Frankfurt/Wolfsburg.Am Freitag steht das erste Länderspiel des neuen Jahres für die VfL-Fußballerinnen bei der deutschen Nationalmannschaft an. In Breda geht es in der Nations League gegen die Niederlande, dann am 25. Februar (18.15 Uhr) in Nürnberg gegen Österreich. Kathy Hendrich wird dann nicht dabei sein. Die Verteidigerin war eine von fünf Wolfsburgerinnen, die von Bundestrainer Christian Wück nominiert worden waren. Am Dienstag reiste die 32-Jährige vorzeitig ab. Der Grund: Sie hat sich eine muskuläre Verletzung zugezogen. Sarai Linder, Janina Minge, Jule Brand und Vivien Endemann sind nun die verbliebenen Wölfinnen, die bei den Länderspielen dabei sind.
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Müller und Kleinherne rücken nach
Hendrich war am Sonntag beim fulminanten 6:1-Sieg gegen Eintracht Frankfurt zur zweiten Halbzeit eingewechselt worden. Bereits nach 74 Minuten musste sie aber wieder runter. Jetzt ist sie wieder in Wolfsburg, soll hier ihre Verletzung auskurieren.
Neben ihr musste auch die Frankfurterin Sara Doorsoun ihre Zelte beim DFB vorzeitig abbrechen, sie hatte sich in Wolfsburg schon in der Anfangsphase verletzt. Sie fehlt ebenfalls mit einer Muskelverletzung. Für Hendrich und Doorsoun hat Wück jetzt Marie Müller (Portland Thorns) und Sophia Kleinherne (Eintracht Frankfurt) nachnominiert.
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Der 24-jährigen Müller winkt das Debüt in der A-Nationalmannschaft. Die gebürtige Dortmunderin wechselte im letzten Winter vom SC Freiburg in die USA. Dort kam Müller, die hauptsächlich als Linksverteidigerin zum Einsatz kommt, bislang auf 25 Ligaspiele und einen Playoff-Einsatz.
Niko Kovač legt einen historischen Bundesliga-Fehlstart beim BVB hin. Kritiker sehen sich bestätigt, Schadenfreude und Häme machen sich breit.
Dortmund – Niko Kovač hat als Cheftrainer von Borussia Dortmund einen veritablen Fehlstart in der Bundesliga hingelegt. Man muss bis ins Jahr 1984 zurückblicken, um einen Übungsleiter zu finden, der wie der Kroate seine ersten beiden Bundesliga-Spiele mit dem BVB verloren hat.
In jenem August 1984 dominierte die ‚Klaus Lage Band‘ mit ‚1000 und 1 Nacht‘ die Radiocharts, während Millionen von Kinobesuchern ‚Indiana Jones und der Tempel des Todes‘ sahen. Klubikone Timo Konietzka, der 1963 das erste Tor der Bundesliga-Geschichte erzielte, startete seine unglückliche Trainerkarriere bei den Schwarzgelben mit Niederlagen gegen den Hamburger SV und Bayer 05 Uerdingen.
Max Kruse lässt schon lange kein gutes Haar an Niko Kovač
Die Erinnerungen an solche Zeiten sind ein gefundenes Fressen für Kritiker, die dem BVB seit Jahren mangelnde Mentalität und Führungspersönlichkeiten vorwerfen, anstatt die Qualität zu hinterfragen. Auch die Kritiker von Kovač fühlen sich nach nur 180 Bundesliga-Minuten bestätigt.
Max Kruse hat sich in den letzten Monaten zum Chefkritiker von Kovač entwickelt. Bereits im März des vergangenen Jahres bezeichnete der Ex-Nationalspieler Kovač als „charakterlich absolute Katastrophe“. Vor Kovačs Engagement beim BVB äußerte Kruse Zweifel daran, „dass ein großer Verein wie Borussia Dortmund auf kurz oder lang mit Niko Kovač erfolgreich ist“.
Kruses öffentlich ausgetragene Fehde mit seinem ehemaligen Trainer beim VfL Wolfsburg muss man nicht gutheißen. Nach der Niederlage des BVB gegen den VfL Bochum meldete sich Kruse erneut zu Wort und suhlte sich regelrecht in seiner Schadenfreude.
Max Kruse genießt die Niederlagen des BVB
Auf Instagram veröffentlichte Kruse ein Video, in dem er das Revierderby im Fernsehen verfolgte und dabei sang: „Oh, Niko Kovač, oh, Niko Kovač, Quatsch“. „Sorry, aber ich kann nicht anders“, kommentierte Kruse seinen Beitrag, der in den sozialen Medien vielfach geteilt wurde.
Dass Kruse den BVB-Trainer aufgrund persönlicher Erfahrungen nicht objektiv beurteilen kann, würde er wohl selbst nicht bestreiten. Bemerkenswert ist jedoch, dass auch Fachleute, die zur Objektivität verpflichtet sind, Kovač beim BVB regelrecht verspotten.
TV-Kommentator Robbie Hunke ging sogar so weit, eine Wette auf den baldigen Abschied von Kovač in Dortmund einzugehen und dabei seinen Körper einzusetzen.
Für Kommentator steht fest: „Kovač-Fußball passt nicht zu Borussia Dortmund“
„Wenn Niko Kovač am Ende des Jahres 2025 noch Trainer von Borussia Dortmund ist, lasse ich mir auf die Wade ‚Einfach Machen!‘ tätowieren“, erklärte Hunke in der YouTube-Show ‚Einfach machen!‘ des TV-Senders RTL. Für ihn steht fest: „Das ist eine Beziehung, die zum Scheitern verurteilt ist“.
Hunke fügte hinzu: „Kovač-Fußball passt nicht zu Borussia Dortmund. Das kannst du im Westfalenstadion keinem anbieten“. Er erinnerte daran, dass Kovač bereits beim FC Bayern an der Kabine gescheitert sei. „In Dortmund haben die Spieler schon ganz andere Trainer aufgefressen“, so Hunke weiter: „Lass Kovač mit Dortmund drei Spiele am Stück verlieren, dann rasten alle aus und wird es richtig ungemütlich.“
BVB-Vorgänger Konietzka musste nach sieben Niederlagen in neun Spielen den Hut nehmen
Dieses Szenario will Kovač am Samstagabend gegen Union Berlin in der Bundesliga vermeiden. Zuvor steht am Mittwoch das Playoff-Rückspiel in der Champions League gegen Sporting an (18.45 Uhr, alle TV-Infos). Konietzka verlor 1984 übrigens sogar seine ersten vier Bundesliga-Spiele in Folge und wurde nach dem neunten Spieltag und der siebten Niederlage entlassen. Unter dem späteren Bundestrainer Erich Ribbeck schaffte der BVB schließlich knapp den Klassenerhalt.
Die aktuelle Situation in Dortmund ist noch nicht ganz so dramatisch. Doch die Diskussionen über historische Vorgänger von Kovač verdeutlichen das Himmelfahrtskommando, das der Trainer beim BVB übernommen hat.
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Marie Grothe und Madita Sommer aus dem Kreis Soest erreichen mit Borussia Dortmund das Halbfinale im Westfalenpokal gegen Arminia Bielefeld.
Dortmund – Marie Grothe, Fußballerin aus Niederense, hat mit den Frauen von Borussia Dortmund das Halbfinale im Fußball-Westfalenpokal erreicht. Beim 4:1-Sieg im Viertelfinale gegen Germania Hauenhorst vor 324 Zuschauern im Stadion Rote Erde erzielte die Angreiferin den frühen Treffer zum 1:0. Auch Madita Sommer aus Werl kam gegen den Liga-Rivalen zum Einsatz.
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Nach einem frühen Tor durch Grothe in der 6. Minute ging die Borussia mit 1:0 gegen Ligakonkurrent Germania Hauenhorst in Führung. Allerdings gelang den Gästen der Ausgleich (12.). Hauenhorsts Stürmerin legte den Ball im Sechzehner an der herauseilenden BVB-Torfrau Sandra Schröer vorbei. Hedda Wahle versuchte den Ball noch per Grätsche vor dem Tor abzuwehren, bei der Rettungsaktion landete der Ball allerdings im Netz. Bis zum Halbzeitpfiff kam keine der beiden Mannschaften mehr zwingend vors Tor.
Nachdem Seitenwechsel zeigte sich ein ganz anderer BVB als im ersten Durchgang. Ann-Sophie Vogel erzielte per Abstauber das 2:1 (62.). Den Torabschluss von Dana Marquardt werhte Gehring im Tor von Hauenhorst nur zu Seite ab, wo Vogel den Abpraller einschob. Marquardt traf nur fünf Minuten später selbst per Kopf, nach Hereingabe von Mia Böger. Den Schlusspunkt setzte die eingewechselte Sarah Giebels mit ihrem ersten Ballkontakt in der 88. Minute und traf aus 20 Metern zum 4:1.
Damit stehen die Frauen von Borussia Dortmund erneut im Halbfinale des Westfalenpokals. Wie bereits in der vergangenen Saison treffen die BVB-Frauen im Halbfinale den Regionalligisten Arminia Bielefeld. Im Vorjahr unterlag der BVB mit 0:4. Die Bielefelderinnen setzten sich in ihrem Viertelfinale mit 1:0 gegen TuS Wadersloh durch. Das Halbfinale wird an Ostermontag, den 21. April, ab 15 Uhr in Bielefeld stattfinden. Nächste Woche geht es dann für die BVB-Frauen in der Westfalenliga weiter. Ab 15:30 Uhr sind die Borussinnen zu Gast bei Concordia Flaesheim.
Dass infolge einer extrem enttäuschenden Saison das Personal auf dem Prüfstand steht, ist im Profifußball gang und gäbe. In den vergangenen Monaten mehrten sich daher die Spekulationen und Meldungen, welche Spieler bei Borussia Dortmund womöglich keine Zukunft mehr haben dürften. Die „Ruhr Nachrichten“ legten nun nach und schrieben, welche Profis beim BVB nach der Saison unbedingt Platz machen sollen, um einen notwendigen Umbruch in die Wege leiten zu können.
Unabhängig von der genauen Platzierung am Saisonende soll massiv aussortiert und auch vor großen Namen nicht Halt gemacht werden, heißt es. Zu den konkreten Streichkandidaten zählt das Blatt ein Trio mit dem gemeinsamen Vertragsende 2026: Die beiden Leihrückkehrer Giovanni Reyna (22) und Salih Özcan (27) sowie Innenverteidiger Niklas Süle (29). Offensivspieler Reyna war im vergangenen Sommer von Nottingham Forest zurückgekommen, wusste seine zweite Chance im Dortmunder Trikot aber nicht zu nutzen: Lediglich 369 Einsatzminuten (16 Spiele) sowie drei Torbeteiligungen stehen für den US-Amerikaner zu Buche, zudem fiel er mit einer Leistenzerrung zu Beginn der Saison wochenlang aus. Die Geduld der BVB-Verantwortlichen mit Reyna soll am Ende sein.
Trotz der überraschenden Rückholaktion von Mittelfeldmann Özcan sei dieser nicht mehr als eine Notlösung. Der Türke wurde im Winter als Reaktion auf den Ausfall von Felix Nmecha (24) vorzeitig von seiner enttäuschenden Leihe aus Wolfsburg zurückbeordert. Die Borussia wolle fürs Mittelfeldzentrum spielerisch stärkere und deutlich variablere Lösungen präsentieren. Özcan spiele in den Überlegungen für die Zukunft keine Rolle.
Zu den absoluten Enttäuschungen zähle derweil Top-Verdiener Süle, der sein Gehalt in Höhe von rund 14 Millionen Euro pro Saison nicht rechtfertigen konnte. Dieser Meinung sei man auch intern. Modalitäten, die einen Verkauf allerdings deutlich erschweren dürften. Sicher sei, dass eine Verlängerung für den Tabellenelften überhaupt nicht infrage komme.
Unter BVB-Wackelkandidaten: Gespräche mit Brandt liegen auf Eis
Zu den von den „Ruhr Nachrichten“ genannten Wackelkandidaten zählen die Routiniers Marcel Sabitzer (30), Emre Can (31), Pascal Groß (33) und Julian Brandt (28). Nach einer guten Premierensaison geht beim Österreicher Sabitzer in dieser Saison kaum etwas – in 29 Partien blieb er ohne Tor und Vorlage. Sabitzer gelte zudem als nicht einfacher Charakter. Eine vorzeitige Trennung trotz eines bis 2027 gültigen Kontraktes sei deshalb denkbar.
Beim bis 2026 gebundenen Defensivallrounder Can sei noch keine klare Tendenz erkennbar, wie es mit ihm weitergehen soll. Der deutsche EM-Fahrer ist nach vorangegangener Talfahrt zuletzt der stabilste Profi und überzeugte in der Innenverteidigung. Nach der letzten Vertragsverlängerung erlebte der Kapitän allerdings eine starke Leistungsdelle.
Offensivspieler Brandt ist der dienstälteste Profi bei der Borussia und sollte nach dem Abschied von Marco Reus (35) zum neuen Gesicht des Teams werden. Deshalb habe auch eine Verlängerung über 2026 hinaus im Raum gestanden. Davon könne inzwischen keine Rede mehr sein, die Gespräche seien zum Stillstand gekommen. Brandt scheine mit sich selbst beschäftigt und bleibe ständig unter seinen Möglichkeiten, weshalb eine Entscheidung mit Blick auf seine Zukunft vertagt wurde.
Der vor der Saison für 7 Mio. Euro von Brighton verpflichtete Mittelfeldmann Groß habe mit seiner Spielintelligenz überzeugen können, erweise sich jedoch nicht als Problemlöser in der Zentrale. Derzeit sei allerdings davon auszugehen, dass der Nationalspieler seinen Zweijahresvertrag bis 2026 erfüllt.
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Zuletzt hatte bereits die „Sport Bild“ gemeldet, dass ein Profi aus dem Trio Jamie Gittens (20), Gregor Kobel (27) und Karim Adeyemi (23) für einen Verkauf infrage komme, sollte der BVB die Qualifikation für die Champions League verpassen. Erstgenannter ist mit einem Marktwert von 50 Mio. Euro der wertvollste Spieler im Kader und dürfte die höchste Ablöse des Trios einbringen. Die „Bild“ spekulierte jüngst, dass das Interesse aus der Premier League gar zu einem Wettbieten mit einer Ablöse von 100 Mio. Euro führen könnte. Besonders Tottenham bemühe sich intensiv um Gittens.
Die „Ruhr Nachrichten“ gehen sogar davon aus, dass mindestens einer dieser drei Spieler abgegeben werden muss, um die durch fehlende Einnahmen entstehende finanzielle Lücke zu schließen und gleichzeitig aber Geld für frisches Personal zu erlangen.
Thomas Keller, ehemaliger Nachwuchsspieler der SpVgg Unterhaching, trifft für Heidenheim im Conference-League Spiel gegen Kopenhagen.
Es war ein Moment, von dem er geträumt haben dürfte: Thomas Keller, Fußballprofi aus Schwabhausen, erzielte im ersten Europacupspiel seiner noch jungen Karriere in Kopenhagen ein Tor, sein 1. FC Heidenheim gewann 2:1. Für Keller war es der erste Einsatz nach einer langen Verletzungspause. Und Heidenheims Trainer Frank Schmidt war offenbar zufrieden mit Keller – und stellte den Verteidiger am Samstag beim Bundesligaspiel gegen Mainz wieder in die Startelf.
Thomas Keller – Glücksgefühle in der Conference League, harter Liga-Alltag
Die Partie verlief jedoch wesentlich weniger erfreulich als das Conference-League-Spiel in Kopenhagen. Heidenheim unterlag 0:2, Keller wurde zur Halbzeit ausgewechselt.
Während Heidenheim im Liga-Alltag gegen den Abstieg kämpft, hat sich der FC Augsburg auf Platz zwölf hochgearbeitet und dürfte die Klasse abermals halten. Zuletzt gab es ein 0:0 gegen Leipzig. Der Dachauer Mert Kömür kam diesmal nicht zum Einsatz.
Dennis Dressel weiterhin rotgesperrt
Gleiches galt für Dennis Dressel, aus Weichs stammender Mittelfeldspieler beim Zweitligisten SSV Ulm. Allerdings aus anderem Grund: Dressel hatte im Spiel gegen Paderborn (0:2) die Rote Karte gesehen und fehlte demnach jetzt gegen Miroslav Kloses Nürnberger gesperrt.
Im Paderborn-Spiel „stempelte“ Dressel seinen Gegenspieler Marvin Mehlem bei einem Zweikampf. „Der Ball kam ein bisschen zu kurz. Dann wollte ich eigentlich ganz normal hingehen. Ich habe ihn gar nicht gesehen, da war keine Absicht dahinter“, wird Dressel auf der Ulmer Homepage zitiert. Dressel erhielt zwei Spiele Sperre, er fehlt dem SSV demnach auch in der nächsten Partie gegen Elversberg.
Tim Civeja verliert mit Saarbrücken bei Drittliga-Schlusslicht Unterhaching
Ziemlich bitter verlief die Drittliga-Partie bei Schlusslicht Unterhaching für den Dachauer Tim Civeja und den ambitionierten 1. FC Saarbrücken. Saarbrücken verlor 0:2, Civeja musste zur Pause Platz machen für Florian Krüger.
Hürzelers Team schlägt Chelsea zum zweiten Mal
Vor wenigen Tagen noch hatten einige Fans des englischen Erstligisten Brighton & Hove Albion nach einer denkwürdigen 0:7-Katastrophe gegen Nottingham den Kopf von Trainer Fabian Hürzeler gefordert. Jetzt sind auch die ärgsten Kritiker des ehemaligen Pipinsrieder Spielertrainers wieder still. Denn Brighton hat innerhalb nur einer Woche zweimal den hoch eingeschätzten FC Chelsea London bezwungen; erst im FA-Cup (2:1, wir berichteten), und am Samstag gar mit 3:0 im Punktspiel.
Hürzeler war natürlich bester Dinge, lobte in der Pressekonferenz seine Mannschaft für den disziplinierten Auftritt und versprach: „Es wird noch besser!“
Niko Kovač hat als Cheftrainer bei Borussia Dortmund einen Bundesliga-Fehlstart von historischem Ausmaß hingelegt. Schadenfreude macht sich breit.
Dortmund – Der Fehlstart von Niko Kovač als Cheftrainer bei Borussia Dortmund in der Bundesliga hat regelrecht historische Ausmaße: Man muss ins Jahr 1984 zurückgehen, um einen Vorgänger zu finden, der seine ersten beiden Bundesliga-Spiele mit dem BVB wie der Kroate verloren hat.
Im Radio lief in diesem August 1984 die ‚Klaus Lage Band‘ mit ‚1000 und 1 Nacht‘ rauf und runter, in den Kinosälen der Republik flimmerte ‚Indiana Jones und der Tempel des Todes‘ über die Leinwände. BVB-Legende Timo Konietzka, der 1963 das erste Tor der Bundesliga-Historie erzielt hatte, begann sein glückloses Engagement als Trainer der Schwarzgelben zu Beginn der Saison 1984/85 mit Pleiten gegen den Hamburger SV und Bayer 05 Uerdingen.
Max Kruse fechtet eine Privatfehde mit Niko Kovač öffentlich aus
Dass der BVB derartige Erinnerungen wachruft, ist ein gefundenes Fressen für die vielen Kritiker, die seit Jahren die immer gleiche Platte auflegen und dem Klub einen Mangel an Mentalität und Führungsfiguren anlasten, anstatt die Frage nach der Qualität zu stellen. Und auch die Kritiker von Kovač fühlen sich in ihren Vorurteilen schon nach 180 Bundesliga-Minuten bestätigt.
Zum Chef-Kritiker des Trainers hat sich in den vergangenen Monaten Max Kruse aufgeschwungen. Der Ex-Nationalspieler attestierte Kovač schon im März letzten Jahres, er sei „charakterlich absolute Katastrophe“. Vor dem Engagement des Kroaten beim BVB unkte Kruse, er könne sich nicht vorstellen, „dass ein großer Verein wie Borussia Dortmund auf kurz oder lang mit Niko Kovač erfolgreich ist“.
Dass der Kultprofi eine Privatfehde mit seinem Kurzzeit-Coach beim VfL Wolfsburg öffentlich ausfechtet, muss man nicht gutheißen. Nun meldete sich Kruse anlässlich der Niederlage des BVB beim VfL Bochum erneut zu Wort und ließ seiner Schadenfreude freien Lauf.
Max Kruse badet in Schadenfreude über den BVB
Bei Instagram lud Kruse ein Video hoch, das ihn dabei zeigte, wie er das kleine Revierderby im Fernsehen verfolgt. Dabei sang der 36-Jährige in schiefen Tönen: „Oh, Niko Kovač, oh, Niko Kovač, Quatsch“.
„Sorry, aber ich kann nicht anders“, schrieb Kruse zu dem Beitrag, der von vielen Usern in den sozialen Medien weiterverbreitet wurde.
Dass Kruse den BVB-Trainer aufgrund einer persönlichen Vorgeschichte nicht objektiv bewerten kann, würde der Ex-Nationalspieler selbst wohl kaum leugnen. Bemerkenswert ist jedoch, dass auch bei Personen, die qua ihres Berufs zur Objektivität verpflichtet sind, über Kovač beim BVB regelrecht spotten.
TV-Kommentator Robbie Hunke verwettete nun sogar seinen Körper darauf, dass der Chefcoach in Dortmund schon bald Geschichte sein wird.
„Kovač-Fußball passt nicht zu Borussia Dortmund“
„Wenn Niko Kovač am Ende des Jahres 2025 noch Trainer von Borussia Dortmund ist, lasse ich mir auf die Wade ‚Einfach Machen!‘ tätowieren“, verkündete Hunke in der YouTube-Show ‚Einfach machen!‘ des TV-Senders RTL. „Das ist eine Beziehung, die zum Scheitern verurteilt ist“, steht für ihn fest.
„Kovač-Fußball passt nicht zu Borussia Dortmund. Das kannst du im Westfalenstadion keinem anbieten“, ätzte Hunke weiter und verwies darauf, dass der 53-Jährige schon beim FC Bayern an der Kabine gescheitert sei. „In Dortmund haben die Spieler schon ganz andere Trainer aufgefressen“, so der Kommentator: „Lass Kovač mit Dortmund drei Spiele am Stück verlieren, dann rasten alle aus und wird es richtig ungemütlich.“
BVB-Vorgänger Konietzka musste nach sieben Pleiten in neun Partien gehen
Dieses Szenario will Kovač am Samstagabend in der Bundesliga daheim gegen Union Berlin vermeiden – und hat zuvor ohnehin das Playoff-Rückspiel in der Champions League gegen Sporting am Mittwoch vor der Brust (18.45 Uhr, alle TV-Infos). Konietzka verlor 1984 übrigens sogar seine ersten vier Bundesliga-Spiele am Stück, wurde nach dem neunten Spieltag und der siebten Niederlage beurlaubt. Dem BVB gelang letztlich unter dem späteren Bundestrainer Erich Ribbeck der knappe Klassenerhalt.
Ganz so dramatisch ist die aktuelle Lage in Dortmund noch nicht. Dass aber über derart historische Vorgänger von Kovač gesprochen wird, sagt viel über die Zustände beim BVB aus und verdeutlicht, was für eine schwere Aufgabe der Trainer übernommen hat.
Jetzt ist die Stunde der Wahrheit: die letzte Woche der K.o.-Play-off-Phase für alle UEFA-Wettbewerbe der Männer in diesem Jahr: Champions League, Europa League und Conference League. Das neue Format hat Platz gemacht für mehr Spiele, mehr Spannung und eine zweite Chance für einige Vereine, die in der Ligaphase nicht allzu gut abgeschnitten haben.
Wie üblich geht es am Dienstag und Mittwoch los, wobei die Champions-League-Spiele im Rampenlicht stehen, bevor am Donnerstag ein intensiver Spieltag für die Europa League und die Conference League ansteht. Wenn Sie Fußball schauen möchten, finden Sie hier, was diese Woche auf dem Speiseplan steht.
Nach dieser Runde gibt es eine Woche Pause für nationale Wettbewerbe, bevor am 4. und 6. März das Achtelfinale beginnt.
Champions League
Dienstag, 18. Februar
Mailand – Feyenoord (17:45 GMT, 18:45 MEZ)
Benfica vs Monaco (20:00 Uhr GMT, 21:00 Uhr MEZ)
Bayern – Celtic (20:00 Uhr GMT, 21:00 Uhr MEZ)
Atalanta vs Club Brugge (20:00 Uhr GMT, 21:00 Uhr MEZ)
Mittwoch, 19. Februar
Dortmund vs Sporting CP (17:45 GMT, 18:45 MEZ)
Paris – Brest (20:00 Uhr GMT, 21:00 Uhr MEZ)
Real Madrid – Manchester City (20:00 Uhr GMT, 21:00 Uhr MEZ)
PSV vs Juventus (20:00 Uhr GMT, 21:00 Uhr MEZ)
Europa League (Donnerstag, 20. Februar)
Roma – Porto (17:45 GMT, 18:45 MEZ)
Bodø/Glimt vs Twente (17:45 GMT, 18:45 MEZ)
FCSB vs PAOK (17:45 GMT, 18:45 MEZ)
Galatasaray – AZ Alkmaar (17:45 GMT, 18:45 MEZ)
Ajax gegen Union SG (20:00 Uhr GMT, 21:00 Uhr MEZ)
Real Sociedad – Midtjylland (20:00 Uhr GMT, 21:00 Uhr MEZ)
Anderlecht – Fenerbahçe (20:00 GMT, 21:00 MEZ)
Conference League (Donnerstag, 20. Februar)
Heidenheim – Kopenhagen (17:45 GMT, 18:45 MEZ)
Olimpija – Borac (17:45 GMT, 18:45 MEZ)
Pafos – Omonoia (17:45 GMT, 18:45 MEZ)
Real Betis – Gent (17:45 GMT, 18:45 MEZ)
APOEL vs Celje (20:00 GMT, 21:00 MEZ)
Jagiellonia vs TSC (20:00 GMT, 21:00 MEZ)
Panathinaikos – Víkingur R. (20:00 Uhr GMT, 21:00 Uhr MEZ)
Shamrock Rovers vs Molde (20:00 Uhr GMT, 21:00 Uhr MEZ)
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Borussia Dortmund kann wieder mit Ramy Bensebaini planen. Der Linksverteidiger, der zuletzt für zwei Pflichtpartien mit einer Muskelverletzung in der Wade ausgefallen war, ist am Dienstag in den Kreis seiner Teamkollegen auf den Trainingsplatz zurückgekehrt.
Im anstehenden Rückspiel der Champions-League-Playoffs für das Achtelfinale dürfte der Algerier somit wieder eine Option darstellen. Ob er gegen Sporting CP (Mittwoch, 18:45 Uhr) direkt in der Startelf steht, wird sich zeigen. Daniel Svensson übernahm in den vergangenen beiden Partien die Bensebaini-Rolle.
Ansonsten sieht es im Kader von Cheftrainer Niko Kovač gut aus. Lediglich Felix Nmecha steht aufgrund seiner Bänderverletzung im Knie derzeit nicht im Trainingsbetrieb zur Verfügung.
Quelle: Training
LIGAINSIDER-DURCHSCHNITTSNOTE in den letzten VIER Jahren
Überraschender Transfer beim SV Werder Bremen: Abwehr-Talent Daniel Ihendu verlässt die Grün-Weißen mit sofortiger Wirkung – nach nur anderthalb Jahren!
Bremen – Dieser Transfer kommt durchaus überraschend: Daniel Ihendu verlässt den SV Werder Bremen nach nur anderthalb Jahren schon wieder und schließt sich mit sofortiger Wirkung der U21 des FC Zürich an. Das teilten die Grün-Weißen am Montagabend mit. „Wir sind Daniels Wunsch nach einer sportlichen Veränderung nachgekommen“, wird Peter Niemeyer, Werders Leiter Profifußball, zitiert – und erklärt: „Er hat sich stets tadellos verhalten und in den Dienst der Mannschaft gestellt. Wir danken ihm für seinen Einsatz im Trikot des SVW und wünschen ihm alles Gute auf seinem zukünftigen Weg.“
Transfer-Abgang: Daniel Ihendu wechselte erst im Sommer 2023 von RB Leipzig zum SV Werder Bremen
Ihendu war erst im Sommer 2023 von RB Leipzig an die Weser gewechselt und sollte beim SV Werder Bremen die nächsten Schritte in seiner Karriere gehen. Das Abwehr-Talent kam in der Debütsaison zwölf Mal in der U19 zum Einsatz, dazu stand Daniel Ihendu achtmal für die U23 in der Bremen-Liga auf dem Platz, mit der er am Saisonende den Aufstieg in die Regionalliga Nord feierte. In dieser Saison lief der inzwischen 19-Jährige allerdings nur in zwölf von 22 möglichen Regionalliga-Partien für den Werder-Nachwuchs auf, lediglich 111 Einsatzminuten stehen für den Innenverteidiger zu Buche.
Beim FC Zürich will Daniel Ihendu, dessen Marktwert vom Branchenportal „transfermarkt.de“ auf 50.000 Euro geschätzt wird, nun einen neuen Anlauf nehmen, um doch noch den Sprung in den Profifußball zu schaffen. Die U21 der Schweizer spielt in der drittklassigen Promotion League und belegt dort aktuell den elften Platz bei insgesamt 18 Mannschaften. (nag)