Vom Altenheim auf den Betze: Senioren gründen FCK-Fanclub

Vom Altenheim auf den Betze: Senioren gründen FCK-Fanclub

Vom Altenheim auf den Betze: Senioren gründen FCK-Fanclub

Im Seniorenheim “Haus am Betzenberg” in Ludwigshafen wurde am vergangenen Donnerstag ein neuer Fanclub für den 1. FC Kaiserslautern gegründet. Die Initiative dazu ging von einer Gruppe passionierter Fußballanhänger aus, die trotz ihres Alters und gesundheitlicher Einschränkungen die Freude am Vereinsleben nicht verloren haben.

Hintergrund und Motivation

Die Idee entstand während eines gemeinsamen Fernsehabends, während der das letzte Heimspiel des FCK gegen den SV Sandhausen verfolgt wurde. „Die Emotionen der letzten Minuten haben uns alle gepackt“, sagte Otto Müller, 82 Jahre alt und einer der Initiatoren. „Da war uns klar, dass wir etwas unternehmen müssen, um unseren Verein zu unterstützen.“

Gründung und Struktur des Fanclubs

Der Fanclub, der den Namen “Betze Senioren” trägt, möchte nicht nur Spielbesuche organisieren, sondern auch regelmäßige Treffen im Seniorenheim abhalten. „Wir planen, einmal im Monat einen klubrelevanten Abend mit alten Spielen und Geschichten zu veranstalten“, erklärt die 78-jährige Anna Schmidt, die als erste Vorsitzende gewählt wurde. Neben der Vereinsliebe soll auch der soziale Aspekt im Vordergrund stehen.

Aktivitäten und zukünftige Pläne

Für die kommende Saison sind bereits mehrere Aktivitäten geplant. Dazu gehören Ausflüge zu Auswärtsspielen sowie Besuche im Stadion der Pfalz. Ein Highlight könnte der gemeinsame Besuch eines Spiels in der Lauterer Arena am Betzenberg sein, wo die Senioren die Atmosphäre direkt erleben möchten. „Es wäre ein großer Traum, wenn wir das schaffen“, so Müller.

Unterstützung von außen

Der 1. FC Kaiserslautern hat die Gründung des Fanclubs positiv begrüßt. „Wir finden es großartig, dass sich auch unsere älteren Fans aktiv in die Vereinsgemeinschaft einbringen“, sagt der FCK-Pressesprecher. Der Klub plant, die Initiative durch Fanartikel und Unterstützungsaktionen zu fördern. „Wir wollen, dass jeder FCK-Fan, egal welchen Alters, Teil der großen FCK-Familie ist“, so der Pressesprecher weiter.

Gesundheitliche Aspekte und soziale Integration

Die Gründung des Fanclubs hat zudem einen wichtigen gesundheitlichen Aspekt. „Gemeinsame Aktivitäten bringen unsere Bewohner zusammen und fördern das Wohlbefinden“, berichtet die Heimleiterin, Dr. Sabine Weiss. Der soziale Austausch wird als essenziell angesehen, besonders in Zeiten, in denen viele Senioren isoliert leben. „Fußball bringt Freude und schafft verbindende Erlebnisse“, ergänzt sie.

Reaktionen aus der Seniorenheim-Gemeinschaft

Die Reaktionen unter den anderen Bewohnern sind überwiegend positiv. Viele haben bereits ihr Interesse bekundet, sich dem Fanclub anzuschließen. „Es bringt Leben in die Bude“, meint der 75-jährige Hans Weber. „Ich kann es kaum erwarten, wieder gemeinsam zu feiern und zu jubeln.“

Erste Schritte zur Umsetzung

Bereits am kommenden Freitag findet das erste offizielle Treffen im Rahmen des Fanclubs statt. Anlässlich des Treffens sind ehemalige Spieler eingeladen, um ihre Geschichten und Erfahrungen zu teilen. „Wir hoffen, dass viele kommen und das Interesse groß ist“, sagt Schmidt. „Zusammen wollen wir in die neue Saison starten.“

Fazit

Die Gründung des FCK-Fanclubs im Seniorenheim ist ein Beispiel dafür, wie wichtig Gemeinschaft und Identifikation mit einem Verein über Generationen hinweg sind. Die Senioren zeigen, dass es nie zu spät ist, Teil einer Leidenschaft zu sein und die Freude am Fußball zu leben.