FCK-Fantreffen: Rote Teufel machen Menschen mit Handicap
Am vergangenen Wochenende fand in der Innenstadt von Kaiserslautern das große Fantreffen der Fußballmannschaft 1. FC Kaiserslautern, auch bekannt als die Roten Teufel, statt. Besonders im Fokus stand in diesem Jahr die Integration von Menschen mit Handicap in den Sport- und Fanalltag. Die Veranstaltung zog viele Anhänger an, darunter zahlreiche VIPs und prominente Gesichter.
Engagierte Initiativen zur Inklusion
Die Rote Teufel haben sich in den letzten Jahren verstärkt für die Inklusion von Menschen mit Behinderungen eingesetzt. „Wir möchten kein Fußballverein sein, der Menschen ausschließt. Jeder soll die Möglichkeit haben, Teil unserer Fan-Gemeinschaft zu sein“, erklärte Geschäftsführer Thomas Huber in seiner Eröffnungsansprache. Dies spiegelt sich auch in den Angeboten des Vereins wider, die speziell für Menschen mit Handicap geschaffen wurden.
Im Rahmen des Fantreffens gab es verschiedene Informationsstände, die die unterschiedlichen Initiativen des Vereins vorstellten. Diese reichen von Barrierefreiheit im Stadion bis hin zu speziellen Fanprojekten, die sich gezielt an Menschen mit Handicap richten. „Barrierefreier Zugang ist für uns eine Selbstverständlichkeit“, sagte Huber weiter.
Aktivitäten und Begegnungen
Das Fantreffen bot den Teilnehmern vielfältige Aktivitäten. So konnten die Fans unter anderem an einer Stadionführung teilnehmen, bei der der barrierefreie Zugang erläutert wurde. Auch ein Fußballspiel, bei dem Spieler mit und ohne Handicap gemeinsam auf dem Platz standen, erfreute sich großer Beliebtheit. „Es ist beeindruckend zu sehen, wie viel Spaß alle hatten. Fußball vereint, egal welche Voraussetzungen man mitbringt“, bemerkte einer der Trainer.
Die Vorstandsmitglieder des Fanshop standen ebenfalls für Gespräche bereit und gaben Auskunft über die speziellen Merchandise-Artikel, die mit dem Thema Inklusion verbunden sind. Ein Teil des Erlöses kommt dem wohltätigen Projekt „Kicken ohne Grenzen“ zugute, das Kindern mit Beeinträchtigung den Zugang zum Sport erleichtert.
Starke Präsenz von Unterstützern
Ein sehr emotionaler Moment des Tages war der Auftritt von Markus Wiegand, einem ehemaligen Vereinsspieler, der selbst eine Behinderung hat. Er sprach über seine persönlichen Erfahrungen und die Wichtigkeit von Teilhabe im Sport. „Ich habe oft erlebt, wie integrativ Fußball sein kann. Der 1. FC Kaiserslautern zeigt, dass sie bereit sind, den ersten Schritt zu gehen“, sagte Wiegand in seiner bewegenden Rede.
Die Veranstaltung zog auch zahlreiche Unterstützer und Sponsoren an, die die Initiative des Vereins unterstützen. Viele von ihnen lobten das Engagement der Roten Teufel und kündigten an, ihre Zusammenarbeit fortsetzen zu wollen. „Wir sind stolz darauf, Teil dieses Projekts zu sein“, erklärte Angela Müller, die für ein lokales Unternehmen arbeitet. „Inklusion ist ein Thema, das uns alle angeht.“
Feedback der Teilnehmer
Die Resonanz der Besucher war durchweg positiv. Viele Fans äußerten, dass sie die Bemühungen des Vereins sehr schätzen. „Es ist schön zu sehen, dass der Verein auch über den Fußball hinaus denkt und sich für uns einsetzt“, betonte ein langfristiger Anhänger. Auch viele Menschen mit Handicap äußerten ihre Dankbarkeit für die Angebote und das offene Ohr des Vereins.
„Ich fühle mich wertgeschätzt und respektiert. Solche Veranstaltungen sind wichtig, damit wir alle zusammen feiern und unseren Verein unterstützen können“, sagte eine junge Frau, die selbst im Rollstuhl sitzt.
Ausblick auf zukünftige Veranstaltungen
Das Fantreffen war nur der Anfang von weiteren geplanten Aktionen. Der Verein plant, regelmäßig Inklusionsprojekte zu starten und auch in der kommenden Saison spezielle Fan-Tage für Menschen mit Behinderung zu initiieren. „Wir möchten, dass jeder Fan die Möglichkeit hat, das Stadion zu besuchen und das Erlebnis Fußball zu genießen“, schloss Huber.
Insgesamt war das Fantreffen eine gelungene Veranstaltung, die nicht nur die Verbundenheit zwischen Fans und Verein stärkt, sondern auch eine wichtige Botschaft über Inklusion und Teilhabe im Sport vermittelt.