ibrox Park wurden wir nicht gut behandelt – auch nicht von Trainer Dick Advocaat. Und im Rückspiel habe ich gesagt: „So lassen wir uns auch von Dick Advocaat nicht behandeln.“ Da war natürlich die Hölle los am Betze. Und ich habe von der Presse ordentlich mein Fett weggekriegt.

    Schömbs: So bereitet er sich auf Spiele vor

    SPORT1: Was war Ihr persönliches Highlight?

    Schömbs: Das Spiel in Dresden 2022, als wir in die 2. Liga aufgestiegen sind. Ich habe die Partie alleine zu Hause gesehen – ich bin eher der Alleingucker. In der Pause wusste ich nicht, wie ich die zweite Halbzeit überstehen sollte. Ich musste mir bei meiner Nachbarin eine Beruhigungstablette holen. Nach dem Spiel war ich der glücklichste Mensch der Welt – es war nach meiner Hochzeit der schönste Moment meines Lebens.

    SPORT1: Es gibt ja seit einigen Jahren vor einer Saison sogenannte Aussprache-Listen der Vereine an die Medien. Welcher Spielername war für Sie am schwierigsten auszusprechen?

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    Schömbs: Ich gehe vor jedem Spiel zu den Gästen und spreche die Namen durch. Außerdem schaue ich mir vorher die Pressekonferenz an. Inzwischen gibt es viele Zungenbrecher. Das Schlimmste ist, wenn du als Stadionsprecher die Namen falsch aussprichst. Aber ich bin immer vorbereitet.

    SPORT1: Können Sie sich an einen besonderen Party-Moment erinnern?

    Schömbs: Oh ja! Besonders war definitiv der letzte Spieltag der Saison 2007/2008, als wir den Klassenerhalt in der 2. Liga erst am letzten Spieltag geschafft haben. Wir waren alle überglücklich. Josh Simpson hatte sich nach seinem wichtigen Tor verletzt, doch wir haben ihn später mit dem Bus aus der Klinik abgeholt. Ich bekomme jetzt wieder Gänsehaut, wenn ich daran denke. Es fühlte sich an, als wären wir Deutscher Meister geworden. Dank einer Schiene musste Josh an dem Abend nicht zurück in die Klinik. Die ganze Stadt war eine einzige Party.

    Klose? „Ich war sein größter Fan“

    SPORT1: Welcher Spieler war fußballerisch der Beste beim FCK?

    Schömbs: Ciriaco Sforza – er war der Spiritus Rector, der Kopf der Mannschaft. Er konnte wirklich alles: das Spiel schnell machen und es auch beruhigen. Aber in meinen 30 Jahren beim FCK gab es eigentlich nur einen Spieler für mich: Miro Klose.

    Schömbs: Ich war schon da, als Miro dazu kam. Er war damals völlig unbedarft – und konnte sogar Pfälzer Dialekt sprechen! Das war schon spannend. Miro hat an sich gearbeitet wie kaum ein anderer, und das mit einem unglaublichen Charakter. Er wollte unbedingt ein guter Fußballer werden und ist dabei immer bescheiden geblieben. Das habe ich an ihm so bewundert. Ich war damals sein größter Fan. Ich freue mich sehr, dass es in Nürnberg gut für ihn läuft – ich gönne Miro Klose wirklich alles. Er ist meine absolute Nummer 1, kann so stolz auf sich sein.

    SPORT1: Welche Erinnerungen haben Sie an die Saison 1997/98, als Lautern völlig überraschend Deutscher Meister wurde? Haben sie die Fans da nochmal mehr gepusht als sonst?

    Schömbs: Absolut. Aber der FCK geht nur ganz oder gar nicht. Entweder bist du von Anfang an bereit, alles zu geben, oder nicht. Vielleicht fehlte mir damals noch das letzte Stück Emotion. Heute kann ich noch mehr raushauen und bleibe trotzdem fair. Ich lasse mich nicht mehr zu etwas Negativem hinreißen – wie damals bei Advocaat.

    SPORT1: Die Corona-Geisterspiele waren sicher komisch für Sie. Haben Sie sich da nicht überflüssig gefühlt?

    Schömbs: Corona war für alle eine sehr schwierige Zeit. Anfangs saß ich oben bei der Polizei, direkt unter der Sprechanlage. Es war unfassbar laut. Beim nächsten Spiel wurden dann nur noch die Tore durchgesagt. Als wieder Zuschauer zugelassen waren, saß ich im Hausmeisterzimmer und konnte nur durch ein kleines offenes Fenster schauen. Ich hatte gar keinen Überblick über das gesamte Spielfeld. Überflüssig habe ich mich nicht gefühlt, weil immerhin 5000 Zuschauer da waren.

    „Fühle mich total wohl zwischen den Trainern“

    SPORT1: Haben Sie schon mal etwas am Mikro gesagt, was Sie später bereut haben?

    Schömbs: Ja, einmal im Heimspiel gegen den HSV. Drei Tage später stand das Pokalspiel gegen den 1. FC Köln an. Ich weiß nicht, warum, aber ich war gedanklich schon so auf das Köln-Spiel fokussiert, dass ich sagte: „Spielerwechsel beim 1. FC Köln.“ Zum Glück ist es den Zuschauern kaum aufgefallen. Das zeigt, was die mentale Seite bewirken kann.

    SPORT1: Gab es mal ein Spiel, das von den Toren her eine besondere Dramaturgie hatte?

    Schömbs: Ja, in der Saison 2005/06, am vorletzten Spieltag, im Heimspiel gegen die Bayern. Eigentlich waren wir schon fast abgestiegen. Es war sehr unwahrscheinlich, dass wir am 34. Spieltag in Wolfsburg noch die Klasse halten würden. Wolfsburg spielte beim VfB Stuttgart, der HSV bei Hertha BSC. Es gab eine klare Absprache, dass ich keine Zwischenstände durchsage. Wir führten zur Pause 1:0, die Bayern glichen kurz nach dem Seitenwechsel aus. Sie waren dann so dominant, dass es nur eine Frage der Zeit war, bis sie das 2:1 machen. Dann erfuhr ich, dass Hertha 4:2 führte – das bedeutete, dass die Bayern mit einem Remis Meister waren. Plötzlich führte Stuttgart 2:1. Mit dem 1:1 hätten wir also ein Abstiegsendspiel in Wolfsburg gehabt. Mir war es dann egal, ob sie mich rausschmeißen – ich habe das Ergebnis in Berlin für die Münchner durchgesagt. Es war schon krass, als die Bayern das Fußballspielen eingestellt haben. Es war eine bewusste Entscheidung von mir. Leider haben wir in Wolfsburg nur 2:2 gespielt und sind abgestiegen. Fast hätte ich mir einen Platz in den Geschichtsbüchern gesichert. (lacht)

    „Harry Kane beim FCK wäre ein absoluter Traum“

    SPORT1: Welchen Spieler hätten Sie gerne beim FCK gesehen, damit Sie einmal seinen Namen durchsagen können?

    Schömbs: Ich finde Harry Kane einfach großartig. Er erinnert mich an Miro Klose – nur ohne Salto. Bescheiden, aber immer leistungsstark. Ich liebe diese englische Mentalität. Kane beim FCK wäre ein absoluter Traum – aber leider bleibt es wohl nur dabei.

    SPORT1: Welcher Trainer hat Ihnen beim FCK nicht so gefallen?

    Schömbs: Es steht mir nicht zu, hier einen Trainer abzuwatschen. Aber eine witzige Geschichte: Ich habe während seiner Zeit beim FCK kein einziges Wort mit Friedhelm Funkel gesprochen – es hat sich einfach nicht ergeben. Nach dem Pokalfinale habe ich mich in Kaiserslautern von ihm verabschiedet, und es war super nett. Er ist ein ganz feiner Mensch und hat sich an diesem letzten Abend viel Zeit für mich genommen. Auf dem Heimweg habe ich damals gedacht: Was für ein interessanter Mensch.

    SPORT1: Welchen Traum haben Sie noch?

    Schömbs: Natürlich will ich mit dem FCK noch einmal in die Bundesliga aufsteigen. Vielleicht klappt es ja bald. Mein größter Wunsch ist, dass es dem Verein immer gut geht und dass wir bereit sind, alles für diesen wunderbaren Klub zu geben.

    SPORT1: Steigt der FCK auf?

    Schömbs: Wir haben eine echte Chance. Das Team wurde in der Winterpause gut verstärkt, und ich glaube an diese Mannschaft. Vieles ist möglich.



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