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Wolfsburg.Der VfL in Stuttgart, es lief bereits die Nachspielzeit, als Patrick Wimmer zum Brasilianer wurde. An der linken Außenbahn setzte der österreichische Nationalspieler zum Rainbow Flick an. Ein spektakulärer Trick. Wimmer lupfte die Kugel über Gegenspieler Fabian Rieder hinweg, was die VfL-Fans natürlich feierten. Der Stuttgarter Angelo Stiller empfand es offenbar als Provokation und schubste Wimmsi, wie Wimmer meist gerufen wird, einfach mal weg – ohne dafür Gelb zu sehen. Ziemlich merkwürdig. Wimmer machte der Schubser nichts aus. Er grinste kurz und spielte weiter.
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So ist er, der kernige Österreicher des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten, dessen gute Leistungen in den vergangenen Wochen öffentlich ein bisschen untergingen, weil sich vieles beim VfL um den überragenden Mohammed Amoura und seine Super-Torquote (neun Treffer, neun Assists) dreht. Aber auch Wimmer wusste zu glänzen – und wird im Netz mit dem Ex-Frankfurter Jay-Jay Okocha verglichen.
Vergleiche mit Ex-Frankfurt-Star Okocha
Der Ex-Profi brachte diesen Trick im Februar 1993 in die Bundesliga, zelebrierte ihn im Spiel der Eintracht bei Dynamo Dresden. „Jay-Jay Okocha … unfassbar“, erinnert sich auch Wolfsburgs Torhüter Marius Müller an Okocha. Das Wimmsi-Video wurde tausendfach geklickt, von vielen seiner Mitspieler und ehemaligen Kollegen gab es reichlich Lob für den 23-Jährigen. Wimmer ist der Typ Spieler, den Trainer gern in ihrem Team haben.
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Der VfL-Österreicher ist schnell, kann sich durchsetzen und ist in der Offensive vor allem flexibel einsetzbar. Das zeigt auch ein Blick auf die Aufstellungen der Wolfsburger in dieser Saison. Bei den Niedersachsen ließ ihn Trainer und Landsmann Ralph Hasenhüttl bereits als Mittelstürmer, auf dem offensiven Flügel und zuletzt gegen Leverkusen und in Stuttgart aufgrund des Überangebots auf dem Flügel als einer der beiden Mittelfeld-Achter ran. Und Wimmer wusste auch da mit seiner Wucht, seinem Antritt und seinem Durchsetzungsvermögen zu überzeugen.
Die VfL-Fans sehen gerade den besten Wimmer in dieser Saison, einzig vor der Kiste muss der Ösi noch kaltschnäuziger werden. Da lässt er noch zu viele Chancen liegen. Das weiß auch Hasenhüttl. Der Coach hatte bereits vor der Saison geahnt, dass es ein gutes Jahr für Wimmer werden könnte. Er hatte gesagt, dass Wimmer in vielen Bereichen den Unterschied ausmachen könne. Dass das so ist, das ist auch sein Anteil. „Ich glaube schon, ihn mittlerweile so gut zu kennen, dass ich weiß, wie ich ihn triggern muss, wie ich ihn zu diesen Höchstleistungen kitzeln kann, weil er schon ein Spieler ist, der eine andere Ansprache braucht“, sagt Hasenhüttl.
„Ich glaube schon, ihn mittlerweile so gut zu kennen, dass ich weiß, wie ich ihn triggern muss, wie ich ihn zu diesen Höchstleistungen kitzeln kann.“
Ralph Hasenhüttl
VfL-Trainer
Dass Multi-Wimmer gerade auf der Acht und nicht auf dem Flügel gefragt ist, liege vor allem an seinen Tempo-Dribblings, mit denen er da für viel Schwung im VfL-Spiel nach vorn sorgen könne. „Es muss jetzt nicht gerade ein Rainbow Flick sein, aber grundsätzlich ist Wimmsi mit seinen Dribblings eine sehr unangenehme Komponente für den Gegner“, fügt der Trainer hinzu. Beim Thema Rainbow Flick grinst Hasenhüttl kurz, womöglich, weil er sich die Szene in Stuttgart noch mal ins Gedächtnis rief.
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Hasenhüttl weiß, wie er Wimmer packen muss
Nicht im Detail verraten wollte Hasenhüttl, wie er Wimmer gerade zu Höchstleistungen treibt. „Das lasse ich mal bei mir“, sagt er schmunzelnd auf Nachfrage, um dann zu ergänzen: Wenn Wimmer topfit sei, „kann er jedem Gegner wehtun. Wir haben einen guten Zugang zueinander, manchmal ist das auch ein bisschen impulsiv.“ Im Training könne das zwischen beiden auch schon mal „emotional sein“, womit er als Trainer gar kein Problem habe, wenn die Dinge deutlich „angesprochen werden“. Es sei ihm lieber, er habe einen Spieler wie Wimmer, den er mal „runterkühlen“ müsse, als eine „Schlaftablette, die du jedes Mal aufwecken musst“.
Abwehrtalent Almugera Kabar, der in dieser Saison auch schon für die Profis des BVB spielte, hat einen Profivertrag bei Borussia Dortmund unterschrieben. Das gab der Klub offiziell bekannt.
Der Youngster gilt als sehr talentiert, musste bei seinen ersten Einsätzen aber noch ordentlich Lehrgeld zahlen. Dennoch hofft man beim BVB, dass sich seine Entwicklung positiv gestalten wird.
Kabar erhält Profivertrag beim BVB
Der Linksverteidiger hat einen Vertrag bis zum Sommer 2028 bei den Schwarzgelben unterschrieben. Sportdirektor Sebastian Kehl erklärt: „Wir freuen uns, dass wir den Weg mit Almugera weiterhin gemeinsam gehen können. Er ist ein Junge aus der Region, der großes Potenzial besitzt und dem NLZ in der Vergangenheit schon seinen Stempel aufgedrückt hat. Er bringt körperlich, fußballerisch und charakterlich ganz viel mit und wir werden zusammen daran arbeiten, seine Entwicklung Schritt für Schritt voranzutreiben.“
Auch der junge Spieler selbst kam zu Wort: „Ich freue mich, ein Teil von Borussia Dortmund zu sein und hier meine nächsten Schritte zu gehen. Ich möchte mich weiterentwickeln, meine Fähigkeiten verbessern und gemeinsam mit diesem großen Verein erfolgreich sein.“ Im Oktober vergangenen Jahres debütierte er für die BVB-Profis und absolvierte seitdem vier Bundesligaspiele. In dieser Saison kam der aktuelle U19-Nationalspieler darüber hinaus fünfmal für die Dortmunder U23 in der 3. Liga zum Einsatz und stand für die U19 in der UEFA Youth League viermal auf dem Rasen.
Nun ist seine Zukunft erst einmal geklärt. Der BVB kann sich die Entwicklung des Spielers weiter in Ruhe ansehen und diese weiterhin verfolgen. Im Sommer kann dann eine Entscheidung getroffen werden, ob er permanent in den Profikader integriert wird oder ob möglicherweise eine Leihe vorgenommen wird, um Spielpraxis zu sammeln. Kabar ist nach Kjell Wätjen (19), Cole Campbell (19) und Filippo Mane (19) das nächste Talent, das der BVB langfristig an sich gebunden hat.
Bis auf das Achtelfinale in der Coppa Italia hat Torwart Yann Sommer diese Saison bisher alle 35 Pflichtspiele für Inter Mailand absolviert und dabei 19-mal die Null gehalten. Zumindest die Serie an Einsätzen kommt verletzungsbedingt aber nun zum Ende: Nach Angaben der Nerazzurri hat der 36 Jahre alte Ex-Bundesliga-Profi eine Fraktur des Daumens in der rechten Hand erlitten. „Sky“ in Italien schätzt die Ausfallzeit auf rund einen Monat.
In diesen Zeitraum fallen in der Liga Spiele wie das Meisterschaftsduell gegen Spitzenreiter SSC Neapel und Lazio Rom sowie womöglich Atalanta. Zudem tritt Inter am 3. oder 4. und 11. oder 12. März im Champions-League-Achtelfinale an. Der Gegner, entweder Feyenoord oder PSV Eindhoven, wird am Freitag ausgelost.
In diesen Spielen wird den Schweizer aller Voraussicht nach der im Sommer aus Genua geholte Josep Martínez (26) vertreten. Der Spanier, der von 2020 bis 2023 bei RB Leipzig unter Vertrag stand, lief bisher einmal für Inter auf – in der Coppa Italia gegen Udinese (2:0). Der italienische Meister hatte 13,5 Millionen Euro für den Schlussmann an den CFC überwiesen.
Wie der BVB am Donnerstag-Nachmittag auf Twitter bekannt gab, verstarb der langjährige Volunteer (auf Deutsch: Freiwilliger) Martin Labus während des Heimspieles gegen Sporting Lissabon (0:0). Er wurde 63 Jahre alt.
Florian Wirtz (21) ist der herausragende Spieler der Bundesliga. Das hat der Leverkusener Star zuletzt im Spitzenspiel gegen den FC Bayern (0:0) erneut bewiesen.
Die Top-Klubs des Weltfußballs wollen den Spielmacher der deutschen Nationalelf verpflichten. Real Madrid ist dran, Manchester City gibt Gas, der FC Bayern kämpft. Derzeit sieht es danach aus, dass der Techniker in Leverkusen bis 2028 verlängert und frühestens nach der WM 2026 wechselt.
„Etwas zu schlampig“: Kane spricht über Bayern-Krise
Quelle: SID / BILD19.02.2025
Ein Pro und Contra: Sollte Wirtz eine Zwischenstation in München machen, bevor er den großen Karriereschritt wagt?
Contra: Für Wirtz wäre Bayern ein Rückschritt!
Von Axel Hesse
Warum sprechen Uli Hoeneß und die Bayern immer wieder von dem Traum, Florian Wirtz in ihrem Trikot zu sehen? Weil er besser ist als jeder ihrer Spieler. Das hat Leverkusens Nummer 10 im direkten Duell erneut eindrucksvoll gezeigt.
Er war im Top-Spiel der Bundesliga der beste Mann auf dem Platz. Der kreativste, der aktivste, der mental stärkste, der torgefährlichste. Ja, er hat beim 0:0 auch die größte Chance zum Leverkusen-Sieg vergeben. Aber er hat sich selbst in die Position gebracht. Und er hat gezeigt, dass er nicht zu verteidigen ist. Das war der große Unterschied zwischen ihm und allen Bayern-Spielern. Deshalb ist das Werben der Münchner verständlich.
Aber welchen Vorteil hätte ein Wechsel zu Bayern für Wirtz? Die Wahrheit ist: keinen! Es wäre ein spielerischer Rückschritt für ihn. Seiner Klasse entspricht für den nächsten Schritt nur ein Verein: Real Madrid.
In der Nationalmannschaft zaubern Musiala (l.) und Wirtz gemeinsam
Foto: Fabian Strauch/dpa
Pro: Wusiala wäre in Europa einzigartig
Von Christian Falk
Jamal Musiala hat seinen Vertrag bei Bayern gerade bis 2030 verlängert. Obwohl internationale Topklubs wie Real Madrid konkretes Interesse hatten. Dafür gibt es gute Gründe. Erstens: Der FC Bayern ist selbst ein internationaler Topklub. Zweitens: Musiala ist erst 21 und kann immer noch beim nächsten Vertrag ins Ausland gehen. Drittens: Bayern hat Musiala überzeugt, dass der Klub in den nächsten Jahren die Champions League gewinnen kann.
Alle drei Argumente gelten genauso für Florian Wirtz (21), sollte er einen Wechsel anstreben. Dazu gibt es noch ein gewichtiges viertes: Das Duo Wusiala aus Wirtz und Musiala wäre in ganz Europa einzigartig!
Dank der zwei Ausnahmespieler in einem Team darf Deutschland auf den WM-Titel 2026 hoffen. Die Vereinigung der beiden Fußball-Magier in der Star-Truppe der Bayern würde den Klub auf Anhieb zum Topfavoriten auf den Champions-League-Sieg machen.
Werder Bremens Winter-Neuzugang André Silva spricht in seinem ersten Interview an der Weser überhaupt über seine ersten Wochen am Osterdeich und verrät, warum er früher ein Fan von Hugo Almeida war und was er sich im Training von Cristiano Ronaldo abgeschaut hat.
Bremen – Erst das Mannschaftstraining, dann eine Extra-Einheit Torabschlüsse und schließlich noch 30 Minuten Programm im Kraftraum: Hinter André Silva liegt bereits ein langer Arbeitstag, als er gut gelaunt zum Termin mit der DeichStube erscheint, um sein erstes Interview als Profi des SV Werder Bremen zu geben. Der Wechsel des 29-Jährigen von RB Leipzig an den Osterdeich hatte Anfang Februar für viel Aufsehen gesorgt. Während des Gesprächs erklärt Silva nun, wie er die ersten Wochen am Osterdeich erlebt hat, warum er früher Fan von Hugo Almeida war und was er sich beim gemeinsamen Spielen und Trainieren von Superstar Cristiano Ronaldo abgeschaut hat. Weitere Themen: Eine mögliche Zukunft über den Sommer hinaus bei Werder, die Sportart Rollhockey und ein kurioser Social-Media-Fauxpas, mit dem Silva kürzlich für Schmunzler sorgte.
Wechsel zu Werder Bremen? André Silva im DeichStube-Interview: „Das klang sofort interessant für mich“
Herr Silva, vor ein paar Tagen haben Sie im Internet für einen Lacher gesorgt, weil in Ihrem Profil auf der Plattform „X“ nicht „SV Werder Bremen“, sondern „SV Werner Bremen“ geschrieben stand. Ein versteckter Gruß an Ihren neuen Trainer?
(lacht) Nein, das war einfach ein lustiger Fehler. Ich habe ein Team, das mir hilft, meinen Auftritt in den Sozialen Medien zu betreuen, und da hat sich offenbar jemand vertippt. Vielleicht hat der ja an den Trainer gedacht. Ich habe es selbst gar nicht bemerkt, bin aber von mehreren Leuten darauf hingewiesen worden. Wir haben es dann schnell korrigiert.
Sie stehen nun seit knapp drei Wochen bei Werder unter Vertrag. Wie waren die ersten Tage? Haben Sie sich schon eingelebt?
Ja, absolut. Ich bin gut im Verein und in der Stadt angekommen. Bei einem Wechsel im Winter ist das immer etwas schwieriger als im Sommer, weil einfach weniger Zeit für alles da ist. So langsam sind die wichtigsten Dinge aber geregelt. Noch wohne ich zwar im Hotel, ich habe aber inzwischen eine Wohnung gefunden und ziehe bald um.
Was war Ihr erster Gedanke, als Sie erfahren haben, dass Werder an Ihnen interessiert ist?
Es klang sofort sehr interessant für mich. Es ging darum, eine Lösung für meine Situation zu finden, denn in Leipzig habe ich zuletzt kaum noch gespielt. Ich bin kein Typ, der Dinge überstürzt, sondern denke gerne in Ruhe darüber nach. Ich möchte einfach sicher sein, dass der nächste Schritt der richtige ist. Bei Werder war ich mir schnell sicher.
„Wahnsinn!“: Neuzugang André Silva verbindet Hugo Almeida und Diego mit Werder Bremen
Für Frankfurt und Leipzig haben Sie mehrfach gegen Werder gespielt. Abgesehen davon: Was verbinden Sie mit dem Verein?
Ich bin Portugiese, deshalb natürlich zuerst Hugo Almeida, aber auch Diego, der vor seiner Zeit bei Werder bei meinem Heimatverein FC Porto gespielt hat. Als ich jünger war, ist Almeida für die Nationalmannschaft aufgelaufen, und ich weiß noch, wie beeindruckt ich von seiner Schussstärke war. Wahnsinn! Diego ist natürlich ein ganz besonderer Spieler gewesen, mit unglaublichen Fähigkeiten.
Im März bestreitet Diego sein Abschiedsspiel im Weserstadion. Werden Sie sich das Spektakel vor Ort ansehen?
Das weiß ich noch nicht, aber ich werde definitiv darüber nachdenken. Vielleicht bekomme ich ja noch eine Karte (lacht).
In Bremen sind mit Diego Erinnerungen an große internationale Spiele verbunden. Viele Werder-Fans träumen davon, dass sich der Verein nach langer Zeit endlich mal wieder fürs internationale Geschäft qualifiziert. Ist das in dieser Saison möglich?
Wenn ich sehe, wie hart und konzentriert die Mannschaft allein in der Zeit, seit ich hier bin, gearbeitet hat, dann ist sehr viel möglich. Wir sollten aber nicht zu weit in die Zukunft schauen und unnötige Erwartungen schüren. Nach Europa zu kommen, ist sehr schwer. Wir müssen es mehr wollen, als die anderen Mannschaften und jeden Tag hart dafür arbeiten. Dann sehen wir, was dabei am Ende herauskommt.
Zwei Spiele haben Sie bisher als Werder-Profi erlebt, beide gingen verloren. Nicht gerade ein Traumstart für Sie persönlich. Dämpft das die Stimmung?
Nein, denn es waren nur zwei Spiele. Das erste davon war gegen die Bayern, und das ist die schwierigste Aufgabe, die du in der Bundesliga haben kannst. Gegen Hoffenheim hätten wir es definitiv besser machen müssen, denn die Qualität dafür haben wir. Aber trotz der beiden Spiele habe ich weiterhin ein sehr gutes Gefühl für den Rest der Saison.
Werder Bremen-Neuzugang André Silva im Interview: „Hätte nie gedacht, dass ich mal fünf Jahre in der Bundesliga spiele“
In der Saison 2020/21 haben Sie stolze 28 Bundesligatore für Eintracht Frankfurt geschossen, was Sie nicht nur in Deutschland berühmt gemacht hat. In den drei schwierigen Spielzeiten danach waren es für Leipzig und San Sebastian insgesamt 19 Treffer. Was denken Sie über diese Zahlen?
Fußball kann sehr einfach, aber auch sehr kompliziert sein. Es gibt immer wieder Dinge, die du nicht kontrollieren kannst, die aber neben der eigenen Form auch Einfluss auf deine Leistung haben. Der Trainer, die Mitspieler, die Situation des Vereins, auch die Vertragssituation. In Frankfurt lief es einfach perfekt, alles hat gepasst, und ich konnte meine Stärken voll einbringen. Das Selbstvertrauen aus dieser Zeit habe ich nicht verloren. Ich arbeite jeden Tag daran, mich weiterzuentwickeln. Auch wenn die Torquote in den letzten Jahren niedriger war, bin ich heute insgesamt vielleicht sogar ein besserer Spieler als während der Zeit in Frankfurt.
FC Porto, AC Mailand, FC Sevilla, Eintracht Frankfurt, RB Leipzig, San Sebastian und jetzt Werder – Sie haben in Ihrer Karriere schon für viele Vereine gespielt. Bei Ihrer Vorstellung in Bremen haben Sie kürzlich gesagt, dass Sie gerne mal für einen längeren Zeitraum in einem Club bleiben würden. Könnte Werder dieser Club sein?
Warum nicht? Vorstellbar ist vieles. Ich hätte früher zum Beispiel nie gedacht, dass ich mal fünf Jahre lang in der Bundesliga spiele, und doch ist es so gekommen. Ich habe mir mit der Zeit abgewöhnt, zu weit in die Zukunft zu schauen, weil es nichts bringt. An den Sommer denke ich jetzt noch nicht.
Das Leihgeschäft zwischen Werder und Leipzig läuft bis zum Ende der Saison. Ihre Verpflichtung ist in Bremen mit großen Hoffnungen verknüpft. Wie schwer ist es, innerhalb kürzester Zeit sofort helfen zu müssen?
Das ist auf jeden Fall eine Herausforderung. Mit der Erfahrung, die ich in meiner Karriere gesammelt habe, bin ich mir aber sicher, dass ich sie meistern kann. Ich bringe mich mit allem ein, was ich habe, um dabei zu helfen, dass wir unsere Ziele erreichen.
Mal was anderes: Es heißt, Sie seien ein großer Rollerhockey-Fan, ein Sport, der in Portugal enorm populär ist…
(lacht) Nein, nein, da ist über die Jahre ein etwas schiefes Bild entstanden. Ich habe als Kind früher neben dem Fußball viele andere Sportarten ausprobiert, unter anderem eben auch Rollerhockey, also Hockey auf klassischen Rollschuhen, nicht auf Inlineskates. Einige meiner Cousins waren darin ziemlich gut und sind bis heute aktiv. Ihre Spiele sehe ich mir manchmal an. Als Fan würde ich mich aber nicht bezeichnen.
Dann zurück zum Fußball: Wie würden Sie sich selbst als Stürmer beschreiben?
Ich bin ein Stürmer, der gerne viel unterwegs ist und nicht nur im Strafraum lauert. Das Zusammenspiel mit meinen Mitspielern ist mir sehr wichtig, ob ich dabei nun Bälle festmache oder es One Touch weitergeht. Ich bin sicher nicht der schnellste Stürmer und nicht der, der am höchsten springt, aber ich würde sagen, dass ich gut den richtigen Moment finden kann. Im Strafraum kann ich ein Killer sein.
Werder Bremen-Neuzugang André Silva im DeichStube-Interview über Cristiano Ronaldo: „Wir haben uns immer gut verstanden“
Werders nächster Gegner ist der SC Freiburg. Sie sind eine Art Experte für diesen Club. Neun Mal haben Sie bereits gegen Freiburg gespielt, unter anderem 2022 im DFB-Pokalfinale, das Sie mit Leipzig gewonnen haben. Was erwartet Werder am Freitag für eine Mannschaft?
Freiburg ist ein physisch starkes Team, das taktisch sehr diszipliniert auftritt. Sie haben viele Automatismen, mit denen sie große Dynamik auf dem Platz erzeugen können. Es wird eine schwere Aufgabe für uns, aber ich bin mir sicher, dass unser Trainer uns sehr gut darauf vorbereiten wird.
2017 hat Weltstar Cristiano Ronaldo mal Folgendes über Sie gesagt: „Portugal ist in guten Händen, wenn ich einmal aufhöre, denn wir haben bereits einen tollen Stürmer gefunden: André Silva.“ Wie ist Ihr Verhältnis zu Ronaldo?
Das war damals ein großes Lob! Wir haben uns immer gut verstanden, wenn wir uns bei der Nationalmannschaft gesehen haben. Es war nicht so, dass wir abseits davon viel Kontakt hatten, denn Cristiano ist ein vielbeschäftigter Mann, aber der Austausch mit ihm war immer sehr angenehm.
16 Mal standen Sie gemeinsam für Portugal auf dem Platz. Was haben Sie von Ronaldo gelernt?
Ich bin damit aufgewachsen, zu ihm aufzuschauen. Er ist ein Idol für mich. Seine Disziplin, sein unbändiger Wille, hart an sich zu arbeiten und sich zu verbessern, ist beeindruckend. Er erinnert mich daran, dass man immer sein Bestes geben muss, um erfolgreich zu sein.
Ihr bis dato letztes Länderspiel war im Jahr 2022. Wann sehen wir Sie wieder für Portugal auflaufen?
Ich hoffe bald. Die Nationalmannschaft ist immer in meinem Kopf. Wenn ich gute Leistungen im Verein bringe, kommt das eine zum anderen. Mit dem Nationaltrainer (Roberto Martinez, Anm. d. Red.) gibt es hin und wieder Kontakt, das letzte Mal bei einem Champions-League-Spiel mit Leipzig, das er sich angesehen hat. Er hat mir Glück gewünscht und gesagt, dass ich weiter fokussiert arbeiten soll.
Herr Silva, zum Abschluss vervollständigen Sie bitte diesen Satz: Nach der Saison bin ich zufrieden, wenn…
(überlegt) … ich viel gespielt und Werder dabei geholfen habe, seine Ziele zu erreichen. Ach ja: Und ein paar Tore wären auch nicht schlecht (lacht).
In der Tabelle des Kalenderjahres steht die Elf von Trainer Ole Werner (36) nach sieben Spielen und nur einem Sieg auf Platz 16. Nur Heidenheim und Schlusslicht Dortmund (!) stehen noch schlechter da.
Höchste Zeit für eine Trendwende, zumal die kommenden Partien für Werder von besonders großer Bedeutung sind. Nach Freiburg (Freitag) folgen das Pokal-Viertelfinale in Bielefeld (Di.) und das Heimspiel gegen Wolfsburg (Sa.).
Daheim auf dem Sofa: Interessante Szene in der Müller-Doku
Quelle: BILD20.02.2025
Zwei Bundesliga-Rivalen, die sich ebenfalls Hoffnungen auf Europa machen und ein Drittligist, der Werder Bremen schon 2015 aus dem Pokal kegelte.
Werder Bremen: Die wichtigste Woche des Jahres!
Werner: „Es geht jetzt in die entscheidende Phase, das letzte Drittel der Saison. Tendenzen zeichnen sich ab. Jedes einzelne Spiel ist wichtig, im Pokal noch mal mehr, weil du es nicht mehr korrigieren kannst. Es sind Chancen für uns, Boden gutzumachen und eine gute Saison fortzusetzen.“
Läuft es schlecht, könnten jedoch innerhalb von neun Tagen die Hoffnungen auf Europa und eine Pokal-Party in Berlin geplatzt sein. Von Nervosität soll aber im Team keine Rede sein.
Ein Mann ist bei einem Dortmunder Champions-League-Spiel ums Leben gekommen.
David Young/dpa
20. Februar 2025 um 16:30 Uhr
Schock-Nachricht aus Dortmund. Beim Champions-League-Spiel des BVB am Mittwoch ist ein Mann gestorben. Er war seit Jahren als Helfer für den Club im Einsatz.
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Der Mann starb beim Champions-League-Spiel von Borussia Dortmund gegen Sporting Lissabon (0:0), das für die Dortmunder das Erreichen des Achtelfinales bedeutete. Er war freiwilliger Helfer des Vereins. Zu den Todesumständen gibt es bislang keine Angaben.
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