Nächste bittere Nachricht für den FC Arsenal: Takehiro Tomiyasu wird den Gunners weiter für lange Zeit nicht zur Verfügung stehen. Der 26 Jahre alte Rechtsverteidiger, der quasi die komplette Saison bereits verletzungsbedingt ausfiel, musste erneut an seinem rechten Knie operiert werden. Im August letzten Jahres war ein erster chirurgischer Eingriff erfolgt.
Im Anschluss hatte sich der japanische Nationalspieler zurückgekämpft und kam Anfang Oktober für sechs Minuten gegen den FC Southampton zu einem Comeback, ehe erneut Probleme auftraten und weitere Einsätze unmöglich machten. Wie die Nordlondoner meldeten, wird die Reha Tomiyasus voraussichtlich erst gegen Ende des Jahres abgeschlossen sein.
Der Abwehrmann war 2021 für 18,6 Millionen Euro vom FC Bologna zu Arsenal gekommen, seitdem bestritt er 84 Partien und steigerte seinen Marktwert von 20 Mio. auf zwischenzeitlich 35 Mio. Euro. Derzeit wird er auf 32 Mio. Euro taxiert. Neben Tomiyasu haben die Gunners aktuell weitere Langzeitverletzte, vor allem in der Offensive, zu beklagen mit Kai Havertz (Oberschenkelverletzung), Gabriel Jesus (Kreuzbandriss), Bukayo Saka (Oberschenkelverletzung) und Gabriel Martinelli (Oberschenkelverletzung). Zusammengerechnet fehlen dem Premier-League-Zweiten damit Spieler im Wert von 357 Mio. Euro.
Platz zehn, die Champions-League-Ränge in weiter Ferne: Die Aussicht beim BVB ist so düster wie lange nicht mehr. Eine mögliche Trennung von Trainer Nuri Sahin wird im Vorstand diskutiert, aber die Probleme liegen tiefer.
Von einem größeren Stimmungsumschwung sickerte am Donnerstag nichts durch. Borussia Dortmunds Regenerations- und Abschlusstrainingseinheiten am DFB-Campus in Frankfurt sollen verhältnismäßig ereignislos gewesen sein. Der BVB-Tross war noch am Dienstagabend direkt aus Kiel eingeflogen. Eine Art Mini-Trainingslager am Sonnenflecken Niederrad, zur Vorbereitung auf das Spiel bei Eintracht Frankfurt. Die Blamage des 2:4 beim Abstiegskandidaten Holstein Kiel im Gepäck, Platz zehn in der Bundesliga zum Abschluss der Hinrunde: Die Lage erzeugt Panikstimmung. Aber öffentlich zugeben will sie keiner beim stolzen Champions-League-Finalisten des vergangenen Sommers.
Borussia Dortmund will host Sporting CP on Wednesday in the second leg of the UEFA Champions League knockout playoff. Last week, Borussia Dortmund secured an important away win, scoring three second-half goals thanks to the efforts of Serhou Guirassy, Pascal Groß, and Karim Adeyemi.
Dortmund displayed a shaky first half against the team atop Liga Portugal. Still, thanks to a series of adjustments at halftime, Niko Kovač’s men took a commanding lead that will be difficult for Sporting to overcome in front of the famous Yellow Wall.
Borussia Dortmund has been inconsistent, and the first leg remains new trainer Niko Kovač’s only win. So, Sporting will surely come out of the gates firing, as BVB should be wary of not becoming complacent ahead of this match.
Sporting is a club that has only lost twice domestically, with forty-one more goals scored than conceded. Their form away from home is nearly as flawless as is their home record, having actually scored more goals on the road. If Viktor Gyökeres is fit to start, then Dortmund will be forced to contend with a prolific striker who has found the net more times than in games he’s played this season.
Kovač’s tenure had thusfar produced a stellar half against Sporting, but undewhelming performances in the Bundesliga. There have been promising signs, and fans will hope to see more on Wednesday. While Borussia Dortmund holds the advantage, Sporting can’t be written off just yet, and the matchup is sure to entertain. Here’s how to watch:
In der Liga bekommt Real Sociedad San Sebastian in dieser Saison nicht viel auf die Kette. Vieles deutet derzeit darauf hin, dass sich die Basken über das spanische Oberhaus nicht erneut für den Europapokal qualifizieren können. Einen dementsprechend hohen Stellenwert hat die Europa League, da hier mit einem tiefen Run die unter dem Strich ernüchternde Spielzeit doch noch versöhnlich gestaltet werden könnte. Zumindest der Einzug ins Achtelfinale sollte dem letztjährigen CL-Teilnehmer nur schwer zu nehmen sein. Bereits vor einer Woche bewahrheitete sich nämlich zwischen Real Sociedad und Midtjylland der Tipp auf die favorisierte „Txuri-Urdin“.
Inhaltsverzeichnis
Dank des 2:1-Erfolgs im Hinspiel in Dänemark steht die Tür in Richtung Runde der letzten 16 weit offen. Vor heimischer Kulisse würde am Donnerstagabend schon ein Unentschieden reichen, um die internationale Saison um mindestens zwei Spiele zu verlängern. In der nächsten Runde würde übrigens in jedem Fall ein Premier-League-Klub warten. Entweder Tottenham oder Manchester United. Somit kann schon vor dem Rückspiel von Real Sociedad gegen Midtjylland die Prognose gewagt werden, dass im Achtelfinale auf eines der beiden Teams ein sehr renommierter sowie ambitionierter Gegner wartet.
Real Sociedad – Midtjylland Quoten | 3 Top-Tipps
Wettquoten Stand: 19.02.2025, 13:59
Die Wettanbieter mit Paysafecard hegen im Übrigen kaum Zweifel daran, dass „La Real“ den Job im Rückspiel im eigenen Stadion erfolgreich vollenden wird. Vor den zweiten 90 Minuten im Duell Real Sociedad gegen Midtjylland werden lediglich Quoten von knapp über 1.50 auf den Heimerfolg angeboten. Wer stattdessen auf einen Überraschungscoup des Underdogs aus Herning wetten möchte, findet hierfür die Top-Quote in Höhe von 6.60 in der NEO.bet App. In Anbetracht des hohen Risikos sei noch die 10€ Gratiswette ohne Einzahlung von NEO.bet empfehlen, die ihr über den nachfolgenden Banner abstauben könnt.
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Real Sociedad – Statistik & aktuelle Form
Als Tabellenelfter mit lediglich 31 Punkten aus 24 Partien hinkt Real Sociedad den eigenen Ansprüchen in La Liga momentan deutlich hinterher. Zwar ist der sechste Rang, der zur erneuten Qualifikation für Europa definitiv reichen würde, bloß vier Zähler entfernt, allerdings macht die Mannschaft von Trainer Imanol Alguacil aktuell nicht den Eindruck, als könnte sie im abschließenden Saisondrittel noch einen gehörigen Sprung im Klassement nach oben machen.
Europa League als Wohlfühloase für RSSS
Speziell in den vergangenen Wochen präsentieren sich die Weiß-Blauen auf nationaler Ebene in keiner guten Verfassung. Vier der jüngsten fünf Ligamatches gingen verloren. Gerade mal zwei Siege sprangen in der Rückschau auf die letzten acht La-Liga-Partien heraus. Vor allem die viel zu harmlose Offensive, die es erst auf 20 Tore und damit die zweitschwächste Ausbeute aller 20 spanischen Erstligisten bringt, bereitet den Verantwortlichen große Kopfschmerzen.
Zum Glück zeigt „La Real“ in der Europa League oft ein ganz anderes Gesicht. Insbesondere zuhause konnten sich die Kicker aus San Sebastián nach einer unerwarteten 1:2-Niederlage am zweiten Spieltag gegen Anderlecht merklich fangen. Die letzten drei EL-Heimspiele wurden allesamt ohne Gegentor gewonnen.
Wer diese Statistik zum Anlass nehmen möchte, um auch am Donnerstagabend auf einen Heimerfolg inklusive Clean Sheet zu setzen, kann dafür zwischen Real Sociedad und Midtjylland ansprechende Wettquoten von bis zu 2.45 in der Bet-at-Home Wett-App anspielen. Um das Risiko zu minimieren, bietet sich aber genauso eine kombinierte Wette auf den Favoritensieg mit höchstens vier Toren im Spielverlauf an. In keiner der neun bisherigen EL-Partien mit RSSS-Beteiligung fielen mehr als vier Treffer. Zuhause waren drei Tore nach 90 Minuten sogar das Höchste der Gefühle. Trotz des K.O.-Charakters sollte sich daran im Normalfall im Playoff-Rückspiel nichts ändern.
Voraussichtliche Aufstellung von Real Sociedad:
Verletzte und Gesperrte Spieler von Real Sociedad:
Letzte Spiele von Real Sociedad:
Midtjylland – Statistik & aktuelle Form
Achtmal durfte der FC Midtjylland im internationalen Wettbewerb bislang K.O.-Matches in der Fremde bestreiten. Auf den ersten Sieg warten die Wölfe dabei allerdings noch vergeblich (0-2-6). Sollte sich auch am Donnerstagabend zwischen Real Sociedad und Midtjylland wiederum keine Prognose auf den Auswärtssieg der Dänen bewahrheiten, wäre das Aus besiegelt. Nach der 1:2-Heimpleite im Hinspiel sind die Schützlinge von Trainer Thomas Thomasberg also zum Siegen verdammt.
Video: Tipps und Prognosen für die Play-offs der Europa League & Conference League (Donnerstag, 20.01.2025). Die „Beidfüßig“ Analyse bietet Einblicke und Predictions für die Rückspiel der Play-offs. (Quelle: YouTube / Wettbasis)
Midtjylland braucht in San Sebastián ein kleines Wunder
Wie schwer das Unterfangen im Baskenland wird, unterstreicht überdies die Tatsache, dass die Mannen aus Herning von den zurückliegenden sechs Auswärtspartien in der Europa League nur deren zwei gewannen. In der Liga sprangen in neun Gastspielen ebenfalls bloß drei Siege heraus (3-3-3). Mit einem ausbaufähigen Torverhältnis von 15:13 belegt der FCM in der Auswärtstabelle der dänischen Superliga lediglich den fünften Platz. Als besonders gefährlicher Gast sind die Wölfe in dieser Saison somit bislang definitiv nicht in Erscheinung getreten.
Grundsätzlich war es im bisherigen Wettbewerbsverlauf aber stets eine gute Idee, Wetten auf Unter-Tore in den Fokus zu rücken. Nur in einem der neun EL-Spiele der Thomasberg-Elf fielen mehr als drei Tore. In sechs von neun Fällen wäre sogar ein Tipp auf das Unter 2.5 durchgegangen. In gleich fünf der vergangenen sechs EL-Matches hagelte es exakt zwei Gegentore, sodass auch für das bevorstehende Rückspiel von Real Sociedad gegen Midtjylland die Quoten auf über 1,5 RSSS-Tore eine rentable Option sein könnten. Bei Betano findet ihr hierfür eine 1.70. Erfahrungsgemäß geht die Auszahlung bei Betano auch recht schnell.
Zwei Tore für „La Real“ dürften dann übrigens bereits genügen, um den aktuell Zweitplatzierten in Dänemark in die Schranken zu weisen, denn selbst trafen die Rot-Schwarzen überhaupt bloß in drei der angesprochenen neun Begegnungen auf internationaler Ebene doppelt oder öfter. Die realistischen Ergebnistipps sind daher ein 2:0 oder 2:1 für die Hausherren aus San Sebastián.
Voraussichtliche Aufstellung von Midtjylland:
Verletzte und Gesperrte Spieler von Midtjylland:
Letzte Spiele von Midtjylland:
Unser Real Sociedad – Midtjylland Tipp im Quotenvergleich 20.02.2025 – 1/X/2
Wettquoten Stand: 19.02.2025, 14:16
Real Sociedad – Midtjylland Direkter Vergleich / H2H-Bilanz
Das Hinspiel war bislang das erste und einzige Aufeinandertreffen dieser Klubs auf Pflichtspielebene. Angeführt von einem überragenden Brais Mendez, der das 1:0 selbst erzielte und das 2:0 von Kubo vorbereitete, legten die Basken los wie die Feuerwehr, mussten aber noch vor der Halbzeit den Anschlusstreffer zum 1:2 hinnehmen. Dabei blieb es auch nach einer torlosen zweiten Halbzeit, sodass die Weiß-Blauen, die sich mit 40% Ballbesitz über die gesamte Spieldauer zufriedengaben, eine tolle Ausgangslage mit nach Spanien genommen haben.
Statistik Highlights für Real Sociedad gegen Midtjylland
Wettbasis-Prognose & Real Sociedad – Midtjylland Tipp
Die Ausgangslage vor dem Rückspiel von Real Sociedad gegen Midtjylland lässt eigentlich keine Fragen offen. Die Basken haben sich durch den 2:1-Auswärtssieg in Herning einen großen Vorteil erarbeitet, der sie zum turmhohen Favoriten auf das Weiterkommen ins Achtelfinale macht. Zwar ist es immer mit etwas Risiko verbunden, erneut auf einen Erfolg des im Hinspiel siegreichen Teams zu setzen, allerdings spricht das höhere Maß an Qualität, die Eindrücke von vor einer Woche sowie die Heimstärke der Basken exakt dafür.
RSSS steht in der EL bei 3 Heimsiegen in Serie ohne Gegentor
Midtjylland gewann im Europapokal noch nie ein K.O.-Spiel in der Fremde (0-2-6)
Real Sociedad schoss in den ersten 45 Minuten die drittmeisten Tore im Wettbewerb
In 8 von 9 Midtjylland-Partien in der laufenden EL-Saison wäre das Unter 3.5 durchgegangen
Das Hinspiel endete mit 2:1 für die Basken
In allen vier europäischen K.O.-Runden, in denen der FCM das Hinspiel nicht gewann, schied man aus. RSSS hingegen kam in sieben von neun Fällen weiter, sofern das erste Aufeinandertreffen gewonnen wurde. Eine Überraschung wird in der Reale Arena am Donnerstagabend also mit hoher Wahrscheinlichkeit ausbleiben. Stattdessen geht mein Real Sociedad gegen Midtjylland Tipp auf den Heimsieg mit maximal vier Toren im Spielverlauf. Bei NEO.bet wird eine 1.78 für diese Match Combo angeboten. Sechs Units beträgt mein Einsatz. Weitere Tipps & Analysen zur Europa League könnt ihr euch im unterhaltsamen Beidfüßig-Format zum europäischen Donnerstag reinziehen.
Quoten-Wahrscheinlichkeiten für Sieg Real Sociedad / Unentschieden / Sieg Midtjylland:
Real Sociedad – Midtjylland – Wettquoten * & weitere interessante Wetten im Überblick:
Über / Unter 2,5 Tore
Über 2,5 Tore: 1.86 @Bet365
Unter 2,5 Tore: 1.86 @Bet365
Beide Teams treffen JA: 2.05 @Bet365 NEIN: 1.67 @Bet365
Der Übergang aus dem Nachwuchs des VfL Wolfsburg zu den Profis verlief in den zurückliegenden Jahren schlecht. Das soll sich unter dem neuen Boss Peter Christiansen ändern. Im kicker erläutert der Däne seine Pläne mit den Top-Talenten.
Hoffnungsvoll: Dzenan Pejcinovic (rechts), aktuell an Fortuna Düsseldorf verliehen, wird im Sommer nach Wolfsburg zurückkehren und auch Bennit Bröger (Mitte) sowie David Odogu (links) treffen.
IMAGO/Brauer-Fotoagentur
Der VfL Wolfsburg will auf den eigenen Nachwuchs setzen. Das heißt es zwar schon seit ewigen Zeiten, nach Maximilian Arnold und Robin Knoche (jetzt Nürnberg) hat es aber kein Talent aus der eigenen Akademie geschafft, sich dauerhaft bei den Profis durchzusetzen. Ändern will dies Peter Christiansen. Der Däne kam im Sommer als neuer Geschäftsführer vom FC Kopenhagen, wo er demonstriert hat, dass er keine Scheu davor hat, junge und hochtalentierte Fußballer bei einem Champions-League-Teilnehmer zu integrieren. Wie soll das künftig beim VfL funktionieren? Dem kicker erläutert der 50-Jährige ausführlich seine Pläne.
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Kann Dortmund schon für das Achtelfinale der Königsklasse planen?
Nach der 0:3-Niederlage von Sporting Lissabon im Hinspiel der Champions-League-Playoffs gegen Borussia Dortmund dürfte der portugiesische Klub das Ausscheiden nur noch mit einer absoluten Top-Leistung und der personell besten Besetzung verhindern können. Eigentlich.
Doch Sporting verzichtet für die Partie beim BVB gleich auf ZWEI absolute Top-Stars.
Um 17.23 Uhr hatte er genug: Dortmunds Oberboss Hans-Joachim Watzke (65) stand von seinem Tribünenplatz im Bochumer Ruhrstadion auf, von dem er das 0:2 des BVB mitverfolgen musste. Sein Lebenswerk bröckelt.
Er hatte den Klub einst aus dem Schuldenloch gezogen, will sich im Herbst aus dem operativen Geschäft zurückziehen. Ausgerechnet jetzt befindet sich der Verein in der schlimmsten Schieflage seit zehn Jahren.
Das Minimalziel Champions-League-Qualifikation ist in großer Gefahr, der Klub steuert einer unsicheren Zukunft entgehen …
Macht Watzke als CEO doch weiter?
Komplett-Neustart, Tabula rasa auf allen Ebenen? Ein realistisches Gedankenspiel in der Führung. Klar ist: Watzke muss alle Ebenen hinterfragen. Bosse, Trainer, Mannschaft und Mitarbeiter.
Es liegt in seiner Hand, nur er kann den Neustart forcieren. Klar ist auch: Sobald Watzke die Entscheidung trifft, seinen Abschied im kommenden Herbst zu verschieben, bricht die sportliche Führungsstruktur mit Sport-Geschäftsführer Lars Ricken (48) an der Spitze automatisch zusammen. Ricken wäre entmachtet, stünde wie Sportdirektor Sebastian Kehl (45) und Berater Matthias Sammer (57) vor dem Ende.
Jetzt wird aber zunächst beobachtet, ob die Veränderungen der vergangenen Wochen Früchte tragen. Ricken, der aktuell alle Freiheiten besitzt, schärfte mit harten Entscheidungen gegen Vertraute sein Profil. Entlassung von Ex-Trainer Nuri Sahin (36), die Freistellung des Technischen Direktors Sven Mislintat (52). Watzke informierte er nur über den Vollzug. Mit Kehl hatte er sich zuvor nach den Spielen in Kiel (2:4), in Frankfurt (0:2) und in Bologna (1:2) nach Abpfiff jeweils in einem geheimen Raum im Kabinentrakt zusammengesetzt. Thema: die Zukunft von Sahin.
Die AC Milan ist raus aus der Königsklasse! Gegen Feyenoord Rotterdam schieden die “Rossoneri” nach einem 1:1 im Playoff-Rückspiel mit einem Gesamtscore von 1:2 aus. Spielbericht >>>
So gefällig die Leistung, speziell im Vergleich zum Hinspiel, gewesen sein mag – das Ausscheiden ist beispielhaft dafür, dass beim Traditionsverein vieles im Argen liegt.
In der Serie A belegt Milan derzeit nur Rang sieben, immerhin aber in Schlagdistanz zu Rang vier. Tabelle der Serie A >>>
Auch wenn es unter Neo-Coach Sergio Conceicao dem Champions-League-Aus zum Trotz nun etwas aufwärts geht: Das ist viel zu wenig für die Ansprüche der stolzen “Rossoneri”. Die Saison ist eine verkorkste, einzig die Derbys gegen Inter (von den bisherigen drei konnte man zwei gewinnen, eines endete Remis) und ein Sieg in der CL-Ligaphase gegen Real Madrid sorgten für Freude.
Doch woran genau hakt es, welche Fehler wurden in den vergangenen Monaten und Jahren gemacht? LAOLA1 hat sich die Situation zu Gemüte geführt. Das sind die sechs wesentlichen Gründe dafür, dass die Mailänder ihren Ansprüchen aktuell weit hinterherhinken:
1.) Der Rausschmiss von Klub-Ikone Paolo Maldini
Die Aufregung in Mailand war im Sommer 2023 groß, als klar wurde, dass einer der maßgeblichen Architekten des Erfolgs der letzten Jahre gehen muss. Nach der Übernahme des Klubs durch RedBird Capital, angeführt vom nunmehrigen Klubbesitzer Gerry Cardinale, blieb kein Stein auf dem anderen und der Technische Direktor Maldini – die Vereinsikone schlechthin – war eines der ersten Opfer.
Das Duo Maldini-Massara musste im Sommer 2023 gehen.
Man warf ihm vor, auf dem Transfermarkt schlecht gearbeitet zu haben. Wenig später musste auch Sportdirektor Fredric Massara gehen. Sie beiden formten in Zusammenarbeit mit Ex-Trainer Stefano Pioli aus einem desolaten Milan ab 2019 eine Meistermannschaft, die 2022 den “Scudetto” holte.
Cardinale und Maldini haben nie richtig harmoniert. Maldini wollte den bedachten und über Jahre angelegten Kurs der Entwicklung weiterverfolgen, Cardinale aber wollte den schnellen Erfolg. Der Klubboss warf den langjährigen Kapitän samt seiner rechten Hand Massara kurzerhand raus und köpfte damit die sportliche Abteilung. Mitgeteilt wurde dies in einer dreizeiligen Pressemitteilung. Ein Affront für die Fans.
Gerade in Italien spielen Sentimentalitäten eine gewichtige Rolle. Maldini rauszuschmeißen – und das noch dazu so ungalant – hat auch dem Image des Klubs massiv geschadet. Seit Maldinis Abgang hat sich das Budget verdoppelt – aktuell bei nicht einmal halbem Ertrag.
2.) Die Trennung von Meistercoach Stefano Pioli
Es gab Befürworter und Kritiker der Entscheidung, sich mit Ende der Saison 2023/24 von Stefano Pioli zu trennen. Stand heute lässt sich sagen: Es war ein Fehler. Milan konnte nach seinem Abgang nicht mehr an die letzten Jahre anschließen.
Pioli coachte Milan für vier volle Saisons, in diesen wurde er ein Mal Meister (2022), zwei Mal Vizemeister (2021, 2024) und ein Mal Vierter (2023). Dazu kommt ein Halbfinale in der Champions League 2023.
Er war im Zusammenspiel mit Maldini und Massara maßgeblich dafür verantwortlich, dass aus einer überalterten und leidenschaftslosen Truppe ein Meister geformt werden konnte. Zudem erreichte er den selben Punkteschnitt wie Carlo Ancelotti (beide 1,93; K.o.-Spiele exkludiert). Pioli gelang es, Spieler wie Davide Calabria, Alessio Romagnoli, Rafael Leao und Theo Hernandez zu Top-Stars und wesentlichen Faktoren für den Gewinn der Meisterschaft zu formen.
Bild mit Symbolcharakter: Pioli wurde von den Spielern nicht nur sportlich, sondern vor allem für seine menschlichen Qualitäten geschätzt.
Seine Mannschaftsführung wurde insbesondere in seiner letzten Saison als zu kumpelhaft kritisiert, was tatsächlich immer wieder zu blutleeren Auftritten führte. Ihm wurde zudem vorgeworfen, das Team taktisch und spielerisch nicht weiterentwickelt zu haben. Die Spiele unter ihm wurden immer unattraktiver, speziell nach dem Abgang von Denker und Lenker Sandro Tonali. Dazu gesellten sich auch defensive Schwächen.
Dennoch gelang es ihm, Milan zum Vizemeistertitel zu führen. Pioli selbst deutete immer wieder an, dass es auch Phasen geben müsse, in denen man das aktuelle Niveau hält, ehe man den nächsten Schritt machen kann. Nur, was man bei einem Spitzenklub eben nicht hat, ist Zeit. Speziell, seit RedBird das Sagen hat.
Am Ende wurde ihm die Vorsaison, in der man in den internationalen Bewerben sowie in der Coppa Italia früh raus war, zum Verhängnis. Der Vizemeistertitel hinter einem überlegenen Inter konnte darüber nicht hinwegtrösten.
Etwas mehr als ein halbes Jahr später wünschen sich nicht wenige einen wie Pioli zurück. Oft weiß man erst zu schätzen, was man hatte, wenn man es nicht mehr hat.
3.) Die Verpflichtung von Paulo Fonseca
Als Nachfolger von Stefano Pioli wurde Paulo Fonseca von OSC Lille geholt. Spielerisch sollte es unter ihm einen Schritt nach vorne gehen, nachdem Pioli speziell in seiner letzten Saison oft sehr pragmatischen Fußball spielen ließ.
Dieser Gedanke kam bei den anfangs eher skeptischen Fans (Fonseca trainierte einst die AS Roma) naturgemäß gut an. Fonseca hatte die Kurve auch bis zum Ende großteils hinter sich, weil er zeigte, dass er dem Team Feuer unter dem zuvor oft zu bequemen Hinterteil machen will.
(Text wird unter dem Video fortgesetzt)
Abgesehen vom Derbysieg über Inter und dem 3:1 gegen Real Madrid, in denen Milan wirklich überzeugen konnte, blieb die gewünschte Entwicklung aber großteils unsichtbar. Die Fans sehen die Gründe dafür aber eher bei der Mannschaft, als bei Fonseca.
Das Verhältnis zwischen dem Portugiesen und seinem Team war nie das Beste, wie aus dem San Siro zu vernehmen war. Am Ende scheiterte er an seiner Mannschaftsführung, die zu unterschiedlich von jener Piolis war, unter dem sich Milan zur Wohlfühloase entwickelt hatte. Auch das sollte durch die Verpflichtung des strengeren Fonseca gebrochen werden, der Kontrast war am Ende aber zu krass.
Fonseca legte sich öffentlich mit Stars wie Theo Hernandez und Rafael Leao an. Zudem griff er phasenweise das ganze Team medienwirksam an, wie etwa nach dem CL-Spiel gegen Roter Stern Belgrad, was die Kabine mehr und mehr spaltete, anstatt die Spieler anzustacheln.
Auch der schon unter Pioli nicht immer sattelfesten Defensive konnte er nicht die nötige Stabilität verleihen. Er rotierte oft wild durch, fand nie einen Stamm für die Viererkette.
Funktionierte der “Fonseca-Ball” aber einmal, war ersichtlich, welches Potenzial in dem Team steckt. Das gelang aber zu selten. Fonseca selbst betonte glaubhaft, er habe “alles versucht”. Das mag so sein, aber nicht immer passt der gekaufte Trainer-Deckel auch zum vorhandenen Mannschafts-Topf.
4.) Die wackelnden Säulen der Meistermannschaft
Einige elementare Säulen aus der Meistermannschaft von 2022 spielen nach wie vor für die “Rossoneri”. Keeper Mike Maignan, Theo Hernandez, Rafael Leao und Fikayo Tomori halten bis heute die Knochen für Milan hin.
Sie bildeten gemeinsam mit Franck Kessie, dem erst kürzlich zu Bologna gewechselten Davide Calabria und Alessio Romagnoli das Gerüst des Teams. Sie spielen eine ebenso gewichtige Rolle im Zustandekommen der aktuellen Situation.
Theo und Leao: Die vielleicht beste linke Seite Europas
Insbesondere Theo und Leao, die – wenn sie ihr Potenzial voll ausschöpfen – wohl die beste linke Seite Europas sein können – fielen in der jüngeren Vergangenheit zu oft durch Extravaganzen und abseits des Feldes auf, anstatt mit Leistung zu glänzen. Was aber nicht nur an den beiden Egozentrikern liegt, sondern auch am geschassten Fonseca, der es im Gegensatz zu Pioli nie wirklich schaffte, die Stärken des Duos in sein System einzubinden.
Keeper Maignan erlebte ebenso schon bessere Tage, leistete sich in dieser Saison auffällig viele Unsicherheiten und Patzer. An ihm alleine liegt es aber natürlich nicht. Denn genauso gab es zahlreiche Situationen, in denen er seinem Team den Allerwertesten rettete.
Tomori, unter Pioli unumschränkter Stammspieler und Abwehrchef, wurde von Fonseca rasiert. Einsätze in der Startelf wechselten sich mit 90 Minuten auf der Bank regelmäßig ab. Da so etwas wie Konstanz in seinen Leistungen zu entwickeln, ist eine Mammutaufgabe. Dennoch passierten ihm zu viele einfach Fehler, die einem selbst bei mangelnder Spielzeit nicht unterlaufen sollten.
Unter Conceicao zeigten aber zumindest Hernandez und Leao wieder in Ansätzen, wozu sie in der Lage sind. Unter dem Neo-Coach arbeitet Leao nun auch endlich defensiv mit. Maignan wurde zum Kapitän ernannt, zumindest in dieser Rolle macht er sich bisher gut.
5.) Die Entscheidungen von “König” Zlatan
Zlatan Ibrahimovic mag ein großartiger Fußballer gewesen sein. Das steht außer Frage. Nach seinem Karriereende 2023 wurde er Chef-Berater von Milan-Eigentümer RedBird und Klubboss Gerry Cardinale.
Seither wird keine sportliche Entscheidung ohne den selbsternannten “König von Mailand” getroffen. Ibrahimovic sollte den Klub sportlich neu ausrichten, hatte Cardinale doch den Sieg in der Champions League als großes Ziel für die nächsten Jahre ausgerufen. Wohin dieses Vorhaben und Zlatans Entscheidungen bisher geführt haben, sieht man.
Bisher ist Zlatan Ibrahimovics Ära als “starker Mann” der AC Milan nicht von Erfolg gekrönt.
Ibrahimovic drängte auf die Ablöse von Stefano Pioli und die Verpflichtung von Fonseca. Es war seine erste große Entscheidung als Quasi-Sportdirektor (kaufmännisch wird der Klub von Ex-Bänker Giorgio Furlani geführt) und diese stellte sich als Fehler heraus.
Als Spieler war der selbstbewusste Schwede in seinem Ausgedinge ein wesentlicher Faktor beim Wiedererstarken der “Rossoneri”. Mit der gleichen Attitüde geht er an seine nunmehrige Aufgabe heran, bisher mit mäßigem Erfolg. Das führt uns auch zum nächsten Punkt, in den “Ibra” wesentlich involviert ist.
6.) Die chaotische Kader-Politik
Der Transfer-Sommer bei der AC Milan war auffällig ruhig. Er symbolisierte weder den von den Fans erhofften Aufbruch, noch war er es schlussendlich.
Als Ersatz für den zu Los Angeles abgewanderten Stürmer-Haudegen Olivier Giroud holte man Spaniens Teamkapitän Alvaro Morata und Tammy Abraham von der Roma. Beide sollten nicht einschlagen. Hoffnungsträger Morata suchte mittlerweile wieder das Weite und wechselte zu Galatasaray.
Dazu gab man ohne jede Not mit Pierre Kalulu eine Abwehrkonstante der letzten Jahre ab, was für breites Unverständnis sorgte. Ihn sollte Ex-Salzburger Strahinja Pavlovic ersetzen, der unter Fonseca gar nicht funktionierte, sich jetzt unter Conceicao aber langsam fängt.
Mit Youssouf Fofana holte man einen universellen Sechser, dem man bis dato tatsächlich wenig vorwerfen kann. Er ist von den Neuzugängen der mit Abstand konstanteste.
Die Verpflichtung von Santiago Gimenez erwies sich bisher als Erfolg.
Was Ibrahimovic und Fonseca geritten hat, Emerson Royal als Konkurrenz für den etablierten Rechtsverteidiger Davide Calabria zu holen, wäre spannend zu erfahren. Der Brasilianer offenbarte schon bei Tottenham Schwächen im Spiel gegen den Ball – eigentlich war das genau jene Baustelle, die es zu schließen galt.
Immerhin erkannte Zlatan seine Fehler und reagierte im Winter.
In der Defensive gelang dies mit der Verpflichtung von Kyle Walker. Der langjährige City-Kapitän kann in der Abwehr rechts und innen spielen, er blieb bisher nichts schuldig.
Offensiv bediente sich bei Feyenoord Rotterdam und holte Shootingstar Santiago Gimenez. Der mexikanische Teamspieler geht bisher wie gewünscht auf und lieferte in fünf Einsätzen drei Tore und eine Vorlage.
Auch war im Sommer erwartet worden, dass man endlich die Baustelle auf der Zehner-Position schließt, welche der Abgang des von Real Madrid zurückgeholten Brahim Diaz aufgerissen hat. Fonseca versuchte aber stattdessen, Flügelspieler Christian Pulisic dort zu etablieren – und scheiterte. Auch hier reagierte man im Winter und lieh Joao Felix von Chelsea, der zumindest in Ansätzen zeigt, dass er die erhoffte Verstärkung sein kann. Für ein Urteil ist es aber noch zu früh.
Fazit: Bisher ist die Kaderpolitik von Ibrahimovic chaotisch und erfolglos. So unreflektiert, wie er sich gibt, scheint er aber nicht zu sein. Die Schritte, die man im Winter gesetzt hat, sind durchaus erfolgversprechend. Es wartet aber noch viel Arbeit auf und abseits des Platzes. Das hat das Rückspiel gegen Feyenoord gezeigt.
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